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Vivid Money: Fintech plant Anlageprodukte und will Kryptowährungen handeln

Die Digitalbank Vivid Money gilt als einer der umtriebigsten Herausforderer von N26 und Co. Das Berliner Fintech hat jetzt, neun Monate nach dem Start in Deutschland, bereits 100.000 Kunden. Was das Unternehmen plant und welche Features am besten ankommen.

3 Min.
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Vivid-Debitkarte und Smartphone-App. (Bild: Vivid)

Im Juni 2020 ging mit Vivid Money ein neuer Anbieter aus der Fintech-Welt an den Start. Die Neobank, die aus Berlin und technisch auf Basis der Solarisbank-Bankingplattform agiert, die kürzlich vollständig in die Cloud migrierte, äußerte damals ambitionierte Ziele: 100.000 Kunden wolle man im ersten Jahr erreichen, so viel, wie seinerzeit N26 geschafft habe. Das klang insbesondere angesichts eines Marktes von Digitalbanken, der durch die Generalisten wie N26 oder Revolut, aber auch die Kleineren und Spezielleren von Bunq bis Tomorrow ja inzwischen recht gut besetzt ist, sportlich. Heute, knapp ein dreiviertel Jahr später, vermeldet das Unternehmen, dass man dieses Ziel erreicht habe: „Wir können inzwischen über 100.000 Kunden vermelden, die Vivid Money nutzen – insbesondere auf dem deutschen Markt ist das Interesse bemerkenswert hoch“, berichtet Alexander Emeshev, der Co-Gründer von Vivid.

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Verantwortlich dafür ist, das lässt sich im Markt gut beobachten, die sehr offensive Cashback-Strategie und die Gewährung bestimmter Aktionen für Neukunden – und solche, die weitere Neukunden zu einer Kontoeröffnung ermuntern. In einigen Foren sind daher insbesondere die personalisierten Empfehlungslinks des Unternehmens nicht gerne gesehen oder untersagt. „Die Superdeals und Cashbacks sind nur in begrenztem Maße für den schnellen Kundenzuwachs verantwortlich, vielleicht zu 15 Prozent“, wiegelt Emeshev im Interview ab. Diese eher marketingorientierten Strategien hätten das Großteils organische Wachstum aber gut unterstützt. Und so habe man in den letzten Monaten bereits nach Deutschland auch die Märkte Frankreich und Spanien angehen können.

Vivid: Spaces mit eigener IBAN kommen gut an

Insbesondere habe es dem Unternehmen geholfen, dass man bis zu 15 kostenlose Pocket-Konten (Unterkonten oder Spaces heißen sie bei den Mitbewerbern) mit eigener deutscher IBAN anlegen kann. Dies ist in der Tat ein Alleinstellungsmerkmal, auch wenn verschiedene Mitbewerber, etwa auch N26, angekündigt haben, dass man ebenfalls daran arbeite. Ebenfalls wichtig, wenn auch bisher nicht im erwarteten Maße, seien, so Emeshev, die bis zu 40 verschiedenen Währungen, in denen die Pockets sein können. Auf dem Zettel hat das Unternehmen auch Themen wie Brokerage und Geldanlage. „Produkte rund um die Geldanlage stehen für uns weit oben auf der Agenda, da werden wir in nächster Zeit Features ankündigen. Und das Thema der Kryptowährungen sehen wir ebenfalls als wichtig und für unsere Kunden als spannend“, erklärt der Gründer. Er sagt, das Unternehmen plane „im Laufe des Jahres“, Funktionen rund um Bitcoin und andere Kryptowährungen für seine Kunden bereitzustellen. Vivid wolle außerdem im Laufe des Jahres in drei bis fünf weiteren Märkten an den Start gehen, wobei sich bisher jeder Markt individuell entwickle und dadurch Vergleiche schwierig seien.

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Offen lässt Emeshev allerdings, welche der Dienste man selbst realisieren und wo man bestehende Anwendungen einkaufen werde. Das bietet sich ja insbesondere aufgrund der PSD2-Richtlinie und der damit verbundenen APIs an, Dienste modular zusammenzustellen. Bemerkenswert sei auch, so berichtet das Unternehmen, wie die Coronakrise zu Veränderungen in den Verhaltensweisen der Kunden geführt habe. Mehr kontaktloses Bezahlen, mehr Nutzung von Google Pay und Apple Pay und nicht zuletzt auch immer mehr Nutzung der digitalen/virtuellen Karte, die etwa in Smartphones eingebunden wird.

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t3n meint:

Unterm Strich bleibt Vivid Money einer der umtriebigsten Fintech-Anbieter in Deutschland, der mit gebührenfreien Zahlungen, Überweisungen und Lastschriften weltweit wirbt und den Kunden selbst in der kostenfreien Standardversion eine Metallkarte verspricht. Das Berliner Unternehmen mit russischen Wurzeln liegt damit bei manchen Features oder Kooperationen auch deutlich vor größeren Mitbewerbern wie N26. Allerdings berichten Kunden auch von technischen Schwierigkeiten, etwa beim Onboarding oder der Nutzung der App, wobei die Bank erklärt, man habe die Onboarding-Probleme, etwa bei der Identifikation, inzwischen im Griff. Lästig ist indes das schneeballsystemartige Superdeals- und Cashback-System, das – glaubt man den Gründern – dann offenbar doch nicht so viel bringt, wie es imagemäßig verdirbt.

Tobias Weidemann

 

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Kommentare (1)

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Alexander Zielke

Ich kann Vivid definitiv empfehlen. Tolle Metallkarte.
Cashback funktioniert sekundenschnell nach dem Einkauf.
Endlich mal echtes Cashback und nicht bloß Punktesammeln.
Namhafte Partner: Amazon, Lidl, Aldi, Shell, Obi, Bauhaus.

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