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Patent: So kommt Plakat-Werbung in dein nächstes Auto

Viele Werbeplakate sausen beim Autofahren an einem vorbei – bald sollen die Motive über das Infotainmentsystem angezeigt werden. Das könnte die Kaufbotschaften mit deutlicher Distanzverkürzung ausstatten.

2 Min.
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Die Werbung könnte mittelfristig auch auf den Rückbänken abgespielt oder angezeigt werden. (Foto: metamorworks/ Shutterstock.com)

Ein Patent von Ford sieht vor, das Kamerasystem mit einer neuen Funktion zu beauftragen. Die Außenkameras sollen Reklametafeln erkennen und daraufhin deren Inhalte auf dem internen Fahrzeug-Display anzeigen. Das Ziel liegt neben der längeren Wahrnehmungsdauer darin, weitere Informationen wie Telefonnummern, Adressen oder Webhinweise einzublenden. Das berichtet unter anderem Gizmodo.

Angst vor Werbezwang

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Die Distanz zum Kunden soll über die intelligente Analyse der Werbebotschaften verkürzt werden. Das Fahrzeugsystem erkennt dabei Motiv und Kampagne und blendet selbstständig Kontaktdaten oder spezielle Angebote ein. Beobachter spekulieren, Ford könnte dabei mit Werbeagenturen und Plakataufstellern zusammenarbeiten, um das System für die Erkennung zu trainieren. Sie formulieren die Angst, die Werbeeinblendungen könnten irgendwann nicht mehr nur als Option angezeigt werden.

Werbegesponserte Fahrzeuge

Wie es schon bei anderen Produkten der Fall ist, könnten Hersteller die „Werbe-Version“ der Autos günstiger anbieten als die ohne automatische Einblendungen. Ein ähnliches Prinzip verfolgt etwa der E-Book-Reader Kindle: Die werbefreie Version kostet zehn Euro zusätzlich. Andersherum könnte die Werbefreiheit des Infotainmentsystems ein (teures) Extra sein, das Interessenten hinzubuchen müssen, wenn sie von den Einblendungen verschont bleiben wollen.

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Angst vor „Geiselnahme“

Mit der stärkeren Verbreitung von internetfähigen Infotainmentsystemen kamen die ersten Begierden der Werbebranche zutage. Statt des passiven Abbildens von Reklame in der Außenwelt des Fahrers brachte sie den aktiven Weg in die Fahrgastzelle ins Gespräch. Schon vor mehreren Jahren wehrten sich Journalisten gegen die Vorstellung, Werbung in den persönlichen Raum des Fahrzeuginneren zu lassen. Sie fürchteten Pop-ups, nicht schließbare Werbebanner und Pflicht-Einblendungen in Videos. Anlass war damals ein System von Telenav gewesen, mit dem Reklame auf den Infotainment-Screen kommen soll. Im nächsten Schritt seien über ein Head-up-Display auch Einblendungen auf der Windschutzscheibe möglich. Das System soll jedoch im Gegensatz zur nun veröffentlichten Lösung von Ford unabhängig von äußerlichen Faktoren Werbung einspielen. Telenav betont die Vorteile: „Dieser Ansatz hilft Autoherstellern, die Kosten im Zusammenhang mit verbundenen Diensten wie drahtlose Inhalten, Software und Cloud-Services auszugleichen.“ Die Angebote seien hochgradig zielgerichtet und relevant, weil man sie auf der Grundlage von Informationen aus dem Fahrzeug ausliefere. Kritiker befürchten, der Fahrer werde auf mittlere Sicht zur Geisel im eigenen Auto, indem die intelligenten Systeme im Fahrzeug dazu missbraucht werden, dem Kunden Werbung aufzuzwingen. Das Auto müsse ein privater Raum bleiben, wo nur das vor sich gehe, was dem Besitzer beliebe.

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