5 Tipps für erfolgreiche Google-Shopping-Ads
Tipp 1: Übertrage deine Produktdaten via API
Produktdaten bilden die Grundlage für Google-Shopping-Anzeigen. Dass Google dabei einen großen Fokus auf die Qualität der Daten legt, ist allgemein bekannt. Aber auch die Aktualität der Daten ist ein wichtiger Faktor, der ebenfalls nicht außer Acht gelassen werden darf. Insbesondere in Bezug auf den Preis und die Verfügbarkeit sollten deine Produktdaten immer auf dem aktuellsten Stand sein.
Zum einen gibt es hier die Möglichkeit die Produktdaten durch regelmäßige Feed-Uploads aktuell zu halten. Bei großen und komplexen Merchant-Center-Konten ist die Übertragung der Daten über eine API jedoch die effizientere Lösung. Die Content-API for Shopping ermöglicht eine direkte Verbindung mit dem Google-Merchant-Center. Sobald auf deiner Webseite eine Aktualisierung vorgenommen wird, werden diese Daten sogleich an das Merchant-Center überliefert.
Tipp 2: Gerätespezifische Kampagnen
Wer im Online-Marketing arbeitet weiß, dass sich die Conversion-Rate für Smartphones oft von der für Desktop-Computer und Tablets unterscheidet. Für Google-Shopping-Konten mit hohem Volumen ist es daher empfehlenswert, seine Kampagnen für Desktop und Mobile zu spiegeln. Beide Kampagnen können die gleiche Struktur haben und die gleichen Produkte bewerben. Der Unterschied liegt hier jedoch bei den Geboten, die je nach Kampagne an das jeweilige Gerät angepasst werden können. So kannst du gezielter auf die unterschiedlichen Endgeräte eingehen und jeweils individuelle Ziele festlegen.
Optional kannst du auch eine Kampagne für Tablet anlegen. Da sich Desktop und Tablet in ihrem Verhalten aber sehr ähneln, kannst du Tablet zunächst unter Desktop mitlaufen lassen.
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Tipp 3: Nutzung des Conversion-Imports (beziehungsweise -Trackings)
Die Übermittlung der eigenen Performance-Daten an Google wird immer essentieller. Hierfür gibt es zwei gängige Methoden: Das Conversion-Tracking und den Conversion-Import. Für Werbetreibende mit eigenem Attributionsmodell bietet der Conversion-Import gegenüber dem Conversion-Tracking allerdings einige Vorteile.
Und das Ganze funktioniert so: Jeder Klick auf eine Website, der über eine Google-Ad zustande kommt, wird von Adwords mit einer eindeutigen ID versehen – der Google-Click-ID. Diese lässt sich mit den eigenen Daten verknüpfen und im nächsten Schritt in Google Adwords importieren. Der Vorteil besteht darin, dass sich exakt die eigenen Performance-Daten hochladen lassen. Darüber hinaus können diese Daten für die unterschiedlichen Steuerungsmöglichkeiten von Google genutzt werden. Der Conversion-Import ist aber nur sinnvoll für Händler, die ein eigenes Attributionsmodell nutzen und ausreichende Kapazitäten für die aufwendige Implementierung via CSV oder API haben.
Sollte man kein eigenes Attributionsmodell nutzen, stellt das Conversion-Tracking eine einfache Methode dar, mit der es dem Händler möglich ist, das datengetriebene Attributionsmodell von Google einfach umzusetzen.
Tipp 4: Be smart, nutze den ECPC!
Wenn es darum geht, den Google-Nutzer zu gruppieren, hat keine Technologie mehr Einblicke in die Auktionssignale als Google selbst. Wieso sich also nicht von Google unterstützen lassen? Da die Suchanfragensteuerung bei Google Shopping extrem komplex ist, ist man als Werbetreibender auf Automatisierungen beziehungsweise Smart Bidding angewiesen. Eine erste Steuerungslogik von Google, die schnell von dir genutzt werden kann, ist der ECPC. ECPC steht hier für „Enhanced Cost Per Click” oder zu Deutsch für den auto-optimierten CPC. Sobald du den ECPC in Adwords aktiviert hast, erlaubst du Google, die Gebote in Abhängigkeit der Conversion-Wahrscheinlichkeit leicht nach oben oder unten anzupassen.
Und das läuft wie folgt ab: Jede Suchanfrage untersucht Google auf ihre Conversion-Wahrscheinlichkeit. Bei einer Suchanfrage, die eine hohe Conversion-Wahrscheinlichkeit aufweist, korrigiert der ECPC dein Gebot nach oben. Das Gleiche gilt für eine Suchanfrage, die wahrscheinlich nicht zu einer Conversion führen wird – hier wird das von dir abgegebene Gebot automatisch gesenkt. Das Gute: Bei gleichbleibenden Gesamtkosten sollte sich die Zahl deiner Conversions deutlich erhöhen.
Tipp 5: Analysiere die Google-KPIs
Mittlerweile bietet Google in Adwords viele KPIs speziell für Google-Shopping-Ads an. Je nach Kampagnenstruktur lohnt es sich, diese genauer zu betrachten.
Die Benchmark-KPIs von Google helfen dir beispielsweise dabei, dich mit deinen Wettbewerbern zu vergleichen. Die Benchmark-CTR zeigt dir, welche durchschnittliche CTR andere Händler mit ähnlichen Produkten haben. Auch auf den Benchmark-Max.-CPC solltest du einen Blick werfen. Dieser gibt an, welchen CPC andere Händler maximal für ähnliche Produkte bieten.
Beim Impression-Share handelt es sich um den prozentualen Anteil von Impressions, die du mit deinen Anzeigen erzielt hast, verglichen mit der geschätzten Gesamtzahl an möglichen Impressions, die du mit deinen Anzeigen erzielen könntest.
Ähnlich verhält es sich mit dem Click-Share. Auch hier wird die Anzahl an Klicks, die du durch deine Anzeige generierst, durch die geschätzte maximale Anzahl an möglichen Klicks geteilt.
Beide KPIs, der Impression-Share als auch der Click-Share, sind ein guter Weg um zu verstehen, ob deine Anzeigen mehr Kunden erreichen könnten, wenn du das Gebot oder das Budget erhöhst.
Der Absolute-Top-Impression-Share (ATIS) gibt an, wie hoch dein Anteil an Impressions auf der obersten Position in den Shopping-Anzeigen ist.
Wenn die Möglichkeit besteht, dann solltest du diese KPIs in dein eigenes Bidding integrieren. Solltest du beispielsweise mit deinem Gebot knapp unter dem Benchmark-Max.-CPC sein, dann besteht großes Potenzial, mit einer leichten Gebotserhöhung noch bessere Erfolge zu erzielen.
Google Shopping folgt ganz anderen Steuerungs- und Optimierungsansätzen als klassische Textanzeigen. Nimm dir die Zeit, diese Ansätze zu verstehen und probiere verschiedene Optimierungen aus.