Ubisoft und abgeschaltete Server: Jetzt verspricht das Unternehmen Offline-Modi

Nach zehn Jahren hat Ubisoft "The Crew" ein umstrittenes Ende bereitet - die Nachfolger der Reihe sollen es zumindest ein bisschen besser haben. (Bild: Ubisoft)
Der französische Spielehersteller Ubisoft ist offenbar darum bemüht, wenigstens einen kleinen Schritt auf Gamer:innen zuzugehen, deren Unmut er sich zuletzt zugezogen hatte. „Wir haben Eure Bedenken bezüglich des Zugriffs auf die The Crew-Spiele gehört“, schreibt das Unternehmen auf X.
Und weiter: „Heute möchten wir unser Engagement für die Zukunft von The Crew 2 und The Crew Motorfest zum Ausdruck bringen.“ Für beide Titel sei ein Offline-Modus „zur Gewährleistung des langfristigen Zugriffs“ in Arbeit, heißt es in dem Post weiter.
Ubisoft lenkt zumindest ein bisschen ein
Zudem verspricht Ubisoft, die User:innen in den kommenden Monaten mit weiter gehenden Informationen zu versorgen. Ob diese Ankündigung ausreicht, um die Wogen wirklich zu glätten, ist zumindest fraglich.
Mit der Begründung, dass Einschränkungen bei Serverinfrastruktur und Lizenzen diesen Schritt erforderlich machten, hatte Ubisoft Ende März diesen Jahres die Server des Open-World-Rennspiels The Crew abgeschaltet. Als den Käufer:innen des Spiels in einem zweiten Schritt dann auch noch die Lizenzen entzogen wurden und The Crew nicht mehr heruntergeladen und installiert werden konnte, war ein Sturm der Entrüstung durch die Gamer-Szene gefegt.
Eine Initiative sollte Druck ausüben
Der Youtuber Ross Scott rief daraufhin die Initiative „Stop Killing Games“ ins Leben und forderte die französische Generaldirektion Wettbewerb, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung (DGCCRF) dazu auf, sich mit dem Vorgehen des in Paris ansässigen Spiele-Herstellers zu beschäftigen. Mittlerweile hat auch Scott auf die neue Ankündigung reagiert.
Ebenfalls auf X schrieb er bezüglich der angekündigten Offline-Modi: „Hoffentlich ist das eine Reaktion auf die Verbraucherschutzbehörden in mehreren Ländern, die die Rechtmäßigkeit der Deaktivierung von TC1 untersuchen, das als einmaliger Kauf ohne angegebenes Ablaufdatum verkauft wurde.“
Den Einsatz der internationalen Verbraucherschutzbehörden fordern Gamer:innen vor allem vor dem Hintergrund einer konkreten Befürchtung: Dass immer mehr Publisher dem Beispiel von Ubisoft folgen und Spiele nach einer gewissen Zeit unspielbar machen könnten, für die die Käufer:innen aber bezahlt haben.