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Antivirus-Anbieter im Krypto-Rausch: Auch Avira setzt auf Ethereum-Mining

Mit Avira setzt ein weiterer Anbieter von Antivirussoftware auf eine Funktion zum Ethereum-Mining auf Nutzer:innen-Computern. Das vom Mutterkonzern angebotene Norton Crypto kam derweil gar nicht gut an – nicht nur, weil Nortonlifelock mitverdient.

1 Min. Lesezeit

Avira Crypto: Ethereum-Mining auf dem PC von Nutzer:innen. (Bild: Avira)

In der vergangenen Woche hatte Cory Doctorow, Scifi-Autor und kritischer Internetbeobachter, per Twitter mit einem wahren Aufschrei – „This is fucking wild“ – auf den Kryptominer Norton Crypto aufmerksam gemacht. Die Kritik: Antivirus-Softwarehersteller Nortonlifelock installiere still und heimlich Kryptomining-Software auf den Rechnern seiner Nutzer:innen und kassiere Provision. Nutzer:innen machten ihrem Ärger in Foren Luft. Auch der ebenfalls zu Nortonlifelock gehörende deutsche Anbieter Avira setzt jetzt auf Ethereum-Mining auf Nutzer:innen-Computern.

Avira Free kommt mit Kryptominer

Wie IT-Sicherheitsexperte Brian Krebs auf seinem Blog Krebsonsecurity berichtet, steht Avira Crypto schon seit Herbst bei der kostenlosen Antiviruslösung Avira Free zur Verfügung. Das 2006 gegründete deutsche Unternehmen soll rund 500 Millionen Nutzer:innen haben. Avast, das im Sommer von Nortonlifelock übernommen wurde, soll ebenfalls 500 Millionen Nutzer:innen haben. Ob auch der tschechische Anbieter eine Miningfunktion anbieten wird, ist noch unklar.

Aber zurück zu Avira Crypto. Dem Anbieter zufolge verfüge die Lösung „sowohl über die erforderliche Miningsoftware als auch über eine integrierte persönliche Wallet“. Von da aus kann das erschürfte Guthaben auf ein Coinbase-Konto transferiert werden. Das Ethereum-Mining erfolge während der Ruhezeit des Computers, heißt es bei Avira. Vorausgesetzt wird potente Hardware. Außerdem empfehle es sich, einem Miningpool beizutreten. Avira Crypto findet sich in Avira Security für Windows und kann über „Mein Avira Konto“ gemanagt werden.

Stromkosten und Netzwerkgebühren einberechnen

Ob Avira – wie Nortonlifelock bei Norton Crypto – einen Anteil von 15 Prozent der geschürften Erträge einbehält, ist nicht bekannt. Allerdings fallen Kosten für die Netzwerkgebühr an. Außerdem dürfte das Ethereum-Mining mit der bevorstehenden Umstellung auf das Proof-of-Stake-Verfahren ohnehin obsolet werden, wie Caschys Blog verdeutlicht. Bis dahin sollten Interessierte genau schauen, ob das Mining via Avira oder Norton Crypto wirklich mehr einspielt als die entstehenden Stromkosten.

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2 Kommentare
Lukas
Lukas

Im Text ist leider ein Fehler:

Avira wurde im Januar 2021 von NortonLifeLock übernommen, welche anschließend im Sommer 21 dann Avast geschluckt hat.

Antworten
Jörn Brien

Ist durcheinandergeraten, danke für den Hinweis! Ist geändert.

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