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Streit um In-App-Käufe: Niederlande setzen sich gegen Apple durch

Weil Apple es Dating-Apps nicht erlaubt, In-App-Käufe über andere Wege als den App-Store abzuwickeln, wird in den Niederlanden jetzt wöchentlich eine Strafe fällig.

1 Min. Lesezeit
App-Store-Icon auf einem iPhone. (Foto: PeoGeo/Shutterstock)

In den Niederlanden muss Apple jetzt wöchentlich fünf Millionen Euro Strafe wegen der umstrittenen Regeln für In-App-Käufe zahlen. Die niederländische Behörde für Verbraucher und Märkte (ACM) hat die Strafe verhängt, weil Apple Dating-Apps keine anderen Bezahlwege als den App-Store anbietet.

Im August 2021 habe ein Gericht das für unzulässig erklärt. Im Dezember war die Entscheidung veröffentlicht worden. Weil Apple die Anordnung nicht einhält, wird die Strafe von fünf Millionen Euro pro Woche fällig, bis maximal 50 Millionen Euro.

Apple hält Regel nur theoretisch ein

Am 15. Januar hatte Apple ein Statement abgegeben und versichert, die Regel einzuhalten. Die Behörde widerspricht: Es sei immer noch nicht möglich, andere Bezahlsysteme zu nutzen, sondern lediglich, Interesse daran zu bekunden.

Aber selbst wenn Apple die Funktion nicht nur theoretisch anbieten, sondern auch schon praktisch umsetzen würde, wäre die ACM noch nicht zufrieden. Aktuell müssten App-Anbieter sich entscheiden, ob sie auf Zahlungssysteme außerhalb der App verweisen oder auf ein alternatives Zahlungssystem. Laut der ACM muss es möglich sein, beides auszuwählen.

Apples Umgang mit In-App-Käufen wird international diskutiert. Der Streit mit Epic Games hatte das Thema vor Gericht gebracht. Auch Behörden sehen die Funktion kritisch. Kürzlich hatte Südkorea als erstes Land weltweit ein Gesetz verhängt, das Apple zwingt, alternative Bezahlwege anzubieten. Auch in den Niederlanden wird Apple wohl nicht mehr darum herum kommen – zumindest nicht bei Dating-Apps.

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