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Ratgeber

Wi-Fi-6-Router für kleine und große Netzwerke im Überblick

Mit der Verabschiedung des Wi-Fi-6-Standards 2019 sind jetzt die ersten Router auf dem Markt erschienen. Die sorgen nicht nur für ein schnelleres und sichereres Netzwerk, sondern tun das auch mit mehr Geräten gleichzeitig. Wir stellen euch Wi-Fi-6-Router für jede Lebenslage vor.

Von Jake Pietras
5 Min.
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Brauche ich einen Wi-Fi-6-Router? (Foto: Shutterstock)

Hinweis: Wir haben in diesem Artikel Provisions-Links verwendet und sie durch "*" gekennzeichnet. Erfolgt über diese Links eine Bestellung, erhält t3n.de eine Provision.

Wer sich vorab die Frage stellt, ob er wirklich ein Wi-Fi-6-Netzwerk braucht: Es kommt wie immer drauf an. Wenn dein momentaner Router bereits älter ist, du eine 8K-Glotze per WLAN anbinden willst oder die ganze Familie an den entlegensten Ecken des Hauses stabile Verbindungen für Netflix in 4K gleichzeitig braucht: ja.

Brauche ich einen Wi-Fi-6-Router ?

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Wi-Fi-6-Router sind eine Investition in eine datenreiche Zukunft und wenn uns die Vergangenheit eins gelehrt hat, dann, dass man irgendwann einfach mehr Speed braucht. Besonders für Besitzer von Cafés, Coworking-Spaces oder andere, die einen öffentlichen Hotspot anbieten wollen, sollten einen Wi-Fi-6-Router auf die Anschaffungsliste setzen.

Wer dagegen momentan mit dem WLAN zu Hause zufrieden ist, sollte vielleicht noch warten, bis die Geräte günstiger geworden sind. Wie so oft ist neue Technologie anfangs teurer, bis sie den Markt durchdrungen hat. Zudem braucht ihr natürlich auch die entsprechenden Endgeräte, um vom Speed eures neuen Wi-Fi-6-Routers zu profitieren.

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Falls ihr euch aber fit für die Zukunft machen wollt, solltet ihr euch diese Geräte mal ansehen:

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Netgear Orbi 6 (AX6000)

Netgear Orbi 6 AX6000. (Foto: Netgear)

Um ehrlich zu sein, ist es nicht ganz einfach, den Überblick bei den beliebten Orbis von Netgear zu behalten. Braucht ihr aber auch nicht, wenn ihr eh auf Wi-Fi 6 umrüstet, denn hier bietet Netgear nur wenige Modelle, von denen das Nonplusultra der AX6000 sein dürfte. Der sieht, wie seine Vorgänger, spacig und so gar nicht wie ein klassischer Router aus und vereint auch sonst alle Merkmale von Orbis: schnell, einfach einzurichten und sauteuer.

Den Netgear Orbi 6 (AX6000) gibt es nur im Verbund mit mindestens einem Satelliten, der dann aber ganze Etagen mit Mesh-WLAN ausstattet. Die Geräte lassen sich gewohnt einfach einrichten und nutzen neben einem 2,4-Gigahertz- und einem 5-Gigahertz-Netzwerk einen dedizierten zweiten Fünf-Gigahertz-Kanal für die Verbindung zwischen den Orbis. Die haben zusätzlich jeweils vier Gigabit-Ethernet-Ports, unterstützen Alexa und Google Assistant, integrieren eine eigene Sicherheitssuite und können 100 Geräte gleichzeitig verwalten.

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Das Netgear-Orbi-6-System ist ganz klar für performancehungrige Netzwerke gedacht, die auch Multi-Gigabit-Provider mit bis zu 2,5 Gigabit unterstützen. Auf dem Papier und in vielen Reviews scheint das Orbi-6-System der Mount Everest der Wi-Fi-6-Hotspots zu sein und hält seine Geschwindigkeits- und Ausleuchtungs-Versprechen. Was bleibt, ist der für die meisten hohe Preis von rund 780 Euro*. Der ist bei der Qualität sicherlich gerechtfertigt, aber eventuell nicht für jeden vertretbar. Denn es gibt auch gute Alternativen mit weniger Features.

TP-Link Archer AX6000

TP-Link Archer AX1600. (Foto: TP-Link)

Wie zum Beispiel der Archer AX6000 vom Netzwerkausstatter TP-Link für rund 280 Euro*. Das an ein Stövchen angelehnte Design unterstützt Wi-Fi 6 mit OFDMA und MU-MIMO. TP-Link verspricht Geschwindigkeiten bis zu sechs Gigabit pro Sekunde und hat zudem neun Gigabit-Ports verbaut. Der TP-Link Archer AX6000 läuft den schmalen Grat zwischen Performance und Preis recht gut und dürfte von den Spezifikationen her für die meisten Heimanwender dicke ausreichen.

