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Nasa-Mission Parker Solar Probe: Raumsonde berührt erstmals Sonne

Noch nie hat sich eine Raumsonde der Sonne so genähert: Die Parker Solar Probe flog bereits im April 2021 durch die Korona, die obere Atmosphäre der Sonne.

2 Min. Lesezeit
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Bei einer Sonnenfinsternis können die Pseudostreamer, die hellen Strahlen rund um die Sonne, auch von der Erde aus deutlich erkannt werden. (Bild: muratart / Shutterstock)

Erstmals hat eine Raumsonde die Sonne berührt: Bereits am 28. April 2021 flog die Sonde Parker Solar Probe durch die Korona. Dazu durchquerte Parker die Alfvén-Oberfläche, die das Ende der Sonnenatmosphäre markiert, und drang in die äußere Sonnen-Atmosphäre ein. Auf der Mission wurden Teilchen und Magnetfelder in der Korona gemessen.

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„Dieser neue Meilenstein ist ein großer Schritt für die Parker Solar Probe und ein großer Sprung für die Sonnenforschung“, heißt es in der Mitteilung der Nasa. Die „Berührung mit dem Material, aus dem die Sonne besteht“ werde der Wissenschaft helfen, mehr über den Stern zu erfahren, der der Erde am nächsten ist.

Sonde Parker durchquert auf Korona-Flug „Zacken und Täler“

Mit dem Eindringen in die Korona ist die Sonde auf etwa 8,1 Millionen Meilen an die Sonne herangekommen. Jedoch ist die Korona nicht gleichmäßig um die Sonne gezogen, sondern unregelmäßig geformt. Die Nasa spricht von „Zacken und Tälern“ die Parker auf seinem achten Sonnenflug durchquert hat.

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Dabei flog Parker auch durch die Pseudostreamer; das sind Strahlen, die aus der Sonne hinausschießen. Während es im Inneren dieser Streamer wohl ein ruhigerer Flug für die Sonde war – die Teilchen beruhigten sich –, ging es im Äußeren umso wilder zu.

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Beweis für Sonnen-Berührung: Teilchen-Flug durch Sonne kontrolliert

Das Magnetfelde, das Parker durchflog, war dabei so stark, dass die Teilchen von der Sonne kontrolliert wurden. Die Nasa sieht darin den finalen Beweis, dass die Sonde die Sonne berührt hat. Zu dem Parker-Flug veröffentlichte die Nasa auch ein Video.

Die Sonne hat keine feste, mit der Erde vergleichbare Oberfläche, sondern eine „überhitzte Atmosphäre, die aus Sonnenmaterial besteht“. Durch magnetische Kräfte und Schwerkraft wird diese Material an der Sonne gehalten. Jedoch gibt es einen Punkt, an dem die Anziehung der Sonne nachlässt: das ist die Alfven-Oberfläche.

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Material, dass die Anziehung der Sonne verlässt, gelangt in diese Oberfläche – der Sonnenwind entsteht. Der kann bis zur Erde – und noch weiter – rasen und hier beispielsweise die Telekommunikation beeinflussen.

Nächster Parker-Flug für Januar 2022 geplant

Die Raumsode Parker Solar Probe ist 2018 mit dem Ziel gestartet, näher an die Sonne zu fliegen als alle anderen Raumsonden vor ihr. Dadurch sollen neue Erkenntnisse über den Stern gewonnen werden. Der nächste Flug von Parker ist für den Januar 2022 geplant – dann soll die Sonde wieder durch die Korona fliegen.

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