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VW ID 3: Vollvernetzter Volksstromer offiziell vorgestellt

VW ID 3. (Bild: VW)

Volkswagen hat seinen ersten vollvernetzten Stromer offiziell enthüllt. Das neue Modell ID 3 wird in der Basisversion unter 30.000 Euro kosten.

Lange hat es gedauert. Jetzt ist VWs erstes Elektroauto auf Basis des modularen Elektro-Baukastens (MEB) da. Der MEB ist eigens für die neue Stromergeneration aus Wolfsburg entwickelt worden und soll als Basis für viele weitere Fahrzeuge dienen. Der ID 3 ist von außen in etwa so groß wie ein Golf, der Innenraum entspricht derweil eher dem eines Passats.

VW ID 3: Kompakter Stromer mit viel Platz im Innenraum

VW ID 3. (Bild: VW)

VW ID 3. (Bild: VW)

Optisch ist der zwar mit 4,25 Meter lange ID 3 trotz seiner neuen Basis weiterhin unverkennbar ein Volkswagen und hebt sich damit nicht dramatisch von der Masse ab. Dennoch besitzt er einen modernen Anstrich, was sich allein schon an den großen (optionalen) 20-Zoll-Reifen bemerkbar macht. Unter der Haube steht bei den E-Motoren zum Start eine Variante mit 150 Kilowatt (204 PS) bereit, der die Hinterachse antreibt. Der ID 3 kann mit mehr als 300 Newtonmetern binnen 7,5 Sekunden von Null auf 100 km/h beschleunigen – bei 160 km/h ist aber Schluss, hier wird der Wagen abgeriegelt.

VW ID 3 in Bildern
VW ID3. (Foto: t3n)

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Beim Energiespeicher kann aus drei Varianten gewählt werden: Die kleinste Version ist 48 Kilowattstunden groß und soll bis zu 330 Kilometer WLTP-Reichweite liefern. Die mittlere Größe liegt bei 62 Kilowattstunden und 420 Kilometer Reichweite. Als größte Akku-Variante bietet VW für den ID 3 zum Marktstart eine 82-Kilowattstunden-Version an, mit der bis zu 550 Kilometer erreicht werden sollen.

VW ID 3. (BILD: VW)

VW ID 3. (Bild: VW)

Die Ladeleistung liegt laut VW je nach Batterietyp bei einer maximalen Leistung von 7,2 Kilowatt beziehungsweise 11 Kilowatt mit Wechselstrom. Die großen Batteriemodelle können mit 100 oder 125 Kilowatt mit Gleichstrom geladen werden. Innerhalb einer halben Stunde könne der ID 3 damit auf eine Reichweite von etwa 290 Kilometer geladen werden. Für die Akkus des Elektro-Debütmodells gewährt VW acht Jahre Garantie, begrenzt auf 160.000 Kilometer Fahrleistung.

VW ID 3: Minimalistisches Cockpit, kaum noch Knöpfe

Der ID 3 ist der erste PKW des Unternehmens, der nicht nur elektrisch angetrieben, sondern ein komplett neues Bedienkonzept, bestehend aus Touchscreens und Sensortasten und Vollvernetzung erhält. Lediglich die Fensterheber und das Warnblinklicht werden noch mit haptischen Schaltern betätigt.

VW ID3. (Foto: t3n)

VW ID3 – Bedieneinheit. (Foto: t3n)

Hinter dem Lenkrad befindet sich ein winziges Display, das die relevantesten Informationen anzeigt, in der Mitte der Konsole sitzt ähnlich wie bei Teslas Model 3 ein großer Touchbildschirm mit zehn Zoll, über den viele Einstellungen vorgenommen und Informationen angezeigt werden. Auch bekommt der ID eine intelligente Sprachsteuerung – die kostet aber extra, genauso wie IQ-Licht, Head-up-Display oder das Panorama-Glasdach. Standardmäßig sind vorne wie hinten jeweils zwei USB-C-Anschlüsse verbaut.

