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Youtube ist ein Problem für Putin – Russland wehrt sich

Russische Staatsmedien kontrollieren die örtlichen Fernsehprogramme größtenteils. Youtube ist darum zu einer Plattform geworden, auf der Staatskritiker sich äußern können. Russland geht allerdings dagegen vor.

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Russland geht gegen Kritiker auf Youtube vor. (Foto: Fotogrin/Shutterstock)

Youtube ist eine der beliebtesten Social-Media-Plattformen in Russland. Das liegt unter anderem daran, dass Dienste wie Facebook, Twitter und Tiktok aus dem Land verbannt wurden. Youtube bietet Russland-Kritikern eine Plattform, um sich mehr oder weniger frei zu äußern, da es nicht direkt vom russischen Staat kontrolliert wird.

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„Mit minimalen Mitteln konnten wir quasi einen direkten Konkurrenten zu Putins Propagandafernsehen etablieren“, sagt Wladimir Milow, ein ehemaliger stellvertretender Minister der russischen Regierung und langjähriger Mitarbeiter von Nawalny, im Gespräch mit Wired.

Milow, der selbst über 500.000 Abonnenten hat, ist einer von vielen Kritikern mit erfolgreichen Kanälen, darunter auch Leonid Wolkow und Dasha Nawalnaja, die Tochter von Alexei Nawalny.

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Zusammen mit unabhängigen Medien erreichen die Russland-Kritiker schätzungsweise 10 bis 15 Millionen russische Zuschauer und etwa 20 Millionen Zuschauer außerhalb Russlands.

Russland wehrt sich

Der russische Staat geht jedoch gegen seine Kritiker vor. Laut eines Transparenzberichtes von Google hat Russland seit 2022 Tausende Anfragen zur Entfernung von Inhalten eingereicht.

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Darunter fallen knapp 67.000 Anfragen wegen nationaler Sicherheit, über 200 wegen Kritik an der Regierung und eine wegen Verstoßes gegen das Wahlgesetz. Über 1.000 Anfragen forderten die Entfernung von insgesamt über einer Million Inhalten, einschließlich ganzer Kanäle, Videos oder Kommentare.

Google hat über 80 Prozent dieser Anfragen zugestimmt. Ein Sprecher des Unternehmens berichtet, dass mehr als 12.000 Kanäle und 140.000 Videos in Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg entfernt wurden, darunter aber auch Inhalte von Pro-Putin-Propagandisten, vom Kreml kontrollierte Medien und Beiträge des russischen Außenministeriums.

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Unabhängige Nachrichten für russisches Fernsehen

Eine Gruppe namens Denis Diderot Committee wollte sich deshalb nicht auf Youtube verlassen. Zusammen mit Reporter ohne Grenzen baten sie Satellitenanbieter darum, unabhängige Nachrichten an russische Satellitenschüsseln zu senden.

Ende letzten Jahres hatten sie damit Erfolg: Der Anbieter Eutelsat sendet nun unabhängige russische Nachrichten auf insgesamt elf Sendern. Dadurch erreichen sie rund 4,5 Millionen Haushalte im Land, die jetzt nicht mehr nur auf die Staatsmedien angewiesen sind.

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