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10 Tipps für Amazon-Händler: So findest du das richtige FBA-Produkt

Lieferung von Amazon-Paketen. (Foto: Shutterstock)

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Die meisten Onlinehändler stehen am Anfang ihrer Karriere einer schwierigen, aber essenziellen Frage gegenüber: Wie finde ich das richtige Produkt?

Natürlich gibt es kein Geheimrezept für den garantierten Erfolg eines FBA-Produkts. Manchmal sind Produkte nur kurzzeitig beliebt, manchmal gibt es schon zu viel Konkurrenz auf dem Markt und manchmal floppt ein Produkt auch einfach.

Um sagen zu können, was genau ein gutes Produkt ausmacht, ist es ratsam, Gemeinsamkeiten bereits erfolgreich verkaufter Artikel herauszufinden, zu vergleichen und den wahrscheinlichen Erfolg bereits im Vorhinein einzuschätzen.

Tipp 1: Die Bestseller-Liste von Amazon

Um einen ersten Überblick über Produkte zu bekommen, die sich gut auf Amazon verkaufen lassen, empfiehlt sich ein Blick auf die Bestseller-Liste von Amazon.

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Hier werden die 100 populärsten Produkte mit den höchsten Verkaufszahlen in den jeweiligen Produktkategorien von Amazon dargestellt – auf einen Blick siehst du, was gerade in der jeweiligen Kategorie am meisten gekauft wird und wo die Nachfrage am höchsten ist. Diese Listen werden stündlich aktualisiert, um immer eine möglichst genaue und aktuelle Bewertung der Verkaufserfolges anzuzeigen. Das Bestseller-Ranking zeigt also, was gefragt ist und was gut verkauft wird.

Wenn du dich an diesen Listen orientierst, solltest du auch selbst bald auf ein geeignetes Produkt stoßen. Man muss ja nicht immer etwas Neues erfinden – zu wissen, welches Produkt man gut verkaufen kann und dann die Herstellung auszulagern, um sich nur noch um den Verkauf zu kümmern, ist vor allem bei Amazon FBA keine Seltenheit.

(Screenshot: Maximilian Gampl)

Es gibt zwar oft viel Konkurrenz, aber es lohnt sich für einen ersten Überblick, und wenn man weiter in die verschiedenen Unterkategorien vordringt, kann man außerdem ideal mit einer Analyse beginnen. Natürlich nimmt die Zahl der Konkurrenten mit zunehmender Spezifizierung fortlaufend ab.

Tipp 2: Amazon-Listings mit wenigen Reviews

Einer der Schlüssel zum erfolgreichen Verkauf bei Amazon ist, auf der ersten Seite der Suchergebnisse angezeigt zu werden. Also konzentriere dich bei der Suche nach einem neuen Produkt auf dort befindliche Listings.

Jetzt sieh dir die Listings an, die weniger als 30 bis 50 Kundenbewertungen haben. Amazons Algorithmus bewertet Listungen primär auf der Grundlage von Bewertungen. Je weniger Bewertungen also ein konkurrierendes Produkt besitzt, desto schneller kann man selbst als Händler höhere Rankings erzielen – vorausgesetzt, Absatz und Bewertungen stimmen.

Natürlich sollte man dementsprechend Maßnahmen ergreifen, um Kunden zu ermutigen, das Produkt zu bewerten. Die Möglichkeiten hierfür sind vielfältig und reichen von Promotion bis hin zu E-Mail-Listen oder Produkttestern. Dein eigenes Listing muss natürlich dann optimiert und mit relevanten Keywords versehen werden. Auch hier lohnt es sich, einen Blick auf die erfolgreichen Konkurrenten zu werden.

Tipp 3: Die Präpositions-Taktik in der Suchleiste

Die sogenannte Präpositions-Taktik ist ein netter Trick, um mögliche neue Produkte für deinen Produktkatalog zu finden.
Gib einfach – wie auf dem Bild – in der Suchleiste in Amazon ein Produkt ein, das du bereits verkaufst.

(Screenshot: Maximilian Gampl)

Füge verschiedene Präposition wie „für“ oder „mit“ ein. So siehst du, mit welchen Spezifikationen dein Produkt gesucht wird und kannst das Angebot entsprechend anpassen, beziehungsweise spezifizieren.

Tipp 4: Nutze Social Media für die Suche

Auch soziale Netzwerke sollten bei der Suche nach neuen Produkten berücksichtigt werden. So gibt es beispielsweise auf Facebook einige Gruppen mit Produkttestern, die du zu deinem Vorteil nutzen kannst.

In diesem Gruppen bieten normalerweise Händler und Produzenten ihre Produkte an, um Bewertungen zu sammeln, Produkteinführungen zu pushen oder generell, um Feedback zu erhalten. Allerdings können auch Rückschlüssen gezogen werden, welche Produkte sich gut verkaufen lassen und worauf es vielen Kunden bei einem bestimmten Produkt ankommt.
Auch andere Social-Media-Kanäle wie Instagram können bei der Produktsuche durchaus hilfreich sein. Mit Hashtags kannst du dort die Suche nach bestimmten Produkten noch verfeinern und siehst, was gerade angesagt ist. Außerdem können Rückschlüsse auf beliebte Formen, Farben, Designs und so weiter gezogen werden.