VW ID 3 von innen
VW ID 3. (Bild: VW)

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Zudem ist der ID 3 in das Volkswagen-We-Ökosystem eingebunden, mit dem ihr euch im Navigationssystem nicht nur anzeigen lassen könnt, wie voll der Akku noch ist, sondern etwa auch, wo die nächsten Ladepunkte sind. Die Service-Plattform soll unter anderem Carsharing und Parkgebühren-Zahlung ermöglichen.

Für Software-Updates müsst ihr künftig nicht mehr in die Werkstatt fahren, sondern sie werden wie beim Smartphone Over-the-Air eingespielt. Praktisch: Über App-Connect soll der ID 3 binnen Sekunden mit dem Smartphone verbunden sein.

VW ID 3 soll CO2 neutral ausgeliefert werden

VW ID 3 von außen
VW ID 3. (Bild: VW)

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Volkswagen will den ID 3 an seine Kunden CO2-neutral übergeben. Dem Unternehmen zufolge seien sowohl Lieferkette und Herstellung der Batteriezellen als auch die Produktion des Autos entsprechend ausgerichtet. Der Konzern setze dafür konsequent Strom aus erneuerbaren Quellen ein, unvermeidbare Emissionen im Herstellungsprozess wolle VW durch zertifizierte Klimaprojekte ausgleichen.

Die Produktion des ID.3 1st soll ab Ende 2019 starten. Die ersten Fahrzeuge sollen bis Mitte 2020 ausgeliefert werden. Die kleinste Version wird unter 30.000 Euro kosten. Ausverkauft ist derweil schon die auf 30.000 Einheiten limitierte Edition 1, die in drei Ausstattungsvarianten angeboten wird und ab 39.000 Euro startet.

Mehr zum Thema: Digitalisierungsoffensive: VW pumpt 3,5 Milliarden Euro in digitale Transformation

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6 Kommentare
Minando
Minando

Jaja, und wenns irgendwo in der ganzen dollen supermodernen Technik knallt bleibt die ganze Mühle stehen, wie immer. Jetzt auch ohne Knöpfe, auf die man wütend draufhämmern könnte. So langsam werden Autos, die man NICHT elektronisch komplett lahmlegen kann ein echter Luxus.

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Echter Luxus - Lada oder Leopard II?
Echter Luxus - Lada oder Leopard II?

Anfälligkeit für mechanische Einwirkungen (Reifenpanne, Zylinderfresser, …) ist sicher genauso unerwünscht?

Von Krauss-Maffei Wegmann gibt es dann einiges im Angebot. Kriegswaffengenehmigung liegt vor, nehme ich an, oder wofür soll die uneinnehmbare Festung eingesetzt werden?

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Torsten der Zauberer
Torsten der Zauberer

Wahrscheinlich hat die erste Generation VW samt Händlern mal wieder selber gekauft. Für’s Marketing… :D

Ansonsten: Warum soll‘ ich mir für 30k+ (Praxis: wohl eher 37k+) einen häßlichen Golf voller Kinderkrankheiten kaufen, der nicht einmal autonomes Fahren beherrscht, der nichts davon bietet was bei der Konkurrenz Standard ist (und nope, das iPad für Arme in der Mitte ist kein design thinking)… wenn ich dafür einen Tesla 3 haben kann?

Achso VW, ähm, jetzt ist übrigens der Zeitpunkt wo man merkt, warum Tesla so wertvoll ist – und der von VW in den Keller gehen wird. Brand building, Learnings, Infrastrukturen usw. – halt alles was Zeit (= Erfahrung) kostet, die man mit egal wie viel Geld nicht aufholen kann. Aber immerhin nice try, jeder muss ja mal irgendwo anfangen – und wenn’s beim plagiieren ist.

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Adi
Adi

Wie doof, dass man sich kein Hirn zaubern kann.
Wo bekomme ich einen Tesla für 30k und wo ist autonomes Fahren Standard?

Nur weil man den Knopf Autopilot nennt, heißt es noch lange nicht, dass das Ding autonom fahren kann.
Denn von der Sensorik her, ist Daimler, BMW, Audi, VW dem Tesla überlegen.

