Ratgeber

Mit 4 einfachen Kniffen zu mehr Barrierefreiheit für die eigene Website

Coder vor einem Laptop. Mit wenigen Tricks wird deine Website barrierefreier. (Foto: Tippapatt/Shutterstock)

Accessibility ist ein von Entwicklern und Unternehmen oft stiefmütterlich behandeltes Thema. Dabei ist es gar nicht so aufwendig, zumindest für grundlegende Zugänglichkeit zu sorgen. Das sorgt sogar für ein besseres Suchmaschinen-Ranking.

Was bedeutet Barrierefreiheit im Netz?

Zunächst einmal: Barrierefreiheit im Internet bedeutet, dass Websites und Apps so gestaltet werden, dass (im Idealfall) alle Menschen sie uneingeschränkt – gegebenenfalls unter Zuhilfenahme assistiver Technologien – nutzen können. Vorrangig denkt man bei Barrierefreiheit vielleicht an Menschen mit Behinderung. Daneben profitieren aber auch eine steigende Anzahl älterer Nutzer und auch Menschen mit Verständnisschwierigkeiten aufgrund von sprachlichen Barrieren von einer möglichst barrierefreien Gestaltung von Angeboten im Netz.

Überschaubarer Aufwand, große Wirkung

Ein Großteil dessen, was es braucht, um Websites und Anwendungen barrierefrei zu machen, besteht darin, sauberes HTML zu schreiben. Der Rest sind inhaltliche Anpassungen. Unter anderem folgende Punkte gehören zu sauberem HTML:

  • Native HTML-Elemente nutzen, statt wie häufig alles über <div>-Elemente zu lösen.
  • Einen semantisch sinnvollen und gut sichtbaren Tastaturfokus zu haben.
  • Den alt-Tag bei Bildern für eine Beschreibung dessen, was auf dem Bild zu sehen ist, zu nutzen.

Testen könnt ihr das zum Beispiel mit Tools wie Tenon.io oder den Chrome-Browser-Extensions Axe, Lighthouse und dem WCAG Accessibility Audit Developer UI.

Ansonsten geht es vor allem Dingen um die generelle Usability. Neben einem durchdachten Design und sauberem Code kann (und sollte) man nach Bedarf

  • Untertitel bei Videos hinzufügen,
  • Videos mit Gebärdendolmetschern einbinden,
  • Inhalte im High-Contrast-Mode anzeigbar machen,
  • PDF durch Websites ersetzen (oder durch barrierefreie PDF).

Reihenfolge und Sichtbarkeit des Tastaturfokus

Versucht einfach mal, nur mit Tabulator, den Pfeiltasten und Shift durch eure Website zu navigieren. Wenn ihr immer sehen könnt, wo ihr euch gerade befindet und in der Lage seid, alle interaktiven Elemente – gemeint sind Formelemente wie Input oder Select, Buttons oder Anchors – anzusteuern, ist das gut.

Wenn nicht, hier einige Fast Fixes für euch:

  • Grundsätzlich: verwendet native HTML-Elemente, wo möglich und nutzt CSS für deren Styling.
  • Der standardmäßige Tastaturfokus richtet sich nach der Reihenfolge der HTML-Elemente in eurem Code. Oft reicht es schon, wenn ihr die Reihenfolge der Elemente im Code ändert und dann mithilfe von CSS das entsprechende Styling macht.
  • Das Standard-Styling des Tastaturfokus variiert von Browser zu Browser. Bei manchen hat das fokussierte Element eine blaue Außenlinie. Bei anderen, wie zum Beispiel Firefox, hat es eine gepunktete Linie, die leider oft kaum wahrnehmbar ist. Verlasst euch deshalb nicht auf den Standard-Style, vergebt lieber einen eigenen.
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