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Hacker kapern Staatsmedien mit: „Putin vernichtet Russen und Ukrainer.“

Auf zwei russischen Portalen platzierten Hacker eine Anti-Kriegsnachricht. Sie rief zum Frieden auf und zeigte Bilder der Zerstörung in der Ukraine.

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Hacker störten kurz Russlands Propaganda-Maschinerie zum Überfall auf das Nachbarland Ukraine. (Bild: Sameer Madhukar Chogale / Shutterstock)

Eine Hackerattacke auf das staatliche Streamingportal „Smotrim“ und die Website der Nachrichtensendung „Vesti“ ermöglichte den Angreifern am Sonntagabend, eine Textbotschaft gegen den Ukraine-Krieg auszusenden. „Putin vernichtet Russen und Ukrainer! Stoppt den Krieg!“ habe dort unter anderem gestanden, berichteten zahlreiche Nutzer. Bilder der Zerstörung in der Ukraine hätten die Friedensaufrufe begleitet. Der Staatssender bestätigte den Angriff. Weniger als eine Stunde lang seien „unerlaubt Inhalte mit extremistischen Aufrufen“ gezeigt worden. Heise berichtete über den Vorgang.

Von „Krieg“ zu sprechen, ist verboten

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In Russland ist es verboten, vom „Ukraine-Krieg“ zu berichten. Die offizielle Bezeichnung des Konflikts muss in den Medien „militärische Spezialoperation“ lauten, sonst machen sich die Betreiber der „Falschinformation über die Streitkräfte“ schuldig. Die Maximalstrafe dafür beträgt 15 Jahre Gefängnis. Russische Staatsmedien stellen den Krieg so dar: Die Armee führe eine chirurgischen Operation durch, bei der keine Zivilisten zu Tode kommen. Die Gegenseite belegt das Gegenteil. Aktuell wirft Amnesty International der russischen Seite vor, geächtete Streumunition gegen Zivilisten einzusetzen.

Websites wieder unter russischer Kontrolle

Noch in der Nacht zum Montag waren die Websites wieder unter der Kontrolle ihrer originären Betreiber. Die Seite führt wieder Links auf, die eine vermeintliche „Befreiung“ der umkämpften Region Donbass nachweisen sollen. Zudem berichtet Smotrim aktuell über die neue Burgerkette „Mac“, die McDonalds ersetzt, den 350. Jahrestag von Peter dem Großen und das Buchfestival auf dem roten Platz. Den Schwerpunkt der Berichterstattung nehmen jedoch private Unglücksfälle und Vergehen ein, etwa Familiendramen, Brände und Unfälle. In erster Linie gibt es auf der Plattform allerdings Spielfilme zu sehen.

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