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Weltraum-Teleskop James Webb sendet zweites Foto und zeigt deutliche Fortschritte

Etwas mehr als eine Woche nach der Veröffentlichung der ersten Bilder aus dem James Webb Space Telescope (JWST) erreicht uns ein neuer Satz Aufnahmen, der die Fortschritte bei der Kalibrierung des Geräts belegt.

2 Min. Lesezeit
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Das ambitionierte Projekt James Webb Space Telescope entwickelt sich nach anfänglichen Schwierigkeiten prächtig. (Screenshot: t3n / webbtelescope.org)

Das JWST nimmt seine Bilder über eine Kamera auf, die aus 18 einzelnen Spiegelsegmenten besteht. Diese 18 Spiegelsegmente müssen so ausgerichtet werden, dass sie am Ende ein einzelnes homogenes Bild einfangen können – eine knifflige Angelegenheit.

Ausrichtung der Spiegel schreitet schnell voran

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Das zeigte sich vor etwas mehr als einer Woche. Da hatte die US-Weltraumbehörde Nasa eine Aufnahme veröffentlicht, die aussah wie eine Zufallssammlung verschwommener Bilder. Die Nasa war zwar zufrieden, weil zumindest erkennbar war, dass alle 18 Segmente ein Ergebnis liefern, von beeindruckender Fotografie war die Aufnahme indes sehr weit entfernt. Immerhin reichte sie als Grundlage für die bessere Ausrichtung der Spiegel zueinander.

Am Freitag nun hat die Nasa ein weiteres Bild veröffentlicht, das wiederum 18 einzelne Himmelskörper zu zeigen scheint, wo eigentlich nur ein einziger Stern fokussiert wird. Diese Aufnahme ist allerdings sogar für den Laien, der das erste Bild kennt, eine deutliche Verbesserung.

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Das ursprüngliche Bildmosaik, das 18 zufällig angeordnete Kopien desselben Sterns zeigt, diente als Ausgangspunkt für den Ausrichtungsprozess. Um die erste Phase der Ausrichtung abzuschließen, bewegte das Team die Hauptspiegelsegmente, um die Sternlichtpunkte in einem sechseckigen Bildfeld anzuordnen. Jeder Sternlichtpunkt ist mit dem entsprechenden Spiegelsegment beschriftet, das ihn eingefangen hat. (Quelle: NASA/STScI/J. DePasquale)

Denn nun zeigt sich der fotografierte Stern in einer sechseckigen Anordnung, die der Anordnung der Spiegelsegmente am JWST entspricht. Sie markiert das Ende der ersten von drei notwendigen Phasen zur Spiegelausrichtung. Jetzt wird die Nasa die zweite Phase, das „Segment Alignment“, starten.

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Zwei weitere Kalibrierungsphasen nötig

Dabei werden die einzelnen Spiegelsegmente aufeinander ausgerichtet. Laut Nasa werden dabei Positionierungsfehler der Primär-Spiegel korrigiert und die Ausrichtung der Sekundär-Spiegel auf dieser Basis aktualisiert. Ist das erledigt, wird die dritte Phase, das „Image Stacking“, starten. Dabei wird es darum gehen, die 18 Einzelbilder des Spiegel-Arrays so übereinanderzulegen, dass ein einzelnes scharfes Foto des Sterns dabei herauskommt.

Die Geschwindigkeit, mit der die Nasa vorankommt, lässt darauf hoffen, dass wir die ersten beeindruckenden Bilder schon bald zu Gesicht bekommen werden. Die Nasa hat sich allerdings einen Horizont bis zum Sommer gesetzt. Spätestens dann soll das Teleskop vollständig kalibriert sein.

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