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Entwicklung & Design

Zuckerberg-Syndrom: Seth Priebatsch will „Game Layer“ über die Welt streifen

Seth Priebatsch ist 22 Jahre alt, hat mit SCVNGR bereits seine dritte Firma gegründet und gibt selbstbewusst bekannt, er werde das Jahrzehnt der Spiele bereiten. Experten attestieren dem Entwickler und Jungunternehmer das Zuckerberg-Syndrom. Mit SCVNGR will er die Welt der Spiele revolutionieren und etwas schaffen, was Mark Zuckerberg mit Facebook für soziale Netzwerke geschaffen hat. Seth Priebatsch - eine Gratwanderung zwischen Genie und Wahnsinn.

Erste Unternehmensgründung mit 12 Jahren

Sein erstes Unternehmen mit dem Namen „Giftopedia“ gründete Priebatsch im Alter von zwölf Jahren. Mit der finanziellen Unterstützung seiner Eltern baute er eine Website zum Vergleichen von Preisen auf. Auf bis zu acht Angestellte in Indien und Russland brachte es das Projekt. Seine Angestellten wussten nicht, wie alt er war und er sagte es ihnen auch nicht. Dank des Internets war kein Aufeinandertreffen nötig und so lief die Kommunikation über Skype und E-Mail Verkehr ab. Priebatsch sagt, mit der Geschäftsidee sei er zu spät dran gewesen und so verkaufte er die Domain für einen fünfstelligen Betrag.

Den zweiten Versuch, als Unternehmer Fuss zu fassen, startete Priebatsch mit 17 Jahren. „PostcardTech“ sollte das Unternehmen heißen, das sich zur Aufgabe gemacht hatte, Touristenattraktionen und Universitäten mit selbst entwickelten mini-CDs zu Promotionszwecken zu versorgen. Zu dem Zweck mietete der junge Unternehmer sogar einen Teil einer Fabrikhalle in China, ohne jemals vor Ort gewesen zu sein. Priebatsch hat das Unternehmen an Freunde abgegeben, die sich jedoch nicht weiter darum bemühten, dennoch - einen gewissen finanziellen Gewinn, dessen Höhe er nicht verrät, konnte Priebatsch erwirtschaften.

Seth Priebatsch, aufstrebender Jungunternehmer. Will die Spielewelt revolutionieren (Foto: Kevin Krejci / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

SCVNGR soll das Jahrzehnt der Spiele begründen

Derzeit bestreitet Seth Priebatsch mit SCVNGR seinen dritten Anlauf, der, glaubt man den Worten des selbstbewussten Jungentwicklers, der ganz große Wurf werden soll. War das letzte Jahrzehnt das Jahrzehnt der Sozialen Netzwerke, so wird das nächste das der Spiele, glaubt Priebatsch und sieht sein Unternehmen SCVNGR als den Wegbereiter dieser Zeit. Priebatsch will, so sagt er, den Planeten unterhaltsamer, fesselnder machen und den Menschen einen neuen Weg geben, mit Unternehmen zu interagieren. Was Facebook für Social Networks ist, soll SCVNGR für Spiele werden. Der zielstrebige Princeton-Student startete das Unternehmen in der Uni, als sein Projekt eines Wettbewerbs für unternehmerische Ideen -  Priebatsch gewann den Preis, heimste die 5.000 US-Dollar Belohnung ein und konnte wenig später einen Investor finden, der weitere 35.000 US-Dollar investierte. Bald wurde Highland Capital Partners, ein Unternehmen, das in der Risikokapitalbranche tätig ist, auf ihn aufmerksam und investierte 750.000 US-Dollar in den jungen Unternehmer.

Heute hat SCVNGR sechzig Mitarbeiter, viele von ihnen waren bereits an erfolgreichen Start-ups beteiligt. SCVNGR ist ein Spiel und eine Plattform für Spiele zugleich. Inhalt des Standortbasierten Spiels für Smartphones sind Challenges in Restaurants, Stores, im Theater oder sonstiger Location, denen der Nutzer sich stellen kann - für das Bestehen gibt es Belohnungen in Form von kleinen Goodies. Wer Lust hat, kann selbst Challenges basteln und der Öffentlichkeit zugänglich machen - und diese Lust scheint geweckt zu sein: 20 Millionen Challenges sind derzeit in den USA zugänglich. Darüberhinaus beauftragen Unternehmen wie Sony oder Warner Bros. SCVNGR gegen Geld damit, ihre Challanges zu programmieren und zu koordinieren.

Seth Priebatsch arbeitet jeden Tag von acht Uhr morgens bis zehn Uhr abends. Er strahlt Freude aus, bei dem was er tut. Priebatsch arbeitet sechundneunzig Stunden am Stück, wenn es sein muss - sein Büro ist zu seinem zu Hause geworden. Ob sich SCVNGR gegen Foursquare, Gowalla und Co. durchsetzen kann, muss sich zeigen. Klar ist, dass Priebatsch nicht müde werden wird zu versuchen, der Welt seinen „Game Layer“ überzustreifen. Man darf gespannt sein, was wir in Zukunft von Seth Priebatsch hören werden.

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Bildnachweis für die Newsübersicht: (Foto: Kevin Krejci / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

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3 Reaktionen
Christian

Hätte mir trotzdem einen anderen Namen zugelegt. Ob das so ein grosses Ding wie Facebook wird... mal sehen. Haben ja schon mehrere Projekte von sich behauptet.

Thomas

@Andreas
der Name ist "Scavenger" ohne Vokale, "scavenger hunt" ist englisch für Schnitzeljagd.

Andreas Lenz

Globaler Game Layer klingt spannend, aber der Firmenname ist leicht gewöhnungsbedurftig oder?

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