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Tesla: 160.000 Model S und Model X droht Rückruf wegen Speicherdefekt

Ein Speicherdefekt in der Media-Control-Unit Zehntausender Tesla-Fahrzeuge bedroht auf Dauer deren Funktion. Softwareupdates können einen potenziellen Totalausfall nur hinauszögern.

2 Min. Lesezeit
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Model S und Model X: Tesla droht Rückrufaktion. (Foto: Tesla)

Tesla steht schon länger wegen Qualitätsmängeln unter Beschuss. Einer entsprechenden Studie von J.D. Power zufolge haben Tesla-Neuwagen während der ersten 90 Tage nach dem Kauf mehr Probleme als die 31 übrigen getesteten US-Automarken. Zu den Mängeln gehören Lackfehler, eine schlechte Passform von Karosserieteilen oder Quietschen und Klappern. Jetzt kommt ein weiteres Problem hinzu, das Tesla im schlimmsten Fall zu einer größeren Rückrufaktion zwingen könnte, wie Futurezone berichtet.

Speicherdefekt bei Model S und Model X

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Grund dafür ist ein Speicherdefekt der sogenannten Media-Control-Unit von Tesla. Der darin verbaute acht Gigabyte große Flashspeicher gibt offenbar nach einer Weile den Geist auf, was den Ausfall von teils wichtigen Funktionen der Fahrzeuge zur Folge haben kann. Laut einer Untersuchung der US-Bundesbehörde für Verkehrssicherheit sind davon 158.716 Model S und Model X der Baujahre 2012 und 2018 betroffen.

Knapp 15.000 Service-Fälle, bei denen ein solcher Defekt aufgetreten ist, hat Tesla gegenüber der Behörde schon bestätigt. Demnach sollen in einigen Produktionsmonaten bei fast einem Drittel der Fahrzeuge potenziell defekte Media-Control-Units verbaut worden sein. Im Schnitt steige das Risiko eines Ausfalls nach drei bis vier Jahren des Betriebs deutlich an. Tesla zufolge sei es nicht möglich, das Problem per Softwareupdate vollständig zu beheben. Der E-Autobauer hat schon sechs Updates ausgegeben. Dadurch soll der Ausfall um elf bis zwölf Jahre hinausgezögert worden sein. Tesla zufolge treten die Defekte erst dann nicht mehr auf, wenn alle der betroffenen Einheiten kaputt sind.

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Bei dem Speicher kommt es zu einem Ausfall, weil dort regelmäßig eine Vielzahl von Systemberichten gespeichert und – wenn der Speicher voll ist – überschrieben werden. Offenbar ist das Speichermedium aber nur einer bestimmten Anzahl von Überschreibungen gewachsen und gibt darüber hinaus den Geist auf. Das kann im schlimmsten Fall das gesamte Fahrzeug lahmlegen. Die möglichen Funktionsausfälle reichen von der Rückfahrkamera über den Touchscreen bis hin zum Fahrassistent. Auch die Ladefunktion kann gestört werden, wenn das Fahrzeug aufgrund des Speicherdefekts in den Notfallmodus wechselt.

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Sicherheitsmangel: Tesla droht Rückrufaktion

Als besonders kritisch erachtet wird dabei offenbar der Ausfall der Anti-Beschlagfunktion der Klimaanlage. Dieser stellt laut der US-Verkehrsbehörde einen Sicherheitsmangel dar. Das wiederum könne dazu führen, dass Tesla eine Rückrufaktion initiieren und die Speichereinheiten austauschen müsse, schreibt Futurezone. Wer einen Wechsel auf das aktuelle System Media-Control-Unit 2 selbst veranlassen will, muss derzeit 2.500 US-Dollar zahlen. Tesla hat die Garantie für die älteren Einheiten zuletzt auf acht Jahre erhöht.

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Benny Walter

Die Technik ist noch in den Kinderschuhen, da darf was kaputt gehen, der Elon ist einer der wohlhabensten Menschen auf der Welt hat mehrere Milliarden, wenn Tesla mein Baby wäre und ich so viel Geld hätte würde ich auch nach Garantie diese Mängel kostenlos ersetzen, das sieht er auf dem Kontoauszug gar nicht und es geht darum den Planeten zu retten

Antworten
Jan

Den defekten Speicher tauscht Tesla auf Garantie (8 Jahre) oder gegen 160€.

Man braucht keine neue MCU, wenn der speicher defekt ist, bitte informiert doch richtig.

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Peter

Manchmal habe ich das Gefühl, dass irgendwer Tesla-Miesmach-Artikel lanciert. Wer könnte das sein? Bezahlen die dafür?

Dann klingen die Artikel wie dieser hier. Reißerische Headline. Im Artikel dann Aufzählung vieler Kleinigkeiten, die schon bekannt sind. Dann seichte vage Formulierungen: „Das wiederum könne dazu führen, dass Tesla eine Rückrufaktion initiieren und …“ oder „Demnach sollen in einigen Produktionsmonaten bei fast einem Drittel der Fahrzeuge potenziell defekte…“ usw.
Die Haupt-Info ist auch gerne mal nicht korrekt recherchiert. Meines Wissens bietet Tesla den Austausch der MPU inzwischen auf Garantie an, sogar RÜCKWIRKEND bei einigen von denjenigen, die den Austausch bereits aus eigener Tache bezahlt hatten. Das habe ich von den Deutschen Automobilriesen nie gehört. Da muss ma sebst bei Betrug erst klagen.

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Ferenc

Neue Technik? Noch in den Kinderschuhen? Computer mit Flash-Speicher sind Standard. Tesla ist ein rollender Computer. Und häufiges Neubeschreiben von Flash führt nunmal zum Exitus. Üble Anfängerfehler, ebenso wie Spaltmaße und andere Rückrufe. Eigenlich sollte der Markt das regeln. Schlimm finde ich dahe eher, dass eine wachsende Anzahl „Jünger“ (nicht „Kunden“) darüber geflissentlich hinwegsieht.

Antworten
iggy

Das Flash Problem ist ein typischer Anfängerfehler der in der „richtigen“ Autoindustrie nicht mehr vorkommt. :) Das hat nichts mit neuer Technik zu tun. Das Problem mit dem Schreibzyklen des Flashs (in meiner Anfangzeit noch EEPROM 1999 ist unglaublich und zeigt wo TESLA technologisch steht.

Das hat nichts mit Miesmachen zu tun. Die Fakten sprechen für sich.
– Fahrgestell
– Lenkung
– Batterie
– Verabreitung Lack/ Spaltmaße
– Dichtheit ….

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