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Ungewöhnliches Investment: Alibaba steckt Millionen in Konux aus München

Die Konux-Gründer Dennis Humhal, Vlad Lata und Andreas Kunze. (Bild: Konux)

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba beteiligt sich an dem deutschen Startup Konux – ein ungewöhnlicher Deal. Die Münchener haben wenig mit E-Commerce zu tun. Sie bauen Sensoren für Zuggleise.

Alibaba ist einmal mehr in der deutschen Startup-Szene unterwegs. Erst Anfang des Jahres hatte sich der chinesische E-Commerce-Riese das Berliner Daten-Startup Data Artisans für 90 Millionen Euro geschnappt. Jetzt beteiligt sich Alibaba an dem Münchener Startup Konux, das Sensoren für Zuggleise baut, wie Gründerszene berichtet.

Alibaba: Ungewöhnliche Investition in deutsches Sensoren-Startup

Auf den ersten Blick ist das Investment ungewöhnlich. Normalerweise beschränkt sich Alibaba auf Firmen, die sich zumindest entfernt mit dem Thema E-Commerce beschäftigen. So hatte Alibaba in den vergangenen Jahren die Rocket-Internet-Ventures Daraz und Lazada übernommen. Bei Konux geht es hingegen um intelligente Sensoren, die an Weichen angebracht werden und erkennen, ob diese gewartet werden müssen.

Alibaba beteiligt sich laut Gründerszene nachträglich an einer vor zehn Monaten eingeläuteten Series-B-Runde, bei der schon 18 Millionen Euro eingesammelt worden waren. Jetzt wurden weitere 11,5 Millionen Euro nachgelegt. Ob die allein von Alibaba kommen oder ob sich weitere Investoren an dem Investment beteiligt haben, ist noch unklar.

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Ganz abwegig ist die Konux-Investition aber dann doch nicht. Schließlich hatte Alibaba im Herbst 2018 angekündigt, stärker in den Bereichen künstliche Intelligenz und Quantencomputer investieren zu wollen. In einigen Monaten soll ein von einer Konzerntochter selbst entwickelter KI-Chip vorgestellt werden. Im Cloud- und IoT-Bereich sollen zudem zahlreiche kommerzielle Anwendungen für unterschiedliche Branchen entwickelt werden, wie es in dem Fünfjahresplan des Unternehmens heißt.

Alibaba: Unterstützung für China-Pläne von Konux?

Konux wiederum will nach Aussagen seines CEO Andreas Kunze zu einer „KI-Firma von Weltklasse außerhalb von Europa“ aufsteigen. Der anvisierte chinesische Markt als der „weltweit größte und am schnellsten wachsende Bahnverkehr-Markt“ sei daher von entscheidender Bedeutung für das Unternehmen. Alibaba könnte Konux bei der geplanten Expansion in China unter die Arme greifen.

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Ein Kommentar
Eric Paulsen
Eric Paulsen

Interessant, dass die so viel Geld in so ein kleines Unternehmen stecken. Da werden sich die paar Studenten, die Artisans gegründet haben aber mächtig gefreut haben. Ich weiß nicht, was zur Zeit besser ist, sein Geld in Unternehmen zu packen, oder es lieber sicher zu spielen. Ich habe mich mal auf http://www.Goldkaufen.de informiert und dort steht, dass die beste Taktik zu Zeit ist, in Gold zu investieren, denn dann ist man in einer baldigen Wirtschaftskrise sehr sicher. Mal sehen.

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