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Analyse

Android-Updates: Smartphone-Hersteller lassen sich soviel Zeit wie nie

(Screenshot: Google)

Google findet keinen Ausweg aus dem Android-Update-Dilemma. Mit der Verteilung von Android 8.0 Oreo hat sich die Situation weiter verschlimmert. Smartphone-Hersteller wie Samsung, LG und andere brauchen immer länger, Updates auszuliefern.

„Wann bekommt mein Android-Smartphone das neue Update?“ Diese Frage stellen sich Besitzer Jahr für Jahr – manchmal gar vergebens, weil der jeweilige Hersteller sich dazu entschlossen hat, das bestimmte Modell nicht mehr weiter zu aktualisieren.

Immerhin schaffen es die meisten großen Player, zumindest ihre Topmodelle zwei Jahre auf dem aktuellen Stand zu halten. Leider lassen sie sich aber immer mehr Zeit, Updates auszuliefern. So lange wie bei Android 8.0 Oreo hat die Verteilung noch nie gedauert.

Dabei hat Google in den letzten Jahren viel dazu beigetragen, um Hardwareherstellern den Quellcode von Betriebssystem-Updates früher bereitzustellen und zudem den Aufbau von Android so zu gestalten, dass die weitere Anpassung schneller vonstatten gehen kann. Dennoch hat sich nichts an der traurigen Update-Situation geändert – im Gegenteil.

Android-Updates: Hersteller sind langsamer denn je

Eine langjährige Analyse von Computerworld-Reporter J. R. Raphael zeigt deutlich auf, dass die großen Hersteller von Android-Smartphones immer nachlässiger mit einer zeitnahen Fertigstellung der großen Updates geworden sind. Laut Raphael habe sich der Zeitraum zwischen der Veröffentlichung eines großen Android-Updates durch Google bis zur Freigabe der Software für eines der aktuellen Topmodelle von Samsung, LG und anderen Herstellern immer weiter verlängert.

Android Updates: Mit Oreo ist die Lage schlimmer denn je. (Grafik: Computerworld)

Mit dem Release von Android 8.0 Oreo im August 2017 habe sich ein trauriger Tiefpunkt in dieser Entwicklung eingestellt. Auf dem US-Markt, auf dem die Daten von Raphael beruhen, benötigten LG und Samsung für die Veröffentlichung von Oreo für ihre Topmodelle mehr als 200 Tage. Mit dem Release ist das erste Auftauchen des Updates gemeint – Kunden, die ihr Gerät über einen Netzbetreiber erworben haben, müssen oftmals Wochen länger warten.

Als weiteres Negativbeispiel, wie man es sich mit seinen Kunden verscherzt, nennt Raphael den Hersteller Motorola. Die Update-Politik habe sich von Android Lollipop bis Nougat dramatisch verschlechtert. Zu Nougat-Zeiten war das Unternehmen noch im Besitz von Google, anschließend ist bis zum heutigen Tag Neubesitzer Lenovo für die Aktualisierungen verantwortlich. Ähnlich verhalte es sich bei HTC, die sich für Betriebssystem-Updates auch immer mehr Zeit lassen würden. Es sei indes zu erwähnen, dass HTC immer noch schneller liefert als LG oder Motorola.

Die Verteilung von Android 8.0 Oreo verläuft langsamer als bei den Android-Vorgängerversionen. (Grafik: Computerworld)

Noch schlimmer: Android-Updates für Vorjahres-Geräte

Noch tragischer als bei der Entwicklung von Updates für aktuelle Topmodelle steht es um Geräte, die schon ein Jahr auf dem Buckel hätten. Bei zahlreichen Herstellern könne man sich getrost ein zweites großes OS-Update abschminken.

Android Updates: Hersteller interessieren sich kaum noch für ihre Vorjahresmodelle. (Grafik: Computerworld)

Falls doch eines erscheinen sollte, könne man sich auf eine lange Wartezeit einstellen. Motorola etwa benötigte rekordverdächtige 433 Tage, um das Nougat-Update für sein Vorjahres-Topmodell freizugeben. Nur LG steht noch schlechter da – das Unternehmen lässt Besitzer der Vorjahres-Topmodelle regelrecht am ausgestreckten Arm verhungern.

Passend zum Thema:  Android 8.0: Diese Smartphones bekommen das Oreo-Update

Android-Updates: Nach Google kommt erstmal lange nichts

Android-Updates: Googles Pixel-Smartphones sind stets auf dem aktuellen Stand. (Foto: t3n.de)

Das einzige Unternehmen mit einer konstant zuverlässigen und schnellen Bereitstellung von Android-Updates ist nur Entwickler des mobilen Betriebssystems selbst: Google – und die halten, was sie versprechen. Es ist zudem eines der wenigen Unternehmen, die mit ihrer Update-Politik transparent umgehen. In einem Support-Dokument wird klar aufgeführt, bis wann welche Geräte aus eigenem Hause Updates und monatliche Sicherheitspatches erhalten.

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Eine Reaktion
Guru

Ich schätze mein LG V20, aber LG lässt “uns am ausgestreckten Arm verhungern“, wie Sie schreiben. Also wird es beim nächsten mal ein Gerät mit Android One oder eins von Xiaomi: https://www.androidpit.de/vorbildliche-updates-xiaomi-fuehrt-alle-vor

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