Anzeige
Anzeige
News

Galt als unmgölich: Babystern am schwarzen Loch inmitten der Milchstraße entdeckt

Der bislang schwerste und jüngste Stern mit Namen X3a ist nur einige zehntausend Jahre alt und galt bislang als „unmöglicher Stern“.

Von Hannah Klaiber
2 Min.
Artikel merken
Anzeige
Anzeige

Die unwirtliche Umgebung des schwarzen Lochs im Zentrum unserer Galaxie verhindert normalerweise, dass sich ein Stern wie zum Beispiel unsere Sonne bilden kann. Babystern X3a könnte das Gegenteil beweisen. (Bild: Shutterstock / mapush)

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Kölner Instituts für Astrophysik hat den Stern mit dem Namen X3a in unmittelbarer Nähe des supermassiven schwarzen Lochs Sagittarius A* (Sgr A*) im Zentrum der Milchstraße entdeckt.

Anzeige
Anzeige

Sternenbildung bei Sgr A* bislang als unmöglich angesehen

Dabei handelt es sich um eine Region, die sich durch hochdynamische Prozesse und eine dominante Röntgen- wie auch UV-Strahlung auszeichnet. Bislang galt es als unmöglich, dass sich dort ein Stern bilden kann.

Wie die Forschungsarbeit, die im Fachjournal The Astrophysical Journal veröffentlicht wurde, zeigt, ist die Annahme jedoch obsolet, dass sich über Zeiträume von Milliarden Jahren nur alte, entwickelte Sterne in der Nähe des schwarzen Lochs ansiedeln könnten. Der „unmögliche Stern“, wie X3a bezeichnet wird, hat sich den Wissenschaftler:innen zufolge in einer Staubwolke gebildet, die das gigantische schwarze Loch umkreist, und ist erst nach der Sternbildung auf seine jetzige Umlaufbahn gesunken.

Anzeige
Anzeige

Ganz neu ist die Entdeckung junger Sterne in der Nähe von Sgr A* jedoch nicht: „Entgegen jeglicher astrophysikalischen Erkenntnis wurden bereits vor 20 Jahren sehr junge Sterne in der direkten Umgebung von Sgr A* gefunden“, heißt es in einer Mitteilung der Universität Köln. „Bis heute ist nicht eindeutig geklärt, wie sie dorthin gekommen sind und wo sie sich gebildet haben.“

Auftreten junger Sterne bei Sgr A* wird als „Paradox der Jugend“ bezeichnet

Mit dem Babystern X3a, der zehnmal so groß und fünfzehnmal so schwer wie unsere Sonne ist, könnte eine Erklärung möglich sein: „In einer Entfernung von nur einigen Lichtjahren vom schwarzen Loch gibt es eine Region, welche die Bedingungen für Sternentstehung erfüllt“, wird der Erstautor der Studie, Florian Peißker, zitiert.

Anzeige
Anzeige

Demnach könnte sich, abgeschirmt vom Einfluss der Schwerkraft von Sgr A* und seiner intensiven Strahlung, in dessen äußerem Gas- und Staubring eine ausreichend dichte Gaswolke gebildet haben. Mit einer Masse von etwa hundert Sonnen ist die Wolke unter ihrer eigenen Schwerkraft zu einem oder mehreren Protosternen kollabiert.

„Diese sogenannte Fallzeit entspricht ungefähr dem Alter von X3a. Daher gehen wir davon aus, dass der Prozess die Geburt von X3a war“, so Peißker.

Anzeige
Anzeige

Ähnliche Staub- und Gasringe sind auch in anderen Galaxien zu finden, entsprechend könne der beschriebene Mechanismus auch dort funktionieren. „Geplante Beobachtungen mit dem James-Webb-Weltraumteleskop der NASA oder dem Extremely Large Telescope der Europäischen Südsternwarte (ESO) in Chile werden dieses Sternentstehungsmodell sowohl für unsere Galaxie als auch für andere Galaxien testen“, heißt es in der Mitteilung der Universität.

Mehr zu diesem Thema
Fast fertig!

Bitte klicke auf den Link in der Bestätigungsmail, um deine Anmeldung abzuschließen.

Du willst noch weitere Infos zum Newsletter? Jetzt mehr erfahren

Anzeige
Anzeige
Kommentare

Community-Richtlinien

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!
Hallo und herzlich willkommen bei t3n!

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team von mehr als 75 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Schon jetzt und im Namen der gesamten t3n-Crew: vielen Dank für deine Unterstützung! 🙌

Deine t3n-Crew

Anleitung zur Deaktivierung
Artikel merken

Bitte melde dich an, um diesen Artikel in deiner persönlichen Merkliste auf t3n zu speichern.

Jetzt registrieren und merken

Du hast schon einen t3n-Account? Hier anmelden

oder
Auf Mastodon teilen

Gib die URL deiner Mastodon-Instanz ein, um den Artikel zu teilen.

Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Kommentar abgeben

Melde dich an, um Kommentare schreiben und mit anderen Leser:innen und unseren Autor:innen diskutieren zu können.

Anmelden und kommentieren

Du hast noch keinen t3n-Account? Hier registrieren

Anzeige
Anzeige