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Täuschungsverdacht: Uber-Großinvestor verklagt Travis Kalanick

Der ehemalige Uber-Chef Travis Kalanick. (Foto: dpa)

Der geschasste Uber-Gründer Travis Kalanick muss sich neuerdings mit der Klage eines Großinvestors herumschlagen. Sein Sprecher wies die Täuschungsvorwürfe zurück.

Der Fahrdienst-Vermittler Uber kommt nicht zur Ruhe: Einem Zeitungsbericht nach hat einer der größten Anteilseigner den ehemaligen CEO Travis Kalanick verklagt. Die Beteiligungsgesellschaft Benchmark Capital beschuldige Kalanick, Investoren getäuscht zu haben, um mehr Macht im Führungszirkel erlangen zu können.

Das meldet das Wall Street Journal am Donnerstag unter Berufung auf Gerichtsdokumente. Die Kläger behaupten demnach, Kalanick habe Misswirtschaft verschwiegen, um grünes Licht für eine Aufstockung des Vorstands von acht auf elf Sitze zu erhalten.

Sprecher weist Vorwürfe als haltlos zurück

Als Beispiele würden in der Klage etwa unangemessene und unethische Anweisungen, Diskriminierung, sexuelle Übergriffe und ein Rechtsstreit mit der Google-Mutter Alphabet genannt. Wegen dieser Probleme war Uber später stark in die Kritik geraten. Hätten die Aktionäre davon gewusst, wäre der Erweiterung des Managements angeblich nicht zugestimmt worden.

Ein Sprecher Kalanicks wies die Klage als haltlos zurück und sprach von Lügen und falschen Anschuldigungen. Uber wollte sich nicht äußern.

Uber-Chef erst im Juni abgesetzt

Am 20. Juni war Travis Kalanick von seinem Amt als Uber-Chef zurückgetreten. Fünf der größten Uber-Investoren hatten in einem gemeinsamen Brief dazu aufgefordert. Nach Rücksprache mit mindestens einem Aufsichtsratsmitglied und einer längeren Diskussion mit Investoren hatte Kalanick der Forderung zugestimmt. dpa/dhr

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