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Amazon priorisiert Artikel aus nahen Lagern: Was bedeutet das für Kunden?

Amazon will in den USA kürzere Lieferwege schaffen und zeigt deswegen den Kund:innen Waren, die schnell und mit kürzerer Lieferstrecke verfügbar sind, weiter oben in der Ergebnisliste. Ist das auch ein Modell für Deutschland?

2 Min. Lesezeit
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Näher an den Kund:innen: Amazon will in den USA effizienter liefern. (Foto: Mike Mareen/Shutterstock)

Nachdem die gesamte E‑Commerce-Branche, allen voran Amazon, während der Coronakrise mit der Überarbeitung der Logistik- und Warenbestandssysteme beschäftigt war, hat Amazon laut Handelsexpert:innen nun in den USA damit begonnen, Artikel in der Suchergebnisliste höher zu priorisieren, wenn diese sich in einem nahe gelegenen Lager befinden und besonders zeitnah zugestellt werden können.

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Dies sei, so erklärt Amazons für die Logistiksparte zuständige Vice President Udit Madan gegenüber dem Wall Street Journal, lediglich eine von vielen Maßnahmen, die der E‑Commerce-Riese in den letzten Jahren für die Beschleunigung und Vereinfachung des Lieferprozesses unternommen hat. Denn die Daten von Amazon würden nahelegen, dass Kund:innen umso eher wiederkommen, je schneller die Lieferung erfolgt. Das ist eine Erkenntnis, die auch im deutschen E‑Commerce nicht neu ist: Die Lieferbarkeit ist zu einem Element geworden, das ähnlich wichtig wie der Preis ist und oftmals darüber entscheidet, wo der:die Kund:in einkaufen.

Amazon kann diese logistischen Synergien besser heben als jeder andere Onlinehändler – denn die Plattform verfügt sowohl in den USA als auch bei uns über ein umfangreiches Netz an Lieferzentren und große Lagerflächen. Handelsexpert:innen weisen darauf hin, dass auch bei uns (und in den USA mit der größeren Fläche noch viel mehr) die Wahl des geeigneten Lagerplatzes ein entscheidender Hebel für die Kostenreduktion sein kann.

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USA in acht Amazon-Regionen aufgeteilt

Das ist wohl auch der Grund, warum Amazon in Europa gern Waren an möglichst vielen Standorten liegen hat und Händler:innen dazu ermuntert, dies im Rahmen des Marketplace beziehungsweise von Fulfillment by Amazon ebenso zu handhaben. In den USA gibt’s hierfür eine Einteilung in acht Regionen, in Europa ja ohnehin die übliche Länderaufteilung. Es ist sehr wahrscheinlich, dass das größeren Verkäufer:innen mit mehr Warendurchsatz zugutekommt, die die Möglichkeit haben, einen größeren Warenbestand in sämtlichen Lieferzentren bereitzustellen.

Zugleich ist all das aber nicht nur ein Kostenthema, sondern auch ein Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Denn dem Onlinehandel lastet ja nicht erst seit gestern der Makel an, viele Waren (teilweise unnötigerweise) durch die Republik zu fahren. Im Sinne der Effizienz erklärt Amazon lauf Magan, dass drei von vier Bestellungen aus einem Lager derselben Region kommen, in die sie dann auch geliefert werden sollen. Ein Vergleich der acht Regionen und der Verhältnisse in Deutschland ist so einfach nicht möglich.

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Insofern bleibt abzuwarten, ob Amazon hier in Deutschland etwas an der Effizienz ändern will. Das Unternehmen spricht bekanntermaßen ja erst mit der Presse, wenn eine finale Entscheidung getroffen ist. Es bleibt aber in der Tat wünschenswert, dass alle großen Player im E‑Commerce möglichst effizient ausliefern und auch ohne zusätzliche Eilzuschläge die Ware zeitnah bereitstellen. Für Händler:innen, die über den Marketplace verkaufen, bringt das allerdings in der Tat mehr im Umlauf befindliche Lagerware mit sich.

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