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20 Prognosen für 2020: Das wird laut Experten für Digitalarbeiter wichtig

(Foto: chainarong06 / Shutterstock)

Was bringt uns 2020, was geht, was bleibt? 20 Expert*innen haben sich dazu Gedanken gemacht.

20 Experten, 20 Prognosen: Nextmedia Hamburg hat herumgefragt und zeigt die relevantesten Technologien, Innovationen und Entwicklungen der Medien- und Digitalbranche für das Jahr 2020 auf. Kategorisiert in die Abschnitte „Future of Storytelling“, „New TV“, „Enabling Technologies“ und „Business-Model-Innovation“ geben Experten wie Jeremy Caplan (City University of New York), Britta Schewe (Rocket Beans TV), Henry Mason (Trendwatching) und Christina Elmer (Spiegel) einen Vorgeschmack darauf, was Nutzer und Anbieter im neuen Jahr erwartet. Wie sich mehrwertige Journalismus-Angebote von der Masse abheben können und welche Geschichten im Bewegtbild-Bereich besonders erfolgsversprechend sind, thematisiert der Trendbericht ebenso wie die Fragen, welche technologiegetriebenen Innovationen den Markt durchdringen werden und wo zukünftig Potenziale für Einnahmequellen liegen.

Future of Storytelling

Visual Journalism

Das Jahr 2020 wird einen Wendepunkt im visuellen Journalismus darstellen, vor allem für interaktive Video-Formate: Der Aufstieg von Videosoftware-Diensten wie Eko, Verse, Wirewax und Rapt wird eine wachsende Anzahl von Editor*innen dazu befähigen, spannende Geschichten zu kreieren. Die Nutzer*innen werden zunehmend selbstständig entscheiden können, wie Geschichten entstehen und welche Zutaten ein Video-Rezept enthält.

Jeremy Caplan, City University of New York

Storys vor Feeds

Storys werden auch 2020 die sozialen Netzwerke bestimmen. Es gibt aktuell kein anderes Erzählformat, das aufgrund des vertikalen Formats und der kurzen Snaps so gut für die mobile Nutzung geeignet ist – anders als Feed-Beiträge, die in ihrer Urform auf die Desktop-Nutzung zugeschnitten sind. Aus diesem Grund werden wir im kommenden Jahr definitiv mehr Apps und Angebote zur Produktion von filmreifen Storys präsentiert bekommen – sowohl für Profis als auch für Amateur*innen.

Johanna Röhr, Spiegel

Interactive Storytelling

Gelernte Muster und Verhaltensweisen aus den sozialen Netzwerken werden sich am Markt etablieren. Publisher, Agenturen und Marken müssen ihren Content dementsprechend anpassen. Nicht jeder Klick oder jede Interaktion ist beabsichtigt oder relevant. Das wird 2020 die Kunst sein: gezielte, personalisierte sowie qualitativ hochwertige Interaktionen und Erfahrungen schaffen, um echte Beziehungen zu den Nutzer*innen aufzubauen und sie nachhaltig zu binden.

Valerie Krämer, Opinary

Content to go

Eine nahtlose Reiseplanung unter Einbeziehung von individuell auf die Nutzungssituation zugeschnittenen Content bleibt zunächst noch Zukunftsmusik. Die Technologie wäre bereits so weit, allerdings muss sich noch zeigen, wie sich offene Plattformen entwickeln und angenommen werden. Ich glaube, dass es im ersten Schritt viel mehr situationsunabhängige Angebote ähnlich der Nintendo Switch geben wird. Ob zu Hause, unterwegs oder bei der Arbeit – Multi-Plattform-Games werden auch unter Einbeziehung der realen Welt schnell angenommen und in kürzester Zeit hohe Verbreitung erfahren.

Hendrik Menz, Pilot Screentime

Artificial Storytelling

Der Einfluss künstlicher Intelligenz auf die Content-Industrie wird auch im nächsten Jahr zunehmen. Vor allem wird KI immer häufiger bei der Optimierung redaktioneller Inhalte zum Einsatz kommen und die Individualisierung verschiedenster Medienströme weiter vorantreiben. Im Bereich der Programmzusammenstellung wird sich der KI-Trend als erstes durchsetzen, aber auch die Individualisierung der Inhalte wird für Publisher zunehmend wichtiger. Die steigende Rechenpower mobiler Endgeräte führt dazu, dass cloud-basierte Streamings schon bald der Vergangenheit angehören und Artificial Storytelling das große Thema der nächsten Jahre wird.

Eugen Gross, Aiconix

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