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Türkisches Elektroauto Togg kommt mit Batteriezellen aus Deutschland

Das E-Auto-Startup Togg aus der Türkei kooperiert mit dem Daimler-Partner Farasis. Die Zellen der Akkus kommen aus Bitterfeld, die Manager der beiden Unternehmen von Bosch.

2 Min. Lesezeit
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Das türkische Startup Togg wird stark von der Regierung des Landes unterstützt. (Foto: Togg)


Das Gemeinschaftsunternehmen Togg will das gleichnamige Elektromobil mithilfe des Akku-Herstellers Farasis produzieren. Der chinesische Konzern mit Wurzeln in den USA gehört nach eigenen Angaben zu den größten Lieferanten von sogenannten Pouch-Zellen. Im Sommer sicherte sich Farasis die Beteiligung von Daimler und soll für die EQ-Reihe von Mercedes Batteriekomponenten liefern. Nun unterschrieben Togg und Farasis ein Abkommen.
Das SUV ist das erste von zwei Modellen des türkischen Startups Togg. (Foto: Togg)

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Konglomerat unter Führung eines ehemaligen Bosch-Managers

Angebote von 30 Bewerbern habe man geprüft und sich schließlich für eine Zusammenarbeit mit Farasis entschieden, ließ Togg-CEO Gürkan Karakas verlauten. Karakas arbeitete bis 2018 im Bereichsvorstand der Abteilung Electric Drives am Bosch-Standort Bühlertal. Auch sein Gegenüber Sebastian Wolf war für die Robert Bosch GmbH tätig. Der Chef von Farasis Energy Europe saß bei Bosch Battery Systems in Stuttgart. Togg (sinngemäß: „Türkische Automobil Initiative“) besteht aus den örtlichen Industrieunternehmen Anadolu Group, BMC, Kok Group, Turkcell und der Zorlu Holding.

Deutsche und türkische Standorte im Bau

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Das Abkommen sieht den Aufbau einer Batteriefabrik in der Türkei vor, die von einem Joint Venture der beiden Unternehmen betrieben werden soll. Die Zellen dafür liefert planmäßig die im Bau befindliche Anlage in Bitterfeld-Wolfen (Sachsen-Anhalt). Farasis investiert dort 600 Millionen Euro, um in mehreren Ausbaustufen ab 2022 eine Kapazität von zunächst sechs bis hin zu zehn Gigawattstunden pro Jahr zu erreichen. Parallel baut das Unternehmen ein Entwicklungszentrum in Frickenhausen. Togg errichtet derweil das Hauptwerk in der westtürkischen Provinz Bursa. Es soll ab nächstem Jahr 175.000 Fahrzeuge jährlich produzieren.

Togg kommt zunächst mit SUV auf den Markt

Kunden dürfen laut Herstellerangaben zwischen zwei Batterie-Versionen des E-SUV wählen, die eine Reichweite von 300 beziehungsweise 500 Kilometern sicherstellen. Die Ladezeit auf 80 Prozent liege bei „weniger als 30 Minuten“. Das Management der Batterie soll „State of the Art“ sein und sie soll über einen Hochvolt-Speicher sowie eine Flüssigkeitskühlung verfügen. Zwei Antriebsformen plant Togg: Eine bietet einen Heckantrieb mit 147 Kilowatt, die andere stellt eine Allrad-Variante mit insgesamt 294 Kilowatt dar. Einen Prototypen stellte das türkische Vorzeigeprojekt bereits 2019 vor.

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Der Wagen kommt frühestens 2022 zunächst in der Türkei heraus. Deutschland sei als erster Exportmarkt geplant und soll noch im selben Jahr Togg-SUVs zum Verkauf erhalten. Später folgen nach Angaben Karakas auch Frankreich und Italien. Preise nannte er noch nicht, Insidern zufolge starten sie wohl bei 22.000 Euro.

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