Dann bitte Fakten, was kann die Konkurrenz so tolles, was hier fehlt?

Und jetzt nicht mit Design kommen, das ist nur subjektive Wahrnehmung. Mich spricht das Design im Innenraum zwar auch nicht an. Aber muss ja nicht jeden Geschmack treffen.

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Christian Wolff

Wer lesen kann, hat einen Wettbewerbsvorteil:
1. war vor eher 37 T€ in der Praxis wegen Zusatzausstattung die Rede, die bei Tesla inclusive ist (bei unserem sogar lebenslanges kostenloses Aufladen!)
2. die Reichweiten von Tesla und VW zu vergleichen traut sich keiner
3. über die Sensorik der Zulieferer deutscher Hersteller kann ich nur lachen.

Welcher VW, BMW, Audi oder Daimler kommt auf Anforderung autonom aus der Garage gefahren und macht die Tür dabei über Funk von allein auf?

Torsten der Zauberer
Torsten der Zauberer

Lieber Adi, ich kann mich dem nur anschließen: Lesen UND Verstehen ist heute wohl schon eine echte Kunst…

Autonomes Fahren IST bei chinesischen (GWM & Co.) Elektrofahrzeugen sowie Tesla bereits ab Werk integriert, bestimmte Nissans / Mitsubishis bekommen, bei Bedarf, das in Kooperation mit Waymo als Upgradekit. Das einzige was das „Freischalten“ verhindert ist ein gesetzliches Go für Autonomous 5 – wobei selbst das nicht stimmt, in China fahren die auch schon so rum, in den USA je nach Bundesstaat. Die letzten drei Jahre hat man mir bei GWM nicht einmal mehr ’nen Nannydriver in die Kiste gesetzt.
Man streitet sich hier – Waymo / Tesla – nur noch über Verfahren (LIDAR ja/nein), wobei’s eh LIDAR wird, da das in China der Standard ist. Und von dort wird in zehn Jahren jedes zweite (autonome) E-Auto kommen, während man bei uns noch rätseln wird, wie die das nur schaffen…

So ein Schwachsinn. Daimler kauft nur zu und beherrscht diese Technik nicht einmal im Ansatz. Deswegen muss man bei Torc seinen Krempel noch auf dezidierten Highways testen anstatt in Innenstädten (wie der Rest), weil man hier fast 6 Jahre im technologischen Rückstand ist. Mal ganz davon abgesehen dass die Sensorik, siehe Nissan/Mitsubishi, sich noch über Zukäufe lösen lässt.
Bei Daimler/VW & Co. bekommt man aber nicht einmal auf die Reihe E-Autos ohne Kinderkrankheiten zu bauen, geschweige denn günstig zu bauen. Siehe Daimlers Debakel als man da mal einen Tesla Reengineeren wollte und das nicht zum gleichen Preis geschafft hat.
Es ist am Ende des Tages immer wieder dasselbe: Tesla, GWM, Toyota, usw. haben in all den Jahren (teure!) Learnings gemacht, wie man die Fertigungslogik extrem optimiert (und damit die Karren vergünstigt). Und dazu gehört eben auch mal ’n brennendes E-Auto, weil man da Mist gebaut hat. All das haben deutsche Autobauer noch vor sich. Oder: Während bei Tesla die Autos nur noch rauchen, brennen sie bei VW (wieder). Wie wirkt das wohl auf potenzielle Kunden?

Oder kurz für sie: Die Konkurrenz hat in den letzten Jahren massiv Erfahrungen gesammelt, wie man es NICHT macht. Das kann sie tolles.

Das Design interessiert keinen, in 10 Jahren wird jedes autonome Fahrzeug aussehen wie ein Volvo 360c. Wozu braucht ein autonomes Fahrzeug auch ein Lenkrad oder traditonell angeordnete Sitzgruppen!? Wie Gunter Dueck schon vor fast 10 Jahren feststellte: Da gehört ein Bett rein und Vorhänge. Darüber schmunzelt bei Daimler heute noch, weil man die Logik dahinter nicht versteht. Was eigentlich schon alles über den Laden sagt…

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