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„Katastrophal“: Daimler mutmaßlich unzufrieden mit Zellfertiger Farasis

Die ersten Muster der Batteriezellen sollen „katastrophal“ gewesen sein. Zudem hat der chinesische Zulieferer Schwierigkeiten mit dem Bau seiner Fabrik in Bitterfeld.

1 Min. Lesezeit
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Mercedes will mit der EQ-Reihe den Markt für Elektroautos aufrollen. Dazu braucht der Konzern eine Menge Batteriezellen. (Bild: Mercedes)


Während Mercedes-Benz darüber nachdenkt, früher aus der Verbrenner-Produktion auszusteigen, könnte eine Hiobs-Botschaft die Pläne zunichtemachen: Es drohen Probleme mit der Batteriezellen-Versorgung.

Werksöffnung verzögert sich

Zum einen habe der chinesische Produktionspartner Farasis noch keine Baugenehmigung für die 600-Millionen-Euro-Fabrik in Bitterfeld-Wolfen erhalten. Laut Farasis’ Europa-Chef Sebastian Wolf sollen schon ab nächstem Jahr Batterien in der Größenordnung von sechs bis zehn Gigawattstunden produziert werden. Das bestätigte Wolf noch im Dezember. Doch anscheinend geht es nicht voran. Laut dem Manager Magazin fehlt die Genehmigung, der Baustart scheint sich zu verzögern.

Zell-Muster entsprechen nicht den Anforderungen

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Ein gravierenderes Problem soll die Qualität der klimaneutral produzierten Zellen sein. Die ersten Muster seien „katastrophal“ gewesen, habe es aus Stuttgart geheißen, schreibt das Wirtschaftsmagazin. Bei Daimler klingeln angeblich die Alarmglocken, auch weil zwischen der Musterlieferung und dem Produktionsstart in der Regel drei Jahre vergehen. Bei Daimler sei die Rede von „erheblichen Problemen“. Auch ein Scheitern der Kooperation ist offenbar denkbar.

Investitionen unsicher

Daimler stieg im letzten Sommer mit einem dreistelligen Millionenbetrag bei dem chinesischen Hersteller ein. Die „weitreichende strategische Partnerschaft inklusive Kapitalbeteiligung“ (Daimler, 2020) besaß dem Vernehmen nach allerdings den Vorbehalt einer Baugenehmigung in Sachsen-Anhalt. Auf der anderen Seite hat deutsche Konzern wohl bereits die Aktien gekauft. Wenn die Gerüchte über mangelhafte Qualität und fehlende Genehmigungen sich bestätigen, sind die Papiere bald nicht mehr viel Wert.

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Zellen-Knappheit droht

Das größere Problem liegt jedoch in der Versorgung: Der Automobil-Veteran will eine Reihe Elektroautos produzieren. Gerade hat er den Preis des EQC gesenkt, damit Käufer die Förderprämien in Anspruch nehmen können. Den Einstiegsstromer EQA will er noch in diesem Frühjahr ausliefern, der E-Van EQV ist bereits auf dem Markt. Die Luxuslimousine EQS und der EQB sollen in den Startlöchern stehen. Im Notfall kann Mercedes-Benz auf die Kooperation mit dem Marktführer CATL zurückgreifen. Der Konzern hat sich gegen den Willen des Betriebsrates aus der Zell-Produktion zurückgezogen und ist von externen Lieferanten abhängig.

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Ralf

Bitterfeld-Wolfen ohne ü

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