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Twitter gibt offenbar nach: Musk soll Zugriff auf Plattformdaten erhalten

Im Hickhack um die Twitter-Übernahme durch Elon Musk lenkt der Social-Media-Dienst jetzt offenbar ein: Der Milliardär soll Zugriff auf interne Daten erhalten.

Von Hannah Klaiber
2 Min.
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Elon Musk will Twitter übernehmen, jedoch erst, wenn er weiß, wie viele Fake-Accounts es dort gibt. (Foto: picture alliance/Flashpic/Jens Krick)

Elon Musk will Twitter kaufen, dann will er doch nicht. Derzeit liegt die Übernahme auf Eis. Der Grund: Der Milliardär will wissen, wie viele Bots es bei Twitter gibt. Damit sind Computerprogramme gemeint, die mittels Algorithmen mit Nutzer:innen interagieren und dabei vortäuschen, echte Menschen zu sein. Im Klartext: Er will wissen, wie viele Fake-Konten bei Twitter im Umlauf sind. Bekommt Musk die Daten dazu nicht, könnte er den Deal für eine Übernahme platzen lassen. Twitter-Chef Parag Agrawal zufolge sind weniger als fünf Prozent aller aktiven Konten bei Twitter Fakes. Trotzdem will die Social-Media-Plattform Musk wohl entgegenkommen und lenkt nun laut Washington Post ein.

Auskünfte über Fake-Konten noch diese Woche

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Wie die US-Zeitung mit Berufung auf interne Kreise verriet, könnte Twitter den Auskunftsforderungen von Elon Musk noch in dieser Woche nachkommen. Das Unternehmen plane, dem Milliardär vollen Zugriff auf die Firehose zu gewähren, eine interne Datenbank, die Details zu den mehr als 500 Millionen Tweets enthält, die täglich an den Dienst gesendet werden. Darin sind nicht nur Gerätedaten und Informationen über die Konten enthalten, die auf die Plattform zugreifen, die Firehose zeigt auch in Echtzeit an, was zu jedem Zeitpunkt auf Twitter passiert.

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Musk hatte ein Kaufangebot von 44 Milliarden Dollar für Twitter abgegeben, zuletzt jedoch mit Rückzug des Angebots gedroht. Am Montag teilte Twitter einen Brief von Musks Rechtsabteilung, in dem es heißt, dass Musk mehr Transparenz in Bezug auf „Spam und gefälschte Konten“ benötige, bevor er das Geschäft übernehmen könne. Twitter-Chef Parag Agrawal bekräftigte am Montag, dass der Anteil von Fake-Konten „deutlich unter fünf Prozent“ liege. Dieses Ergebnis könne allerdings nur mithilfe von vertraulichen Informationen gewonnen werden und sei deswegen von außen nicht zu reproduzieren, twitterte Agrawal.

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Musk glaubt Twitter nicht

Nach Ansicht Musks bedroht ein hoher Anteil gefälschter Nutzer:innen das werbefinanzierte Geschäftsmodell von Twitter. „Wie können Werbetreibende wissen, wofür sie wirklich bezahlen? Das ist eine grundlegende Frage für die finanzielle Gesundheit von Twitter“, erklärte Musk. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, schätzt Musk, dass Fake-Konten mindestens 20 Prozent der offiziellen Twitter-User:innen ausmachen.

Twitter lenkt ein

Twitter erklärte, das Unternehmen werde „weiterhin kooperativ Informationen“ mit Musk teilen, während es auf den Abschluss der Übernahme hinarbeite. „Wir glauben, dass diese Vereinbarung im besten Interesse aller Aktionäre ist“, sagte das Unternehmen gegenüber The Washington Post und betonte: „Wir beabsichtigen, die Transaktion abzuschließen und die Fusionsvereinbarung zum vereinbarten Preis und zu den vereinbarten Bedingungen durchzusetzen.“

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