Tipp 5: Tools, Tools, Tools

Da die Produktsuche kein neues „Problem“ ist und sich mehr oder weniger alle Amazon-Händler damit auseinandersetzen müssen, gibt es Tools und Freeware, die angehenden Amazon-Sellern die Suche erleichtern soll. Die wohl bekanntesten in diesem Zusammenhang sind Helium 10 und Jungle Scout.

Mit diesen Tools kannst du quasi den gesamten Amazon-Marktplatz nach bestimmten Kriterien filtern. Diese Kriterien können beispielsweise die Anzahl der Bewertungen oder die jeweilige Preisspanne sein.

Tipp 6: Lasse dich auf Messen inspirieren

Messen sind ein großartiger Ort, um mit Herstellern ins Gespräch zu kommen und sich verschiedene Produkte zeigen zu lassen. In Europa, vor allem im deutschsprachigen Raum, gibt es jährlich unzählige Messen, auf denen Produzenten und Händler ihre Produkte vorstellen und anbieten. Dazu gehören die Gamescom, die für alle Gamer und Spielebegeisterte interessant ist, oder ein Besuch bei der Viscom.

So können Amazon-Händler nicht nur Produkte finden, sie können auch potenzielle Produzenten kennenlernen, sich von der Qualität überzeugen und generell wichtige Kontakte knüpfen.

Tipp 7: Was treibt der Einzelhandel?

Auch wenn der Onlinehandel sich weiterhin immer größer werdender Beliebtheit erfreut, kann man vor allem für die Suche nach einem neuen Produkt einen Blick auf den Einzelhandel werfen. Dabei musst du eigentlich nur durch die Stadt bummeln, wie sonst auch, nur den Blickwinkel ein wenig ändern: Sieh dir die Geschäfte aus der Perspektive eines Händlers an, nicht aus der eines Konsumenten.

Noch einmal: Es geht bei Amazon FBA nicht primär darum, eine Weltneuheit anzubieten. Herauszufinden, welche Produkte wann und wo gut zu verkaufen sind, reicht völlig aus.

Tipp 8: Think outside the Box

Die Outside-the-Box-Strategie ist zwar auf den ersten Blick schwierig umzusetzen, allerdings lohnen sich solche Konzepte immer mehr. Nischen ändern sich, der Onlinemarkt unterliegt einem ständigen Wandel. Mit herkömmlichen Methoden und Herangehensweisen hebt man sich oft nur selten von der Konkurrenz ab, außerdem kann ja mehr oder minder genau auf die gleichen Ressourcen und Quellen zurückgreifen.

Wer im Umkehrschluss unkonventionell denkt und vielleicht auf bestimmte zu erwartende Trends reagieren will, für den kann sich dieser Weg durchaus lohnen. Das bedeutet „ungewöhnliche“ Marketingmaßnahmen, ein neues Alleinstellungsmerkmal oder neue Strategien. Beispiel gefällig? Als Glasermeister Sven Sterz auf Facebook mit einem Video nach Azubis suchte, ging sein Video viral. Die Resonanz war überwältigend und er konnte sich vor Bewerbungen kaum noch retten.

Tipp 9: Frag die Community

Entgegen der Meinung, dass sich die meisten Amazon-Händler als Konkurrenten sehen, ist es vielmehr eine eingeschworene Gemeinschaft. Sowohl auf Facebook als auch in verschiedenen Foren, auf Events oder wo auch immer – es gibt viele Händler, die bereit, sind ihr Wissen zu teilen und bei Fragen zu helfen.

Deswegen bietet es sich, auch mit anderen Händlern über gegebenenfalls geplante Schritte zu sprechen, um sich abzusichern beziehungsweise um gefloppte Produkte nicht erneut anzubieten.

Tipp 10: Prospekte und Werbebeilagen

Die wohl unpopulärste Art, neue Produkte zu finden: das Durchblättern der Werbeprospekte in der Post. Zwar landen bei den meisten Menschen diese Beilagen direkt im Altpapier, die großen Discounter wissen aber auch, was sich im Moment gut verkaufen lässt. Es gibt kaum Produkte, die dort zwar aufgeführt sind, sich derzeit keiner hohen Nachfragen erfreuen können.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wirf deine Prospekte und Werbebeilagen nicht immer gleich weg, sondern lass dich vom dortigen Angebot inspirieren. Es wird sich lohnen!

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Ein Kommentar
MartinSD
MartinSD

Kleiner Tipp: Mit ShopDoc kann man potenzielle Produkte nicht nur nach bestimmten Filtern suchen, z.B. BSR < 2000, Verkaufspreis mindestens 25 Euro, Größe, Kategorie, Optimierungsstand usw., sondern auch nach Umsatzvolumen. So siehst Du direkt, welche Produkte z.B. ein hohes Suchvolumen haben, aber auch schlecht optimiert sind (in der Regel interessantes Potenzial).
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