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10 Tipps für bessere Linkedin-Werbung

Die größten Tech-Plattformen der Welt wollen gemeinsam Corona-Falschmeldungen bekämpfen. (Foto: Shutterstock)

Nachdem das strategische Konzept steht und man einen integrierten Ansatz für die Kombination aus Advertising und Content-Marketing auf Linkedin gefunden hat, geht es darum, das richtige Werbemittel zu finden und zu definieren, was mit den generierten Leads passiert.

Man kann es sich ganz einfach machen. Linkedin verfügt über eine sogenannte DCO-Engine. Ähnlich wie Facebook, Google oder inzwischen auch Snapchat. Wenn es um reine Bild-Text-Anzeigen geht, gibt man Linkedin einfach die Assets und lässt das System selbst Varianten daraus erstellen und ausspielen. Das System kann aus fertigen Varianten schöpfen, die man selbst mitgibt, zum Beispiel unterschiedlichen Bildmotiven, es kann aber auch aus nur einer einzigen hochgeladenen Version von Texte und Bild Hunderte unterschiedlicher Bannerformate ableiten.

Der erfahrene Linkedin-Berater Alexander Böcker von den Social Marketing Nerds mahnt allerdings, dass man unbedingt darauf achten sollte, dass man die Reports von Linkedin auch richtig auswerten kann, um zu sehen, was funktioniert und was nicht. In der Verlockung der automatischen Erzeugung von Werbemitteln liegt ja auch immer die Gefahr einer wachsenden Abhängigkeit, wenn man nicht versteht, wie die Ergebnisse zustande kommen.

Sales Process

Die drei befragten Unternehmen Thyssenkrupp, Liebherr und Hapag Lloyd setzen Linkedin-Ads sowohl für Markenbildung als auch für Neukundengewinnung und für CRM ein. Besonders das Thema Neukundengewinnung ist spannend, denn es kann von Netzwerkeffekten gewaltig profitieren.

Auch bei Liebherr ist man sehr vorsichtig, die Targeting-Parameter zu eng zu wählen. Daher gibt es einen zweistufigen Kampagnenprozess: In einer ersten Phase wird eher breit ein Thema gestreut. Aus den Klickraten und den Linkedin-Reports werden dann Zielgruppen abgeleitet, die sehr spitz adressiert werden. „Bei diesem Schritt ist das Sales-Team auch direkt involviert“, meint Julian Priebe von Liebherr.

Auch Thyssenkrupp und Hapag Lloyd haben längst Standardprozeduren entwickelt, wie man die neuen Kontakte, die auf Linkedin erzeugt werden, strukturiert und gewinnbringend an den Vertrieb weitergibt. In Hamburg gibt es zum Beispiel ein monatliches Reporting, das an die „Digital 100“ geht, das sind die Mitarbeiter, die weltweit die Schnittstelle zur lokalen Sales-Organisation bilden, um digitale Produkte zu verkaufen.

In Essen baut Mike Kleinemaß regelmäßig eine Powerpoint mit den wichtigsten Ergebnissen zusammen. Darin stehen auch ganz konkret die Firmen drin, die laut Linkedin-Statistik Interesse an seinen Themen haben. Die Informationen werden an den Vertrieb unddas Business-Development weitergeleitet.

Advertising und Content-Marketing gehen Hand in Hand

Linkedin-Advertising und Linkedin-Content-Marketing gehen Hand in Hand. Das ist noch stärker als bei Facebook, da insgesamt schon mehr „Business“ gesprochen wird als Privates.

Um das Maximum aus Linkedin-Werbung herauszuholen, braucht es also eine bereits vorhandene Content-Architektur, die als Landingpages für die Anzeigen dienen kann, samt qualifizierter Strecke für die Lead-Generierung über Probefahrten, Whitepaper, kostenlose Beratung und Co.

Mindestens genauso wichtig ist aber die enge Kooperation mit dem Vertrieb. Diese Mitarbeiter können die eingehenden Kontakte nicht nur veredeln, sondern liefern auch spannende Anregungen für Kampagnen, weil sie das Ohr am Markt haben und wissen, wo den Kunden der Schuh drückt. „Wir nehmen wahr, dass der Vertrieb ein verstärktes Interesse an den Kampagnen hat, Linkedin ist für die Firmengruppe eine sehr wichtige Plattform“, fasst Julian Priebe für Liebherr zusammen.

10 Tipps für bessere Werbemittel auf Linkedin

1. Lead Generation Ads – Wenn man die Marke nicht kennt

Alexander Böcker von den Social Marketing Nerds erklärt in einem Webinar, dass die Lead Generation Ads nur bedingt gut funktionieren, weil der Prozess insgesamt sehr schlank ist. „Man kann da deutlich mehr machen“, sagt er. Andererseits muss der User Linkedin nicht verlassen, was besonders dann spannend sein kann, wenn er misstrauisch ist oder wenig Zeit hat.

2. Jede Kampagne bekommt eine Landingpage

Eigentlich ein No-Brainer, aber es wird immer wieder vergessen: Wer etwas Spezifisches bewirbt, muss auch auf der Landingpage spezifisch sein. Gerade auf Linkedin handelt es sich fast immer um ein integriertes Paket aus Content und Ads.

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4 Kommentare
Adrian
Adrian

„Klassische Anzeigenkampagnen werden nach 48 Stunden gestoppt. “

Was genau ist damit gemeint? Ich finde dazu nicht so richtig was. Kampagnen werden nach 48 Stunden gestoppt?

Antworten
Frank
Frank

Ja, Adrian, das war durch das Kürzen etwas missverständlich geworden. Das Frequency Capping von LI macht, dass jeder User ein einzelnes Creative nur einmal alle 48 Stunden zu sehen bekommt. Der Tipp wäre also pro Kampagne vier verschiedene Creatives zu bauen. Das zeigt LI dem User maximal von einer Quelle in 48 Stunden. Und Alexander Böcker hat getestet, dass das auch mit dem gleichen Creative funktioniert, wenn es vier mal als unterschiedliche Kampagnen deklariert wird.

Antworten
Adrian Burkhart
Adrian Burkhart

Ah, alles klar. Vielen Dank!

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Marian Pohl

Gerade Punkt 2 „Jede Kampagne bekommt eine Landingpage“ ist ein sehr relevanter Faktor.

Viele Werbetreibende – nicht nur auf LinkedIn, auch Facebook & Co. – streuen zu allgemeine Werbebotschaften, ohne klare, spezifische Nutzenkommunikation für die gewünschte Zielgruppe.

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