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Daimler investiert in europäischen Zellfertiger von Stellantis und Total

In einer Kooperation mit Stellantis und dem französischen Ölmulti Total tritt Dailmer dem Zellfertigungsprojekt ACC bei. Das soll mithilfe von 7 Milliarden Euro einen Teil des Bedarfs decken.

2 Min. Lesezeit
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Daimler heißt nicht mehr Daimler. (Foto: Tobias Arhelger / shutterstock)

„Gemeinsam mit ACC werden wir Batteriezellen und -module in Europa entwickeln und effizient produzieren – maßgeschneidert auf die spezifischen Anforderungen von Mercedes-Benz“, kündigt Daimler-Chef Olaf Källenius an. Damit ist klar, mit wessen Hilfe er den Bedarf von 200 Gigawatt Zellkapazität bis 2030 decken will: Automotive Cells Company (ACC). Der große Bedarf kommt durch die Pläne der Stuttgarter zustande, bis 2030 nur noch elektrische Fahrzeuge anzubieten.

Selbstbau statt Zukauf

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Im Zuge dieser Strategie hatte Källenius angekündigt, mit Partnern eigene Zellen zu produzieren. Zuvor hatte er noch gegen den Willen des Betriebsrates die konzerneigene Zellfertigung auf Eis gelegt und stattdessen die Komponenten von Drittherstellern wie CATL und Farasis eingekauft. Das führte zum Einstieg bei dem chinesischen Fertiger Farasis, der zuletzt in die Schlagzeilen geraten war. Nun wird klar, wer zumindest einer der neuen Fertigungspartner ist: ACC. Das Unternehmen, das der Autoriese Stellantis (Fiat, Peugeot, Opel u.a.) gegründet hat, will bis zum Ende des Jahrzehnts etwa 120 Gigawattstunden an Zellkapazität herstellen. Bisher baut das Unternehmen Fabriken in Douvrin und Kaiserslautern aus – nun verkündet er eine Verdopplung der Kapazitäten. Wie viel davon an Daimler geht, wurde nicht bekannt. Die EU unterstützt das Projekt seit 2018, um im weltweiten Wettlauf um Batteriekapazitäten mitzuhalten.

Allianz keine Auswirkung auf Deals mit asiatischen Zuliefern

Daimler investiert einen dreistelligen Millionenbetrag in ACC, um eine Drittel-Beteiligung zu erhalten. Der genaue Preis bleibt ungenannt. Er liege unter einer Milliarde, schreibt Daimler. Dafür erhält der Konzern zwei der sechs Aufsichtsratssitze, je zwei besetzten Stellantis und Total. Daimler betont, die Allianz mit dem „europäischen Batteriechampion“ (Pressetext) habe keinerlei Auswirkungen auf die Verträge mit Farasis und CATL. Sie diene dazu, eine „Mercedes-Zelle“ zu entwickeln. Wörtlich: „Ziel der Partnerschaft ist die gemeinsame Entwicklung von Zellen und Batteriemodulen, die den hohen Anforderungen an Energiedichte, Ladeleistung und Performance von Mercedes-Benz gerecht werden.“ Damit ist klar, dass Mercedes andere Komponenten wünscht, als jene, die für Stellantis gefertigt werden. In diesem Spagat bestehe die Herausforderung für den französischen Zell-Hersteller, schreiben Fachleute.

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