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Weltraumteleskop James Webb erfolgreich gestartet

Jahrelang hat sich der Start des Weltraumteleskops James Webb verzögert. Nun ist es tatsächlich ins All gestartet – was man durchaus als kleines Weihnachtswunder bezeichnen darf.

Von Hannah Klaiber
1 Min. Lesezeit
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Konzeptdarstellung des James-Webb-Teleskops. (Bild: Nasa)

Das Weltraumteleskop James Webb ist an Bord einer Ariane-5-Trägerrakete am Samstag um 13.20 MEZ vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana aus ins All gestartet. Der Start markiert den Beginn einer der am meisten erwarteten Nasa-Missionen seit Jahrzehnten. Denn bei James Webb handelt es sich um das größte und leistungsfähigste Weltraumteleskop aller Zeiten.

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Nach dem Start der Entwicklung 1996 prognostizierte die Nasa die Inbetriebnahme für das Jahr 2007. Aufgrund zahlreicher Schwierigkeiten musste die Fertigstellung aber stets weiter nach hinten geschoben werden. Zuletzt hatten die Corona-Pandemie, Rückschläge bei der Trägerrakete und schlechtes Wetter für Verzögerungen gesorgt.

Dann war es endlich so weit: „Von einem tropischen Regenwald bis an den Rand der Zeit selbst startet James Webb eine Reise zurück zur Geburt des Universums“, sagte Rob Navias, Sprecher der Nasa im Livestream zum Start.

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Thomas Zurbuchen, der Nasa-Wissenschaftsdirektor sagte: „An Bord dieser Rakete sind die Hoffnungen und Träume von Zehntausenden Wissenschaftern, die von den Erkenntnissen dieser Mission profitieren werden. Wir haben das Universum noch nie so gesehen, wie Webb es uns zeigen wird.“

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James Webb wurde gemeinsam von den Weltraumbehörden in Europa, den USA und Kanada gebaut und ist mit Produktionskosten von zehn Milliarden US-Dollar das teuerste Teleskop in der Raumfahrtgeschichte. Nun wird es etwa vier Wochen lang zu seinem Einsatzort in rund 1,5 Millionen Kilometern Entfernung unterwegs sein.

Erkenntnisse über die ersten Sterne der Galaxien

Wissenschaftler:innen erhoffen sich vom James-Webb-Teleskop unter anderen Erkenntnisse über die ersten Sterne und Galaxien, die sich nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren gebildet haben. Außerdem wird sich James Webb auf die Suche nach Hinweisen auf eine mögliche zweite Erde machen.

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Der Einsatz des Weltraumteleskops ist auf fünf Jahre ausgelegt, es ist aber mit Treibstoff zur Lageregelung für zehn Jahre ausgestattet. Das Weltraumteleskop ist nach James Webb benannt, der die Nasa in den Sechzigerjahren leitete.

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