Mit ein paar Software-Kniffen ausgestattet, die langsame und verstopfte Netzwerke verhindern sollen, gibt es außerdem einen USB-C-3.0-Port für den Datentransfer oder das Aufladen von Smartphones. Und für Smarthome-Fans gibt es eine Alexa-Integration, um den Router mit Sprachbefehlen zu steuern.

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Asus ROG Rapture GT-AX11000

Asus ROG Rapture GT-AX11000. (Foto: Asus)

Wer dagegen mehr Wert auf niedrige Latenz und hohe Performance beim Daddeln legt und die auch ohne Kabel gewährleisten will, könnte mit dem Zungenbrecher Asus ROG Rapture GT-AX1100 für rund 360 Euro* glücklich werden. Der ist speziell als Gaming-Router konzipiert und von Haus aus smart genug, um Geräte und Netzwerkpakete zu erkennen, die etwas mit Gaming zu tun haben. Konsolen oder Datenpakete einer Runde Call of Duty zum Beispiel.

Dazu nutzt der Asus ROG Rapture GT-AX11000 einen Quad-Core-Prozessor mit 1,8 Gigahertz und lässt euch euer Netzwerk zusätzlich als Mesh mit anderen Asus-Routern erweitern. Wer gerne das Maximum aus seiner Verbindung herauskitzeln will, kann das mit den zahlreichen Konfigurationsmöglichkeiten im Backend tun. Beispielsweise NAT-Ports für ein bestimmtes Game und Gerät mit ein, zwei Klicks öffnen. Für Fans von Statistiken lassen sich alle Netzwerkverbindungen überwachen und wer dann doch mal Ethernet braucht, darf sich über einen 2,5-Gigabit-Port freuen.

Fritzbox 5530 / 5550 / 6660

Fritzbox 6660. (Foto: AVM)

Den bringen auch die neuen Fritzboxen von AVM mit, die besonders in Deutschland sehr beliebt sind. Die beiden Fünfer-Versionen sind für Gigabit per Glasfaser-, die Sechser per Kabelanschluss (DOCSIS 3.0 und 3.1) ausgelegt* und verteilen die mit 600 Megabit pro Sekunde (2,4 Gigahertz), beziehungsweise 2,4 Gigabit pro Sekunde (fünf Gigahertz) an die Geräte. Laut AVM sind das die realistischen Werte, die bei der Nennleistung von zwei Mal drei Gigabit pro Sekunde erreicht werden. Einen entsprechenden Internetanschluss und Endgeräte vorausgesetzt.

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Ansonsten bringen die Fritzboxen die bekannt-beliebten Features zur Smarthome-Anbindung und Verwaltung von Telefonen per DECT und die Möglichkeit zum Mesh-Ausbau mit. Hier ist vor allem die Fritzbox 5550 interessant, denn sie kann dank G.fast das DSL per Kupferkabel an eine zweite 5550-Box leiten. Dazu gibt es zum 2,5-Gigabit-Port vier zusätzliche Gigabit-Anschlüsse für stationäre Devices. Die Fünfer-Reihe ist bei der Veröffentlichung dieses Artikels noch nicht auf dem Markt, die Kabelversion Fritzbox 6660 für rund 225 Euro dagegen schon.

Netgear Nighthawk MK62 / MK63

Netgear Nighthawk MK63. (Foto: Netgear)

Was Netgear mit der Orbi-Serie kann, gibt es in abgespeckter Variante auch zu einem erschwinglichen Preis von rund 230 Euro*. Netgears Nighthawk MK62 ist ein zwei- oder dreiteiliges Mesh-System, das WLAN-Abdeckung von 250 Quadratmetern mit Wi-Fi 6 verspricht. Maximal 25 Geräte können dann auf vier Streams verteilt 1,8 Gigabit pro Sekunde empfangen.

Die Wi-Fi-6-eigenen OFDMA und MU-MIMO sind genauso an Bord wie ein Gigabit-Port pro Gerät. Für preisbewusste Käufer ist das Mesh-System von Netgear sicherlich eine gute Option, wenn ihr jetzt nicht Lichtgeschwindigkeit in jeder Ecke und tiefgehende Konfigurationsmöglichkeiten oder Anschlüsse braucht.

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Ergibt Wi-Fi 6 2020 Sinn?

2020 ist das Auftaktjahr von Wi-Fi 6, was heißt, dass ihr mit hoher Wahrscheinlichkeit eure Router noch nicht austauschen müsst, wenn ihr eh noch keine passenden Geräte habt. Wer aufrüsten muss, sollte dagegen direkt zu einem Wi-Fi-6-fähigen Router greifen und hat dann vermutlich fürs nächste Jahrzehnt erst mal Ruhe.

Zusätzlich kann sich ein Blick auf Mesh-Netzwerk-Router lohnen, wenn ihr eine bessere Abdeckung und mehr Speed braucht. Einen entsprechenden Mesh-Wlan-Router-Guide findet ihr hier.

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