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Vaporware statt Revolution: Chef der Smartphone-Firma Saygus angeklagt

Chad Leon Sayers muss sich vor Gericht verantworten. Er hatte zehn Millionen US-Dollar bei Anlegern für ein Smartphone eingeworben, das bis heute nicht erschienen ist.

2 Min. Lesezeit
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Das 2015 vorgestellte Saygus V2. (Bild: The Verge)

Unter dem Markennamen Saygus wollte Sayers ein „revolutionäres neues Smartphone“ auf den Markt bringen. Dafür benötigte er Geld. Das begann er nach Erkenntnissen der US-Staatsanwaltschaft seit 2006 einzuwerben.

Saygus-Chef Sayers wirbt 10 Millionen Dollar ein

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Über E-Mails, soziale Medien wie Twitter und Investoren-Newsletter gelang es Sayers, Menschen davon zu überzeugen, in sein Unternehmen zu investieren. Dabei versprach er, dass eine Markteinführung des Telefons unmittelbar bevorstehe. Im Jahr 2009 zeigte er dann das erste Saygus Vphone, das mit einer ausziehbaren Tastatur ausgestattet sein sollte.

2015 präsentierte er auf der International Consumer Electronics Show (CES) das Saygus V2. Zumindest davon hatte er einen Prototyp, den er am Messestand vorstellen konnte. The Verge hatte seinerzeit einen kurzen Blick darauf werfen können. Auch dieses Telefon verschwand danach in der Versenkung.

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Gelder nicht zur Smartphone-Entwicklung genutzt

Die Staatsanwaltschaft wirft Sayers nun vor, er habe zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt, tatsächlich ein Smartphone auf den Markt zu bringen. Vielmehr sei es ihm nur darum gegangen, Anleger zu prellen. Immerhin rund 300 Investoren sollen Sayers knapp zehn Millionen Dollar überwiesen haben. Der hatte im Gegenzug einen „baldigen Milliardenerfolg“ versprochen.

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Die Gelder nutzte Sayers den Behörden zufolge nicht für Entwicklung und Produktion, sondern bestritt davon persönliche Ausgaben und Schulden. Später zahlte er ältere Anleger mit Geldern aus, die er von neueren Anlegern erhalten hatte. Damit entwickelte sich die Angelegenheit zu einem Ponzi-Scheme.

Wie die Staatsanwaltschaft ermitteln konnte, soll Sayers über zwei Millionen Dollar des eingeworbenen Geldes für Büromiete, etwa 800.000 Dollar für die Beilegung von Rechtsstreitigkeiten, 500.000 Dollar für Anwaltskosten, 145.000 Dollar für Einkäufe, Unterhaltung und persönliche Pflege und etwa 30.000 Dollar für seine persönliche Kreditkarte ausgegeben haben. Was mit den restlichen Millionen passiert ist, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. Das vorgebliche Ziel, ein Smartphone an den Markt zu bringen, ist anscheinend nie ernsthaft beabsichtigt gewesen.

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Das Team von Android Police hat die Saygus-Geschichte minutiös verfolgt. Dort gibt es ein knappes Dutzend Beiträge zum revolutionären Smartphone für Power-User. ;)

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