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Wechselakkus: Berliner Startup ermöglicht Stromtanken in wenigen Sekunden

Wechselakkus von Greenpack. (Bild: Greenpack)

Das Berliner Startup Greenpack hat seinen Modellversuch mit Stationen für Wechselakkus erfolgreich abgeschlossen. Jetzt soll die Akku-Wechselinfrastruktur bundesweit ausgebaut werden.

Mit dem fast leeren Akku an eine Station fahren, Akku gegen einen vollen austauschen und weiterfahren – das ist die Idee von Stromtankstellen mit Wechselakkus. In Berlin hat das auf Lösungen für die Elektromobilität spezialisierte Startup Greenpack einen im Herbst 2018 gestarteten Test mit acht Stationen erfolgreich abgeschlossen. Jetzt will das Startup bundesweit expandieren, wie die Berliner Zeitung berichtet. Dazu hat Greenpack die Tochterfirma Swobbee gegründet.

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2020 sollen 10 weitere Stationen in Berlin folgen

Gefertigt werden die Stationen auf dem Berliner Wista-Gelände (Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Adlershof). Bisher liefen dort 30 Wechselakku-Stationen vom Band. 2020 sollen es schon 200 sein. In Berlin sollen Anfang 2020 weitere zehn Stationen aufgebaut werden. Bestellungen gibt es dem Startup zufolge aus Freiburg und Bochum. Auch Standorte in Österreich und den Niederlanden sollen schon Interesse bekundet haben.

Die sogenannten Swobbee-Stationen werden auf einer entsprechenden App angezeigt. Darüber lassen sich volle Akkus auch für eine bestimmte Zeit reservieren. Auch die Abrechnung erfolgt online. Neben den Greenpack-Akkus sollen auch weitere Akku-Systeme integriert werden. So können schon jetzt Akkus für E-Scooter der spanischen Marke Torrot sowie von Kumpan aus Rheinland-Pfalz an den Swobbee-Stationen getauscht werden.

„Die Swobbee-Station wird in den kommenden Jahren zu der Stromtankstelle für die Mikromobilität werden“, zitiert die Berliner Zeitung den Greenpack-Co-Chef Tobias Breyer. 2023 könnten laut dem Unternehmen bundesweit über 1.100 Swobbee-Stationen in 85 Städten mit insgesamt rund 40.000 Akkus im Netzwerk in Betrieb genommen werden.

Greenpack: Start mit Wechselakkus

Greenpack war 2015 als Entwickler standardisierter Wechsel-Akkus gegründet worden, musste aber nach einigen Monaten Insolvenz anmelden. 2017 startete das Unternehmen neu – und nahm unter anderem die Wechselstationen neu ins Angebot auf. Bald soll das Portfolio durch aus Motor und Akku bestehende Antriebspakete für Cargobikes erweitert werden. Greenpack hatte zuletzt mit seiner Wechselakku-Infrastrukturlösung einen von Mobility Circle, dem Fachmagazin Car IT sowie Cisco ausgerichteten Startup-Pitch – und damit 15.000 Euro – gewonnen.

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