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Virtuelle Realitäten: Studie zeigt den Status quo in Unternehmen

(Foto: Jacob Lund / Shutterstock)

Die Studie „Beyond Realities“ will den Status quo der Einführung von Virtual, Augmented und Mixed Reality in die Markenkommunikation zeigen. Die Ergebnisse sind ernüchternd.

Die Studie „Beyond Realities“, die die Kommunikationsagentur Phocus Brand Contact aus Nürnberg in Kooperation mit dem Famab Kommunikationsverband vorlegt, befasst sich mit dem aktuellen Zustand virtueller Realitäten im Marketingkontext. Um den zu ermitteln, wurden über eine Onlinebefragung Einschätzungen von Kundenunternehmen und Dienstleistern gleichermaßen eingeholt. So ergibt sich ein Bild, das nicht nur technische Begeisterung, sondern auch nüchterne Kundenanforderungen widerspiegelt.

Studie zeigt Ambivalenz im Umgang mit VR, AR, MR

Dabei erhebt die Studie nicht den Anspruch, repräsentativ zu sein. Dafür ist die Herkunft der Teilnehmer zu wenig divers und die Stichprobe insgesamt zu klein. Dennoch sind die erfassten Trends so eindeutig, dass sie als wahrscheinlich repräsentativ plausibel erscheinen.

Auffällig ist dabei, dass das Interesse an VR, AR und MR von den Befragten durchweg als sehr hoch bezeichnet wird, während die entsprechenden Kompetenzen, vor allem die der anderen, als gering eingeschätzt werden. Zudem schätzen selbst jene, die bereits für sich oder Kunden entsprechende Projekte durchgeführt haben, deren Erfolg als eher durchwachsen ein.

Dabei sind die Dienstleister zuversichtlich, dass die Bedeutung der modernen Realitäten in den nächsten fünf Jahren zunehmen wird. Besonders der Augmented Reality, also der erweiterten Realität, bei der virtuelle Infos in das reale Bild eingeblendet werden, bescheinigen die Kommunikationsexperten Potenzial. Weniger enthusiastisch schätzen die Experten reine virtuelle Realitäten (VR) oder die gemischte Realität (MR), bei der rein virtuelle Elemente mit realen oder umgekehrt vermischt werden, ein.

Hemmschuhe sind Mangel an Wissen und Personal

Als Hemmschuh für die Umsetzung sehen die Dienstleister vor allem einen Mangel an Wissen, Personal und Zeit auf Kundenseite, während Kunden eher einen Mangel an Kreativität und Geld erkennen.

Insgesamt werden die neuen Technologien nach wie vor als Innovation wahrgenommen. Das beträchtliche Potenzial der Technologien begründen die Befragten vor allem mit der Möglichkeit, den Kunden in eine neue, unbekannte oder auch erklärende Welt eintauchen zu lassen. Vor allem dann, wenn die Technologie in den richtigen konzeptionellen Gesamtkontext gesetzt wird, könne sie den Besucher intensiver und damit stärker erreichen als andere Maßnahmen mit Live-Erfahrungscharakter.

Virtuelle Realitäten sind nicht risikolos im Einsatz

Schlussendlich zeigt die Studie sehr deutlich, dass der Einsatz virtueller Realitäten für das Markenerlebnis nicht ohne Risiko ist. Gerade die hohe Emotionalität, die mit 3D-Visualisierungen einhergeht, wird als zweischneidiges Schwert erkannt. So könnte etwa eine virtuelle Testfahrt in VR so gut umgesetzt sein, dass der Interessent danach keine reale Testfahrt mehr machen will. Auch die Möglichkeit von Traumatisierungen oder die Suchtentwicklung dürfe ob der immer überzeugender werdenden immersiven Verfahren nicht unterschätzt werden. Derzeit fehle es zudem noch an Einsatzbeispielen, die über den reinen Selbstzweck hinausgehen.

Erkenntnisgewinn abseits der Befragungsergebnisse

„Beyond Realities“ bietet neben den Auswertungen der Befragung auch Fachaufsätze und Langform-Einschätzungen von Experten im Bereich der virtuellen Realitäten. Wer Interesse am Einsatz von Virtual, Augmented und Mixed Reality für die Markenkommunikation seines Unternehmen hat, sollte sich die bis zum 28. Februar 2020 kostenlos erhältliche Studie als PDF herunterladen.

Passend dazu: Augmented Reality im Marketing: Eine zähe Entwicklung

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2 Kommentare
Beerpong.de

Wir warten schon echt lange darauf, dass VR Entwicklungen für Mittelständler bezahlbar werden. Die Möglichkeiten sind echt riesig, vor allem in der Unterhaltungsbranche.
Allerdings gibt es kaum ein bezahlbares Angebot und unter den Konsumenten ist die Technik noch nicht sonderlich verbreitet.

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dennis
dennis

Absolut richtig. Auch für den Endkunden sind da immer Hürden verbaut und auch viel zu teuer.

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