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Analyse

Tumblr und Pinterest – die bildgewaltigen Juwelen im Schatten der Social-Riesen

(Foto: quka/Shutterstock)

Social Media ist als Werbekanal fest im Mediaplan vieler Unternehmen integriert. Doch zwei bildgewaltige, bisher wenig beachtete Kanäle sollten zukünftig mehr ins Rampenlicht rücken.

Bilder, Bewegtbild und Content – mit diesem Mix ist Social Media als Werbekanal fest im Mediaplan zahlreicher Unternehmen integriert. Dabei gewinnt der gezielte Einsatz visueller Mittel an Bedeutung und dient als eine Art Schaufenster für Unternehmen: In Sekundenschnelle werden Kaufimpulse ausgelöst, mit einem Klick ist der User im Onlineshop angekommen und das Produkt landet im Warenkorb. Vor allem für den E-Commerce-Bereich ist das ein riesiger Multiplikator, doch auch für andere Branchen und für Branding-Zwecke sind visuelle Reize optimal einsetzbar. In Deutschland zählen die bildgewaltigen Kanäle Pinterest und Tumblr zu den weniger beachteten Social-Media-Kanälen. Genau diese werden aber in Zukunft deutlich an Relevanz für Werbetreibende gewinnen.

Tumblr – bloggst du noch oder tumblrst du schon?

Tumblr wird gerne als Blogger-Plattform beschrieben, doch Tumblr ist mehr: Tumblr ist ein Ort, an dem es um Inhalte geht und nicht um die Personen, die sie erstellen. Nutzer können Bilder, Videos und GIFs zu verschiedensten Themen in die Plattform einbinden, mit der Community teilen und ein eigenes Dashboard zu Themen, die sie bewegen, erstellen und pflegen. Durch den Austausch von Inhalten mit fremden Seiten entsteht eine sehr individuelle User-Page, die als kreative Inspirationsquelle dienen kann. Bereits 2007 gegründet, ist Tumblr hierzulande dennoch verhältnismäßig unbekannt. Umso mehr überraschen die Zahlen über die Plattform: Die Zahl der Blogs stieg weltweit von 17,5 Millionen im Mai 2011 auf über 349 Millionen im Juni 2017. Die globale Community veröffentlichte laut aktuellen Zahlen bis März 2018 über 158 Milliarden Posts. Der größte Traffic-Anteil stammt eindeutig aus den USA (über 32 Prozent), danach folgt aus Europa Großbritannien (über fünf Prozent) auf Platz 2 und Deutschland landet mit fast vier Prozent Traffic-Anteil auf Platz 4.

Bei Tumblr findet unbegrenzte Kreativität statt, die nicht auf einen User-Account begrenzt ist, sondern durch den Austausch von Content und die damit verbundene Vernetzung des eigenen mit fremden Profilen weiter verstärkt wird. Offenheit gepaart mit kreativen Möglichkeiten lässt einen breiten Austausch zwischen Bloggern, Kreativen und Marken zu. Genau an dieser Stelle können Werbetreibende von den vielfältigen Werbeoptionen profitieren und mit starkem visuellen Content punkten. Die Bandbreite an Themen, die Leidenschaft der User für die Themen und der hohe Modifizierungsgrad ermöglichen die Erstellung einzigartiger Unternehmensprofile, über die sich auch Anzeigen wie beispielsweise Sponsored Posts oder Sticky Ads nativ platzieren lassen. Live-Video-Formate sind ein geeignetes Mittel, um das Engagement mit der Zielgruppe auf Tumblr signifikant zu erhöhen.

Pinterest – oh, how Pinteresting!

Das soziale Netzwerk Pinterest ist eine visuelle Such- und Ideenmaschine, auf der Informationen ausschließlich mithilfe von Bildern kommuniziert werden. Der Fokus der Plattform liegt seit der Gründung 2010 auf Discovery und Inspiration. Aktuelle Zahlen von 2017 sprechen von 200 Millionen monatlich aktiven Nutzern weltweit, die ungefähr 100 Milliarden Inhalte gespeichert haben – eine riesige Inspirationsquelle im World Wide Web! Als Mobile-only-Plattform gestartet, sind auch heute noch circa 85 Prozent der Pinterest-Nutzer über mobile Devices online. Ein ausschlaggebender Punkt für die Präsenz von Unternehmen, denn hinterlegte Inhalte müssen für die mobile Nutzung optimiert sein. Die Kommunikationsstruktur der Plattform ist so angelegt, dass Inhalte auf Pinterest direkt zu Websites und Blogs führen, wodurch Website-Traffic ideal gesteigert werden kann.

Bei Pinterest sind programmatisch buchbare Werbeformen bisher nur in englischsprachigen Ländern verfügbar. Dank des rasanten Wachstums der Nutzer in Deutschland (Zuwachs um 72 Prozent) stehen die Chancen gut, dass sich das in naher Zukunft ändern wird. Anzeigen sind von organischen Pins kaum zu unterscheiden und werden dem User nativ eingebunden angezeigt. Das mit Hilfe von Pinterest betriebene visuelle Marketing erhöht die Kaufbereitschaft und ist für die direkte Vermittlung von Konsumenten an Unternehmen ausgelegt. Auf Pinterest werden potenzielle Kunden an einem besonderen Punkt der Customer-Journey angesprochen: im Moment der aktiven Suche. Das macht Pinterest für Werbetreibende sehr attraktiv, denn an diesem Punkt sind User besonders neugierig und offen für Neues. Für den Ausbau der Produktbekanntheit sowie die Neukundengewinnung ist Pinterest also besonders gut geeignet.

Auf den Mediaplan setzen!

Unternehmen sollten die globale Community, die Pinterest und Tumblr bieten, in ihrem Mediaplan nicht vernachlässigen. Die bildgewaltigen Kanäle halten viele Chancen bereit. So wird sich in Deutschland neben Tumblr voraussichtlich auch Pinterest zu einem sehr spannenden Kanal für programmatische Werbung etablieren. Hier gilt es, die Geschehnisse zu verfolgen und zu evaluieren, inwieweit die Plattform auch ohne Werbeformate schon für das eigene Unternehmen nutzbar ist. Neben den bekannten Playern wie Instagram und Facebook lohnt es sich, sich mit den Hidden Champions intensiver zu beschäftigen und abzuwägen, für welche Zielgruppen diese Kanäle gewinnbringend einsetzbar sind.

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

3 Reaktionen
Christopher Bollmann

Tumblr - 4% Trafficanteil seit 2007 aus Dtl. - und aktuell?
Pinterest - 72% Nutzerwachstum in Dtl. - in welchem Zeitraum? Wann?

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Christian Allner, Agentur Schrift-Architekt.de

Jetzt wirklich? Tumblr und Pinterest als Geheimtipp? Was kommt als Nächstes? Content ist so new und shiny 2018?

Ich will nicht meckern, aber beide Netzwerke sollten jedem Marketer ein Begriff sein. Gerade Pinterest entwickelt sich auch in Deutschland langsam zu einem größeren Player. Und Tumblr ist mein Pet Peeve. Ich habe meine Master-Arbeit zu dieser Plattform geschrieben mit einer deutschlandweiten Pilotstudie.

Sorry, aber der ganze Beitrag ist weniger als ein 101 zum Thema. Nächstes bitte.

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Uschi Ronnenberg

An Tumblr finde ich persönlich schwierig, daß man dort einen Account haben muß, um verlinkte Inhalte ansehen zu können. Deshalb erschien es mir bisher nicht reichweitentauglich genug.

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