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4680-Batteriezellen: LG will Teslas Giga Berlin beliefern

LG Energy Solutions will ab 2023 die auf Teslas Battery Day vorgestellten Batteriezellen des Typs 4680 bauen und hofft auf den Auftrag zur Belieferung des Tesla-Werks in Grünheide.

2 Min. Lesezeit
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So soll die Tesla Gigafactory 4 in Grünheide aussehen. (Bild: Tesla)

LG überlegt, je eine Zellfabrik in Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika zu bauen. Das will die Nachrichtenagentur Reuters aus Unternehmenskreisen erfahren haben. Der europäische Standort könnte demnach in der Nähe des spanischen Barcelona angesiedelt werden. Der Autobauer Nissan will hier bis Dezember 2021 seine Fabrik aufgeben. Die Liegenschaft wird also frei.

Das sind die 4680-Module

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In den geplanten Fabriken will LG dem Vernehmen nach die von Tesla im vergangenen Herbst vorgestellten 4680-Batteriezellen bauen. Teslas neues Format basiert auf einem zylindrischen Zellaufbau, der bei kleineren Batterien mehr Leistung erlaubt.

So sollen die 4680-Module fünfmal mehr Energie und 16 Prozent mehr Reichweite bringen und dabei 46 Millimeter im Durchmesser haben und nur 80 Millimeter hoch sein. Aus Durchmesser und Höhe erklärt sich die Typbezeichnung 4680. Allein die Veränderung des Formfaktors soll nach Teslas Kalkulation die Kosten pro Kilowattstunde um 14 Prozent senken.

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4680: Teslas neue zylindrische Batteriezelle. (Screenshot: Tesla/t3n)

Anlässlich des Battery Day im vergangenen Herbst hatte Tesla-Chef Elon Musk angekündigt, dass die in der Gigafactory Grünheide vom Band laufenden Model 3 und Model Y bereits mit den neuen Zellen ausgestattet werden sollen. Bislang gibt es aber nur eine Pilot-Fertigung bei Tesla in Kalifornien, die allerdings bis Ende 2021 eine jährliche Kapazität von zehn Gigawattstunden erreichen soll.

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Musk hatte daher kürzlich bestätigt, mit Batterieherstellern in Verhandlungen zu stehen, die das neue Zellformat produzieren sollen. Die aktuell eingesetzten 2170-Zellen, die Tesla etwa in China einsetzt, sollen demnach in den nächsten Jahren abgesetzt und durch 4680 ersetzt werden. Die 2170-Zellen liefern derzeit LG und CATL für den chinesischen Markt. Im Tesla-Stammwerk in Fremont im US-Bundesstaat Texas zeichnet Panasonic für diese Produktion verantwortlich. Der japanische Hersteller will nun in seinem Heimatland eine Testproduktion der 4680-Zellen aufbauen.

LG hofft nun, etwa über eine Fabrik in Spanien das neue Tesla-Werk in Grünheide mit Zellen beliefern zu dürfen. Den Zusammenbau der Zellen zu Batterien dürfte Tesla aller Voraussicht nach selbst vornehmen wollen. Immerhin hatte Musk angekündigt, in Grünheide auch die größte Batteriefabrik der Welt bauen zu wollen.

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Ebenfalls interessant: Tesla hält am Zeitplan für den Start der Produktion in Grünheide fest

Noch kein Auftrag in Sicht: LG will ins Risiko gehen

LGs Ambitionen überraschen insofern, als dass es bislang nach Reuters-Informationen keine Anzeichen dafür gibt, dass Tesla auf LG als Zellfertiger für das neue Format setzen wird. LG müsste also ins Risiko gehen.

Aus dem Unternehmensumfeld will Reuters erfahren haben, dass LG bereits Prototypen des neuen Formats erstellt habe, dabei aber auf technische Schwierigkeiten gestoßen sei. Dennoch habe man das Selbstbewusstsein und auch die finanziellen Mittel, bestimmte Risiken einzugehen. Klar sei immerhin, dass die Erhöhung des Energieinhalts bei gleichem Formfaktor unumgänglich sei.

Ein positives Signal sendet Tesla-Rivale Lucid Motors. Der Hersteller hat einen Mehrjahresvertrag mit LG abgeschlossen und lässt wissen, er sei „interessiert an neuen Zellformaten“.

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