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Apple muss Alternativen zu In-App-Käufen erlauben – aber Epic muss trotzdem zahlen

Das Urteil im Streit zwischen Apple und Epic Games um In-App-Käufe ist da. Demnach muss Apple Alternativen erlauben. Ein Sieg auf ganzer Linie für Epic ist die Entscheidung aber nicht.

2 Min.
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Epic versus Apple. (Foto: Ascannio/Shutterstock)

Vor etwas mehr als einem Jahr war ein Streit zwischen Fortnite-Anbieter Epic Games und den App-Store-Betreibern Apple und Google eskaliert und vor Gericht gegangen. Es ging um die Frage, ob Epic Fortnite mit einer zusätzlichen Bezahloption ausstatten darf, um den Umsatzanteil von bis zu 30 Prozent zu umgehen. Jetzt hat Richterin Yvonne Gonzalez-Rogers ihr Urteil zu dem Apple-Verfahren veröffentlicht.

Apple muss Links zu Zahl-Alternativen erlauben

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Demnach darf Apple es Entwicklern nicht länger verbieten, Links und Hinweise in ihre Apps zu packen, die Nutzer:innen zu alternativen Bezahloptionen führen. Damit, so schreibt CNBC, steige die Wahrscheinlichkeit, dass Apple einer Forderung vieler Game-Entwickler:innen nachkommen und künftig eine solche Möglichkeit einräumen muss. Sollte das Urteil nicht von einer höheren Gerichtsbarkeit kassiert werden, soll es am 9. Dezember 2021 in Kraft treten. Das dürfte wiederum negative Auswirkungen auf die Umsätze des iPhone-Konzerns haben.

2020 hatte Apple mit seinem App-Store einen Umsatz von 643 Milliarden US-Dollar eingefahren und damit knapp ein Viertel mehr als im Vorjahr. Apple verlangt einen Umsatzanteil von 15 bis 30 Prozent für jeden In-App-Kauf, der in einer in seinem App-Store geladenen App getätigt wird. Allerdings erklärte die Richterin auch, dass Epic Games mit der Umgehung von dessen In-App-Bezahlsystem den Vertrag mit Apple gebrochen habe.

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Epic Games soll Apple 3,5 Millionen zahlen

Das Ergebnis: Epic Games muss Apple 30 Prozent aller Umsätze zahlen, die über das alternative Bezahlsystem in der Fortnite-App gemacht wurden. Die Summe soll sich laut The Verge auf 3,5 Millionen Dollar belaufen. Zudem meint Gonzalez-Rogers, dass Apple kein Monopolist sei und in diesem Sinne weder gegen Bundes- noch gegen kalifornisches Recht verstoßen habe, was den Wettbewerb angehe. „Erfolg ist nicht illegal“, so die Richterin.

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Wie es jetzt mit Epic, dessen Fortnite-iOS-App und Apple weitergeht, ist noch nicht bekannt. Der Spielehersteller könnte noch Berufung gegen die Entscheidung einlegen. Ein ähnliches Verfahren gegen Google und dessen Play-Store steht noch aus. Apple wiederum hatte zuletzt seine strikten App-Store-Regeln etwas gelockert. So können nach einer Einigung mit der Japan Fair Trade Commission (JFTC) Anbieter wie Netflix und Spotify in ihren Apps Links anbieten, um Abos außerhalb des Apple-Universums abzuschließen. Kleineren Anbietern hatte Apple zudem erlaubt, ihre Kund:innen über alternative Zahlmethoden zu informieren.

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