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Apple kennzeichnet Produkte in Frankreich mit Reparaturindex

Kaputtes iPhone X mit Ersatzteil. (Foto: Orapruek / Shutterstock.com)

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Eine gesetzliche Regelung zwingt Apple in Frankreich zu zusätzlichen Angaben in seinen Stores. Anhand eines Punktwerts sehen Kunden vor dem Kauf, wie es um die Reparierbarkeit eines Produkts bestellt ist.

Im November 2020 hat das EU-Parlament die Kommission mit großer Mehrheit dazu aufgefordert, den europäischen Verbrauchern ein „Recht auf Reparatur“ zu gewährleisten. Das soll die Produktlebensdauer verlängern und somit zu einem nachhaltigeren Umgang mit Elektrogeräten führen.

Frankreich schreibt Punktwert für wichtige Gerätekategorien vor

Frankreich ist hier schon einen Schritt weiter und hat zum Jahreswechsel ein Gesetz in Kraft gesetzt, das für verschiedene Geräte, darunter Computer und Smartphones, unter anderem einen Reparierbarkeitsindex vorschreibt. Hersteller müssen anhand eines Punktwerts zwischen 0 und 10 angeben, wie leicht ein Produkt repariert werden kann.

Dabei kennzeichnet die 10 eine maximale Reparierbarkeit. Ein Nachkommawert ist zulässig. Damit lässt sich der Index schon recht fein definieren. Die Darstellung erinnert an den „Repairability Score“, den die Experten von iFixit seit Jahren für die von ihnen zerlegten Produkten ermitteln.

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Zur Bestimmung des Index muss eine Vielzahl an Kriterien berücksichtigt werden. Dabei geht es natürlich auch um die Frage, ob ein Bauteil überhaupt ausgetauscht werden kann oder ein Verkleben oder eine schwierige Erreichbarkeit das Tauschen unmöglich machen. Es spielt aber ebenso eine Rolle, wie schnell und wie lang Ersatzteile verfügbar sind und ob der Wechsel nur von geschulten Spezialisten zu erledigen ist.

Die Qualität des angebotenen Kundendienstes fließt in den Index ein. Dazu gehört das Angebot technischer Dokumentationen zur Durchführung der Reparaturen. Wichtig ist zudem die Antwort auf die Frage, wie lang der Hersteller das Produkt mit Software-Updates und Patches versorgt.

So steht es um Apples Index-Werte

Apple iPhone 12 Pro in Frankreich. (Screenshot: t3n)

Apple hat im französischen Onlineshop den Index inzwischen eingeführt und dabei gezeigt, wie viel Luft nach oben noch besteht. Das „beste“ Produkt kommt auf einen Reparierbarkeitsindex von 6,7 von 10 Punkten – es handelt sich um das iPhone 7. Zwischen dem iPhone 11 mit 4,6 und dem iPhone 12 mit 6 Punkten liegt zumindest eine Entwicklung in die richtige Richtung.

Auch bei den größeren Geräten steht es um die Reparierbarkeit nicht besser. Das neue Macbook Pro mit M1-Chip kommt auf mittelmäßige 5,6, das ältere Macbook Pro mit 16-Zoll-Display immerhin auf 6,3 Punkte. Inwieweit der neue Score das Verbraucherverhalten beeinflussen wird, bleibt abzuwarten. Außerhalb Frankreichs zeigt Apple die nicht sonderlich ruhmversprechenden Angaben jedenfalls nicht an.

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