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Digitale Transformation: Unternehmenskultur bleibt „größte Herausforderung”

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Die kulturellen Defizite zeigen sich angeblich auch bei all jenen Mitarbeitern, die als digitale Visionäre gelten. Seien 2016 noch viele Unternehmen auf der Suche nach dem digitalen Heilsbringer gewesen, sei man in den vergangenen Monaten zur Einsicht gelangt, dass visionäre Köpfe als Einzelpersonen „wenig Handlungserfolg” hätten, heißt es.

Mangelhaftes Recruiting

Vielmehr müsse es endlich darum gehen, „eine kritische Masse an digitalen Visionären” in die Organisation zu integrieren, schreiben die Studienautoren. „Digitale Vordenker werden allerdings nicht systematisch gesucht, und es fehlt bereits im Recruiting an Maßnahmen zur Förderung von digitalen Visionären”, sagt Schulz.

Somit gebe es nicht nur zahlenmäßig wenige Vordenker – diese würden auch „unzureichend eingebunden” und hätten kein unterstützendes Netzwerk. Dies wiederum mache sie „zu großen Teilen handlungsunfähig”. Ihre potenzielle Kraft, etwas im Unternehmen zu ändern, sei daher „eher gering”, heißt es.

Die Studie „Roboter, Rebellen, Relikte. Überkommene Strukturen behindern die Digitale Transformation.” wurde von Mitte April bis Mitte Juli 2017 durchgeführt und umfasste nach Angaben von Bearing Point rund zehn Prozent mehr Teilnehmer als im Vorjahr.

Insgesamt seien 310 Mitarbeiter aus Unternehmen und Behörden im deutschsprachigen Raum befragt worden. Die Online-Befragung sei durch 17 vertiefende Interviews ergänzt worden. Mehrheitlich hätten Führungskräfte mit Personalverantwortung teilgenommen, darüber hinaus aber auch Mitarbeiter ohne Personalverantwortung.

Die Teilnehmer kamen aus unterschiedlichsten Branchen. Stark vertreten waren unter anderem die Industrien Produktion und Logistik, Finanz- und der öffentliche Sektor.

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3 Kommentare
Lars
Lars

In Japan verfolgt man einen viel versprechenden Ansatz: Alte Leute über 45 werden nicht mehr in die Geschäftsführung berufen, sondern langsam auf Beraterposten abgeschoben.

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Markus
Markus

Ich finde diese Befragungen immer höchst interessant. Vor einigen Jahren hat unser TopManagement mal einen Berater engagiert, welche in unserer IT (da sitze ich mit drin) endlich mal eine moderne Plattform für Zusammenarbeit etabliert. Lustig war dann so ziemlich das erste Gespräch, wo sich schnell herausstellte, das sein Ziel in unserer Vergangenheit liegt, alles was als Vorschlag im Konzept kam, war bereits umgesetzt. Am Ende ging der Berater .. er war wirklich nicht schlecht .. aber mit einer Idee von uns und baute darum ein Produkt auf.

Was lernen wir daraus: Wer das Management befragt ist selbst Schuld und nichts ist weniger Wert als die eigenen Fachkräfte, egal auf welchem Niveau diese sich befinden.

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Thomas Studer
Thomas Studer

„Culture eats strategy for breakfast „. Drucker ist aktueller denn je.

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