
Zwischen Müll und Dreck verbergen sich einige Schätze – und ein I-Aah-Plüschtier. (Screenshot: Youtube)
Die Youtuber Aimee und Korbin verdienen ihr Geld als Reseller. Mit ihrem Channel „Cheap Finds Gold Mines“ dokumentieren sie dabei ihre Entdeckungen. Normalerweise treiben sich die beiden auf Flohmärkten und ähnlichen Schnäppchenjägerparadiesen herum. Nachdem ein Zuschauer sie allerdings auf ein unheimliches Haus aufmerksam machte, machten sich die Youtuber auf den Weg, um dem geheimnisvollen Ort einen Besuch abzustatten. Für diese Entscheidung wurden sie belohnt, denn zwischen Dreck und Müll lag eine verborgene Fundgrube aus Videospielen, VHS-Kassetten und weiteren Sammlerstücken. Viele der Mainstream-Hits wie „The Legend of Zelda: The Wind Waker“ oder der Kultklassiker „Drakengard“ für die Playstation 2 waren dabei noch originalverpackt. Das steigert den Sammlerwert noch einmal enorm.
Insgesamt nahmen die Youtuber drei Videos auf, die jeweils rund 30 Minuten lang sind. Vom ersten Betreten des Messie-Hauses bis hin zur Wertbestimmung der einzelnen Objekte wird alles genau dokumentiert. Der Boden des Hauses ist nahezu unbetretbar, da er von einem Mix aus Deckentrümmern und vergammelten Pappkartons übersät ist. Ein Kakerlakenbefall ist auch nicht von der Hand zu weisen. Wie die beiden Schatzsucher zugeben, waren sie auf diesen Zustand nicht vorbereitet. Statt Schutzanzügen und Handschuhen tragen sie kurze Hosen und Turnschuhe.
Spiele auch von hohem emotionalen Wert
Während ihrer kleinen Forschungsreise wurde Aimee sogar von einer Spinne gebissen, doch das nahm sie gerne in Kauf. Zusammen mit Korbin schleppte sie am Ende eine große Zahl an PS2-, Xbox-360- und Nintendo-Game-Cube-Spielen aus dem heruntergekommenen Gemäuer. Dazu gesellten sich eine Reihe von Game-Informer-Magazinen. Das Hauptaugenmerk der beiden lag dabei auf ungeöffneten Spielen, sodass sie vermutlich hunderte Spiele zurückließen, die nicht mehr im Originalzustand waren.
Wie das Duo gegenüber Kotaku mitteilte, beträgt der Gesamtwert der gefundenen Spiele etwa 100.000 US-Dollar. Für all diejenigen, die sich jetzt fragen, warum in diesem Haus so viele seltene Videospiele waren, gibt es am Ende des zweiten Videos eine Erklärung. Eine Frau namens Stephanie liefert den nötigen Kontext. Das Anwesen gehörte ihrem Onkel, der allerdings im Jahr 2019 aufgrund einer Krankheit ausziehen musste. Nachdem er einen geliebten Menschen verloren hatte, begann er mit dem Sammeln von Videospielen, die so auch einen enormen emotionalen Wert für ihn hatten.
Korbin bestätigte Kotaku, dass das Haus abgerissen werden und der gesamte Inhalt auf der Mülldeponie landen sollte. „Wir retten diese Videospiele, wir retten ein Stück Geschichte und wir retten ein Stück vom Herzen dieses Typen“, sagt Aimee. Und ein bisschen Kohle machen sie natürlich auch noch.
Das wird auch die deutsche Urbexerszene umkrempeln. :D