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Amazon zahlt Angestellten weniger Geld bei Corona-Erkrankung

Amazon hat seine Arbeitnehmer-Richtlinien in den USA bezüglich Corona verändert. Ab sofort werden die US-Angestellten im Krankheitsfall nur noch sieben Tage lang bezahlt, und nicht wie zuvor zehn.

Von Christian Bernhard
1 Min. Lesezeit
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Amazon-Büro im Silicon Valley. (Bild: Sundry Photography / Shutterstock)

Geregelt wird die Bezahlung im Krankheitsfall in den USA über das sogenannte PTO-Verfahren, das für Paid Time Off (bezahlt abwesend) steht. Im Vergleich zu deutschen Angestellten genießen US-Mitarbeiter:innen deutlich weniger soziale Absicherung im Falle von Krankheit. Für fast die Hälfte der amerikanischen Arbeitnehmer:innen gelten Krankheitstage als unbezahlte Abwesenheit.

Nicht nur Amazon ändert Regularien

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Amazons bisherige PTO-Richtlinie gestand Mitarbeiter:innen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, zehn Tage lang bezahlte Abwesenheit zu. Nun, inmitten den Omikron-Welle, wurde der Anspruch auf sieben Tage reduziert, wie mehrere US-Medien, darunter auch die Nachrichtenagentur Reuters, berichteten. Laut Reuters greifen die Änderungen ab sofort.

Konzerne berufen sich auf Leitlinien des CDC

Amazon ist nicht das einzige Großunternehmen, das seine Regularien diesbezüglich ändert. Auch der Einzelhandelskonzern Walmart hat die PTO-Stunden für Covid-19-infizierte Angestellte reduziert. Die Konzerne berufen sich bei ihrer Entscheidung auf die neuen Leitlinien des Centers for Disease Control and Prevention (CDC), der führenden öffentlichen Gesundheitsbehörde der USA. Diese empfahl Ende Dezember, die empfohlene Isolationszeit im Falle einer Corona-Infektion von zehn auf fünf Tage herabzusetzen. Experten des öffentlichen Gesundheitswesens erklärten, dass dieser Schritt von der Forschung gestützt wird.

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Experten äußern Bedenken

Einige äußerten aber auch Bedenken, dass damit Mitarbeiter:innen, die nach fünf Tagen immer noch krank sind, wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren könnten. Laut einer Kopie von Amazons überarbeiteter Richtlinie, die dem Technikportal The Verge vorliegt, gebe es „zusätzliche Urlaubsoptionen für Personen, die länger als eine Woche symptomatisch bleiben“.

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Höhere Ansteckungsgefahr?

Zahlreiche Angestellte könnten aufgrund ihrer prekären wirtschaftlichen Situation zur Rückkehr an den Arbeitsplatz gezwungen werden, wenn sie unbezahlt zu Hause bleiben – unabhängig von den Unternehmensrichtlinien zur Krankmeldung. Davon betroffen wären in erster Linie Lagerarbeiter oder Auslieferer, die ihre Arbeit nicht aus dem Homeoffice erledigen können.

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