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Neues Mobilitäts-Ökosystem bringt Carsharing auf Blockchain-Basis

(Foto: Tomas Picka / Shutterstock)

Nicht weniger als die Zukunft des Transportwesens revolutionieren soll eine Mobilitätsplattform auf Blockchain-Basis. Hierdurch sollen echte Peer-to-Peer-Interaktionen zwischen Eigentümern möglich werden.

Das in der Autobranche bekannte Sharing-Konzept mit der Blockchain-Technologie verknüpfen möchte das weltweit tätige Beratungsunternehmen EY mit der nun vorgestellten Mobilitätsplattform Tesseract.

Auf dieser sollen schon bald sowohl einzelne Fahrzeuge als auch Flotten und andere Transportdienste verfügbar sein. Fahrten würden digital auf der Blockchain protokolliert, die Transaktionen dann automatisch zwischen den Eigentümern, Betreibern und dritten Serviceanbietern über ein nutzungsbasiertes Single-Source-Zahlungssystem abgewickelt, heißt es.

Grundsätzlich, sagt EY, solle Tesseract auf diese Weise Kernprobleme der Mobilität lösen, indem es etwa Grundlagen für den künftigen Besitz autonomer Fahrzeugflotten schaffe und genannte Mobilitätsoptionen auf Abruf biete. Als Teilnehmer einer solchen Plattform könnten etwa Fahrzeughersteller, Mobilitäts- und Transportunternehmen sowie Städte und Infrastrukturanbieter neue Einnahmequellen schaffen, macht EY sein Produkt schon jetzt schmackhaft.

Und den Verbrauchern würde der Wunsch nach erweiterten Mobilitätsdiensten erfüllt werden, sie bekämen „das richtige Fahrzeug für die ideale Fahrt, und das auf Abruf“.

Transportmittel als Service

„Wir möchten, dass Tesseract die Einstiegsbarrieren für alle Stakeholder beseitigt, Transportmittel als Service anbietet und ein vollständig integriertes Ökosystem schafft, in dem der Verbraucher auf dem künftigen Mobilitätsmarkt Vorrang hat“, sagt dann auch Randy Miller, Chef des Bereichs Global Automotive & Transportation von EY.

Mithilfe von Tesseract könnten Betreiber neue Mobilitätsunternehmen und Gewinnkonzepte vermarkten und größenmäßig anpassen. Die Fahrzeugnutzung werde steigen, prophezeit das Unternehmen, Verschwendung werde reduziert und im Endeffekt schaffe man „ein grüneres, nachhaltigeres Transportwesen“.

Durch die angestrebte Etablierung neuer Geschäftsmodelle und Einnahmequellen werde die Finanzierung von zum Beispiel Batterien und Ladeinfrastruktur wesentlich einfacher. Investoren, Crowdfunder und durchschnittliche Nutzer könnten mithilfe ihrer Investition basierend auf der Fahrzeugnutzung anderer Geld verdienen, und Personen, die sich bisher kein eigenes Auto leisten konnten, könnten jetzt einen Anteil an einem Fahrzeug besitzen.

Blockchain verändert Autoindustrie

Die Zeit für die Umstrukturierung der Automobilindustrie durch Blockchain sei nun gekommen, heißt es von EY. Die Nutzung der Technologie im Bereich Automobil-Dienstleistungen erlaube „echte Peer-to-Peer-Interaktionen zwischen Eigentümern“, und das mit „minimalen Anforderungen an die Infrastruktur“.

Daten könnten permanent gespeichert und sicher verwaltet werden, und die automatische Verarbeitung von Genehmigungen und Transaktionen werde wesentlich erleichtert.

Tesseract könnte im Lauf der nächsten Monate mit einem bislang unbekannten Partnerunternehmen erstmals genutzt werden, sagte John Simlett, Partner bei EY, vor Kurzem in einem Interview mit Reuters.

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