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Apple Car: Vice President geht zurück zu Ford, um Tesla Paroli zu bieten

Apples Projekt Titan ist hoher Fluktuation ausgesetzt. Bloomberg spricht von einem herben Rückschlag. Ford plant mit Dough Fields Ernennung zu Tesla aufzuschließen – dort war der Ingenieur gescheitert.

2 Min. Lesezeit
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Bisher gibt es nur Fantasie-Renderings des Apple Cars. Wann und ob überhaupt das Auto herauskommt, steht in den Sternen. (Bild: Carwow)

Dough Field verlässt Apples Special-Projects-Group und geht zu Ford. Bloomberg berichtet über diese Personalie als einen Coup von Ford-Chef Jim Farley. Er habe den Leiter von Apples geheimen Autoprojektes eingestellt und „dem 118 Jahre alten Autohersteller eine Führungskraft mit Silicon-Valley-Kenntnissen“ gebracht. Farley übernahm im Oktober 2020 den angeschlagenen Ford-Konzern, der im Schatten des aufsteigenden Tesla-Konkurrenten stand. Unter ihm habe sich der Aktienkurs verdoppelt, weil er es geschafft habe, Investoren davon zu überzeugen, dass Ford Tesla und Co etwas entgegensetzen könne. Die aktuelle Personalie kann als weiterer Schritt auf diesem Weg gedeutet werden.

Dough Field scheiterte bei Tesla

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Fields Werdegang ist von Positionen zwischen den immer gleichen Konzernen geprägt. 1987 begann seine Karriere bei Ford. Nach Ausflügen zu Johnson & Johnson und Deka leitete er acht Jahre lang die Entwicklungsabteilung bei Segway, bis ihn Apple 2008 abwarb. Nach weiteren fünf Jahren im Mac-Hardware-Department sicherte sich Tesla die Dienste des Maschinenbauingenieurs. Er verantwortet dort die Herstellung des Model 3 und wurde als Musk-Nachfolger angesehen. Nach Produktionsproblemen besetzte Elon Musk Fields Stelle selbst und der nahm sich eine Auszeit. 2018 wechselte er zurück zu Apple und übernahm Berichten zufolge die Führung der Apple-Car-Entwicklung in Sunnyvale. Er soll erst kürzlich das dortige Team umstrukturiert haben, um das Projekt nach vorne zu bringen. Nach drei Jahren verlässt er es nun wieder.

Farley: „Das ist ein Wendepunkt für unser Unternehmen“

Fields neue Jobbezeichnung bei Ford lautet Chief Advanced Technology and Embedded Systems Officer und er berichtet direkt an CEO Farley. Das Unternehmen kündigte an, Field werde sich um vernetzte Dienste und selbstfahrende Autos kümmern. Farley selbst feiert die Personalie. „Dies ist ein monumentaler Moment, den wir jetzt haben, um den Automobilhersteller wirklich neu zu gestalten“, sagte er Reportern. Er sprach zudem in diesem Zusammenhang von einem „Wendepunkt“ für Ford. Die Aktionäre belohnten den „Coup“ mit einem Kursanstieg. Zuletzt war der Automobilveteran mit der Einführung des Fahrassistenzsystems „Blue Cruise“ in die Schlagzeilen geraten. Es soll Teslas „Autopiloten“ Konkurrenz machen.

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Apple Car in weiter Ferne

Apple kommentierte den Wechsel mit einem kurzen Dank an Field für seine Beiträge. Er soll der vierte Projektleiter innerhalb von sechs Jahren gewesen sein, der das Project Titan verlässt. Insider berichteten zuletzt, dass man in frühestens fünf bis sieben Jahren mit einem Fahrzeug des iPhone-Herstellers rechnen könne. Von mehreren Seiten hieß es, das Auto sei weit entfernt von einer Produktionsreife. Beobachter sind sich sicher, dass der Weggang des Leiters einen weiteren Rückschlag für das Projekt darstellt. Apple kaufte erst kürzlich ein riesiges Testgelände in Arizona und warb eine Reihe Mercedes-Ingenieure ab.

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