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Allzeithoch: Bitcoin-Kurs über 34.500 Dollar – droht eine Überhitzung?

Selbst langjährige Bitcoin-Investoren haben eine solche Situation noch nicht erlebt. Der Bitcoin-Kurs erklimmt jeden Tag ein neues Allzeithoch. Doch nicht ganz ohne Nebenwirkungen.

Von BTC ECHO
2 Min. Lesezeit
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Bitcoin ist auf einem Allzeithoch. (Bild: dpa)

Am Samstag lag der Bitcoin-Kurs noch bei unter 30.000 US-Dollar. Nur einen Tag später nehmen wir die 35.000-Dollar-Marke ins Visier. Der Anstieg des Bitcoin-Kurses gleicht mit Blick auf den Jahreschart dabei optisch immer mehr einer Exponentialfunktion.

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Bei diesem enormen Anstieg muss man sich vergegenwärtigen, dass dies einen Anstieg der Bitcoin-Marktkapitalisierung um rund 100 Milliarden Dollar bedeutet. Über Nacht wurde so das BIP eines kleinen Staates der Marktkapitalisierung von Bitcoin hinzugefügt.

Nebenwirkungen des Bitcoin-Hype bleiben nicht aus

Ein derart starker Anstieg des Bitcoin-Kurs stellt auch immer eine Belastung für das Ökosystem dar. Bereits während des Krypto-Hypes Ende 2017 sind unter anderem Krypto-Börsen an ihre Belastungskapazitäten gestoßen und es kam zu Ausfällen. Zwar hat sich seitdem das Ökosystem an Dienstleistern signifikant weiterentwickelt und verbessert, dennoch scheinen aktuelle Krypto-Dienstleister mit ersten Ausfällen konfrontiert zu sein.

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So erreichten uns von Leserinnen und Lesern Zuschriften, dass einzelne Krypto-Börsen und Broker kurzzeitig down waren. So soll bei einem großen europäischen Krypto-Broker gestern von 16 bis 18 Uhr kein Login via Desktop oder App möglich gewesen sein.

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Bitcoin-FOMO greift um sich

Wie bereits gestern durch den Bitcoin-Fear-and-Greed-Index erläutert, erreicht das Sentiment für den Faktor Gier ebenfalls ein Rekordhoch. Die Stimmung ist maximal aufgeheizt. Aus historischer Erfahrung ein Warnsignal für jeden Investor, dass die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur zunimmt.

Die Angst, etwas zu verpassen (FOMO – Fear of Missing out), greift inzwischen nicht nur bei den Privatanlegern um sich, sondern auch bei den institutionellen Investoren. Es findet ein regelrechtes Aufschaukeln beider Investorengruppen statt. Gleichzeitig erhöht die schnell zunehmende Verknappung von Bitcoin den Preisdruck auf den Bitcoin-Kurs. Immer mehr Bitcoin werden durch Investoren mit langfristigem Haltehorizont dem Markt entzogen. Die Verknappung bekommt dadurch in den letzten Tagen eine starke Eigendynamik.

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Dogecoin-Kurs (DOGE) als Indikator für eine Überhitzung?

Die Bitcoin-Kurs-Explosion wirkt sich auch auf den Restmarkt aus. So steigen andere Kryptowährungen im Windschatten von Bitcoin. Besonders fällt dabei der Dogecoin-Kurs (DOGE) ins Auge. Der Dogecoin war eine der ersten Kryptowährungen und wurde als „Spaß-Kryptowährung“ ohne tieferen Sinn respektive Zweck kreiert. Dass nun eine Kryptowährung wie DOGE ebenfalls eine rasante Kurs-Rallye hinlegt, ist als Warnsignal zu interpretieren.

In einer Hype-Phase steigen nicht nur die substantiellen Assets wie Bitcoin oder Ether, sondern eben auch Projekte wie DOGE. Wie der Wochenchart zeigt, hat die Kryptowährung über 170 Prozent zulegen können.

Bitcoin-Kurs: Nicht die Höhe, sondern die Geschwindigkeit ist das Problem

Dass der Bitcoin-Kurs bei Veröffentlichung des Artikels bei über 34.000 Dollar steht, ist aus fundamentaler Sicht gerechtfertigt. Auch ein schneller Kurs-Anstieg ist im Sinne notwendiger Nachholeffekte nachzuvollziehen. Die Geschwindigkeit des Kursanstieges ist jedoch mit Sorge zu betrachten. Wir befinden uns in einer Überhitzung, die sich wie jede heiße Sommerphase mit einem Gewitter entladen muss. Man sollte also jederzeit mit Gewinnmitnahmen und Korrekturen rechnen, die den Bitcoin-Kurs in genauso kurzer Zeit um 20 Prozent und mehr fallen lassen können.

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An der herausragenden Perspektive ändert dies dennoch nichts. Der Bitcoin-Kurs befindet sich in einem Bullen-Szenario, das in 2021 noch viele neue Allzeithochs, auch deutlich über 40.000 Dollar und darüber, mit sich bringen sollte. Zwischendurch sind allerdings auch Pausen notwendig. Dies sollte sich jeder Anleger bewusst machen.

Autor des Artikels ist Sven Wagenknecht.

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