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Vorhofflimmern, Schlafapnoe, unregelmäßiger Puls: Withings Scanwatch behält deine Gesundheit im Auge

Freunden analoger Uhrenoptik könnte die Scanwatch gefallen. (Foto: Withings)

Auf der CES im US-amerikanischen Las Vegas zeigt Withings, Hersteller von Consumer-Health-Produkten, seine neue Scanwatch. Die soll ein Frühwarnsystem für die kardiovaskuläre Gesundheit sein.

Die sich aktuell noch im Zulassungsverfahren befindliche Scanwatch ist optisch auf einer Linie mit den bisherigen Hybrid-Smartwatches des Hauses Withings. Funktional bringt die Scanwatch die Move ECG und die Steel HR in einem Gehäuse zusammen und liefert noch ein paar weitere Features mit.

Scanwatch zeichnet 1-Kanal-EKG auf

So ist die Scanwatch wie die Move ECG in der Lage, innerhalb von 30 Sekunden ein Ein-Kanal-EKG zu schreiben. Dazu muss der Nutzer die prominente Krone der Uhr drücken und mit den Fingern beide Seiten der Uhr berühren. Durch die permanente Pulsüberwachung erkennt die Scanwatch einen unregelmäßigen Herzrhythmus und fordert den Nutzer gegebenenfalls zur Abnahme eines EKG auf. So soll die Uhr Vorhofflimmern aufspüren, wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass es auch tatsächlich auftritt.

Gesundheitsfrühwarnsystem. (Foto: Withings)

Gesundheitsfrühwarnsystem. (Bild: Withings)

Erkennung von Atemaussetzern und Sauerstoffentsättigung im Schlaf

Neben der Herzgesundheit widmet sich die Scanwatch der Schlafqualität. Zusätzlich zu der bislang schon in Withings-Trackern integrierten Überwachung der Schlafphase und dem smarten Wecker, der den Nutzer per diskreter Vibration in wacheren Schlafphasen aufwecken kann, bringt die Scanwatch einen Pulsoxymeter mit. Damit misst die Uhr die Sauerstoffsättigung während der Nacht.

So will die Scanwatch ein eventuell bestehendes Schlaf-Apnoe-Syndrom (SAS) aufspüren. SAS lässt sich gut an Entsättigungsphasen des Blutsauerstoffs erkennen. Denn wenn der Atem aussetzt, sinkt der Sauerstoffanteil im Blut. Sinkt er um mehr als drei Prozent in einem kurzen Zeitraum und im Verlauf der Nacht immer wieder, liegt der Verdacht auf SAS nahe und die Abklärung in einem Schlaflabor erscheint sinnvoll.

Die Scanwatch geht algorithmisch sogar noch einen Schritt weiter und setzt die Messergebnisse so um, dass der Nutzer eine Anzahl der Schlafepisoden mit Apnoe-Symptom und sogar dessen Schwere angezeigt bekommt. So ist direkt erkennbar, wie hoch das Risiko ist. Bis zu fünf Atemaussetzer pro Stunde gelten dabei als normal. Alles darüber hinaus ist abklärungsbedürftig.

Withings Scanwatch. (Foto: Withings)

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Verbesserte Schlafbewertung, 30 Tage Akkulaufzeit

Die Schlafphasenüberwachung hat Withings weiter verbessert und nun mit einem Score ergänzt, der als einzelne griffige Zahl die Qualität des Schlafs der gemessenen Nacht bewertet.

Die Gesundheitsfeatures wurden laut Withings mit Kardiologen und Schlafexperten entwickelt und ausgiebig klinisch getestet.

Besonders erwähnenswert ist, dass Withings bei voller Aktivierung all dieser Funktionen eine Laufzeit von bis zu 30 Tagen zwischen zwei Ladevorgängen verspricht. Gerade das Pulsoxymeter zieht bei Wettbewerber-Geräten teils enorm viel Strom.

Etwas größeres Display, bewährte Tracking-Features

Die Funktionen im Übrigen kennen Nutzer bereits von den früheren Modellen des Herstellers. Der analoge Look hat sich kaum verändert. Das kleine Digitaldisplay mit PMOLED-Technik ist indes etwas größer geworden. Dessen Steuerung erfolgt über die rechts an der Uhr angebrachte Krone.

Neben dem Tracking von Schritten, Kalorien und Distanz kann die Scanwatch über das GPS des verbundenen Smartphones auch zum Sporttracking verwendet werden. Den Fitnessparameter VO2 Max berechnet die Uhr in diesem Falle ebenso. Für gängige Aktivitäten wie Gehen, Laufen, Schwimmen und Radfahren ist keine manuelle Aktivierung des Trackings nötig. Die Scanwatch nimmt derlei Trainings automatisch auf. Wer seine Smartphone-Benachrichtigungen auf der Uhr sehen will, kann das in der App konfigurieren.

Wie stets bei Withings dient die kostenlose Health-Mate-App, die es für Android und iOS gleichermaßen gibt, als zentrale Informationsschnittstelle. Hier laufen alle Daten zusammen und von hier ist auch das Teilen etwa mit medizinischem Fachpersonal möglich.

Armbandvielfalt. (Foto: Withings)

Armbandvielfalt. (Foto: Withings)

2 Uhrengrößen, verschiedene Armbänder

Optisch orientiert sich die Uhr am Look der Steel HR. Sie kommt in einem wasserdichten Edelstahlgehäuse mit Saphirglas in zwei Größen. Mit einem Durchmesser von 38 Millimetern wird die Uhr 249 Euro kosten. Die größere Version mit 42 Millimetern schlägt mit 299 Euro zu Buche. Withings wird eine Vielfalt an Armbändern für die Uhren anbieten, hat sich aber ebenso entschieden, auf Standardgrößen zu setzen, sodass handelsübliche Armbänder mit Schnellverschluss verwendet werden können.

Die Withings Scanwatch soll ab dem zweiten Quartal bei Amazon und im Withings Onlineshop erhältlich sein.

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