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Musk in Streit mit US-Senator nach Fake-Account-Chaos

Einem Journalisten der Washington Post gelingt es bei einem Experiment, einen Twitter-Fake-Account für einen US-Politiker anzulegen, der mit einem Verifikationshäkchen versehen wurde. Das hat nun Folgen für Techmilliardär und Twitter-Eigner Musk.

Quelle: dpa
2 Min. Lesezeit
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Twitter-Chef Elon Musk in der Kritik. (Foto: Picture Alliance/zz/XPX/Star Max/IPx)

Der neue Twitter-Besitzer Elon Musk hat sich nach dem Chaos um täuschend echt aussehende Fake-Accounts eine scharfe Warnung eines einflussreichen US-Senators eingehandelt. „Bringen Sie Ihre Unternehmen in Ordnung. Oder der Kongress wird das erledigen“, schrieb der Demokrat Ed Markey am Sonntag nach einem verbalen Schlagabtausch mit Musk bei Twitter.

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Auslöser für den Streit war ein Experiment der Washington Post. Einem Journalisten der Zeitung gelang es, einen Fake-Account für den Senator anzulegen, der mit einem Verifikationshäkchen versehen wurde.

Möglich war das mit dem neuen Verfahren, bei dem die bisher an Prominente, Politiker und Unternehmen nach einer Prüfung vergebenen Verifikationszeichen alle Nutzer bekommen sollen, die acht Dollar im Monat als Abogebühr bezahlen. Eine Identitätsprüfung gibt es nicht.

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Das Häkchensymbol sieht dabei in beiden Fällen gleich aus. Nur beim Anklicken wird in einem Erklärtext angezeigt, ob der Account das Häkchen wegen seiner Bedeutung bekam – oder weil der Nutzer dafür bezahlte.

Fake-Welle auf Twitter

Musk hatte gesagt, dass aus seiner Sicht die Authentifizierung durch Bezahldienste und App-Plattformen vor einem Missbrauch des neuen Systems schützen sollte. Doch zahlreiche Nutzer hielt das nicht davon ab, acht Dollar auszugeben, um mit Verifikationshäkchen versehene Fake-Accounts von Prominenten und Unternehmen anzulegen.

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Es traf unter anderem Sportstars, den Pharmakonzern Eli Lilly und den Fruchtspezialisten Chiquita. Twitter setzte die Abofunktion zum Wochenende aus. Sie solle voraussichtlich erst Ende der Woche wieder freigeschaltet werden, schrieb Musk bei Twitter. Bereits auf diese Weise vergebene Häkchen werden aber weiterhin angezeigt.

Die Washington Post legte mit einer Abozahlung einen Fake-Account für Markey samt Verifikationshäkchen an, während der Senator schon lange offizielle Profile bei dem Dienst hat. Schlimmer noch: Zumindest in der Smartphone-App hieß es auch beim gefälschten Account, dass er wegen seiner Bedeutung verifiziert worden sei. Damit war er nicht mehr vom echten zu unterscheiden.

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Kritik an Musks Twitter-Neuerungen

Markey warf Musk daraufhin vor, dass dessen „schnelle und willkürliche“ Änderungen an der Plattform Twitter zu einem „Wilden Westen der sozialen Medien“ machten. „Das ist inakzeptabel“, schrieb Markey und forderte von Musk Erklärungen zum Verifikationssystem.

Musk reagierte bei Twitter trotzig: „Vielleicht ist es, weil ihr echter Account wie eine Parodie daherkommt?“ Markey erinnerte ihn daraufhin daran, dass Twitter Verpflichtungen bei der mächtigen Verbraucherschutzaufsicht FTC habe eingehen müssen und der von Musk geführte Elektroautobauer Tesla von der Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA wegen Todesfällen untersucht werde.

Der Senat kann Unternehmenschefs zu Anhörungen vorladen. Nach der jüngsten Parlamentswahl ist bereits absehbar, dass die Demokraten die Kontrolle über die Kongresskammer behalten werden.

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