News

Macbook Air und Pro mit M1-Chip im Teardown: Reparierbarkeit ist „etwas verheerend”

Macbook Pro und Air mit M1-Chip von innen betrachtet. (Screenshot: iFixit/t3n)

Lesezeit: 2 Min. Gerade keine Zeit? Jetzt speichern und später lesen

Die Reparaturspezialisten von iFixit haben Apples erste M1-Notebooks Macbook Air und Pro unter die Lupe genommen und seziert. Sie waren verblüfft, wie ähnlich die neuen Modelle den Macbooks mit Intel-Chip sind.

Apple hatte am 10. November 2020 seine ersten Macbooks mit den eigenen M1-Chips vorgestellt, um sich langsam von Intel zu lösen. Die neuen Air- und Pro-Modelle sind rein äußerlich identisch mit den bisherigen Intel-Macbooks – auch innerlich gibt es Parallelen, wie iFixit im Teardown der beiden Rechner zeigt.

Macbook Air im Teardown: Passive Kühlung statt Lüfter

Die größte Änderung im Macbook Air ist das Fehlen des Lüfters, der im Pro-Modell weiterhin vorhanden ist, so iFixit. Anstelle des Lüfters befindet sich im günstigeren Macbook-Modell nun ein Aluminium-Hitzeverteiler, der am linken Rand der Logikplatine hängt, so die Reparaturspezis.

Macbook Pro und Air mit M1-Chip von innen betrachtet. (Screenshot: iFixit/t3n)

iFixit nennt zudem weitere Details zur passiven Kühlung des Macbook Air: Über dem M1-Chip ist eine dicke Kühlplatte angebracht, die Wärme zu seinem flacheren, kühleren Ende leitet, wo sie dann abgeführt werden kann. Ohne Lüfter würde die Lösung zwar länger zum Abkühlen benötigen und so früher die Leistung kappen; durch den Verzicht auf Heatpipes und eine Dampfkammer habe die Senke aber mehr Masse, um mit Wärmeenergie gesättigt zu werden. Durch den Verzicht auf bewegliche Teile gebe es indes nichts, was brechen könnte. Alles, was bei einer gelegentlichen Wartung gemacht werden könnte, wäre, neue Wärmeleitpaste draufzugeben.

Abgesehen von einer neuen Logikplatine und dem passiven Kühler sei das Innere des Macbook Air identisch mit seinem Vorgänger. Laut iFixt dürfte das Reparaturverfahren womöglich beinahe unverändert bleiben.

Macbook Air vs. Pro mit M1-Chip: Was ist gleich, was sind die Unterschiede?

Macbook Pro mit M1 im Teardown: Noch weniger Unterschiede zum Intel-Modell

Nahezu identisch: Macbook Pro mit Intel (links) und mit M1-Chip. (Screenshot: iFixit/t3n)

Beim neuen Macbook Pro mit M1 (Test) konnte iFixit noch weniger Unterschiede zum Vorgängermodell feststellen. Die Reparaturprofis erklärten, dass das neue Pro dem Vorgänger so ähnlich sehe, dass sie doppelt prüfen mussten, um sicherzustellen, nicht versehentlich ein altes Macbook Pro gekauft zu haben.

Die Nähe zu den Intel-Modellen gehe soweit, dass Apple im M1-Modell sogar den identischen Lüfter verbaut habe wie im Macbook Pro mit zwei USB-Anschlüssen, das in der ersten Jahreshälfte angekündigt wurde.

Während das Innenleben der Macbooks nahezu identisch mit denen der Vorgänger ist, liegt der größte Unterschied im M1-Chip, der wiederum in allen neuen Modellen identisch ist. Dabei handelt es sich bekanntlich um einen Fünf-Nanometer-Prozessor mit acht Kernen, der aus vier Hochleistungs- und vier Effizienzkernen besteht.

Der größte Unterschied zwischen den alten und neuen Macbooks: Der M1-Chip. (Screenshot: iFixit/t3n)

Neben dem neuen M1-Chip stecken zusätzlich neue integrierte Speicherchips von Apple im Air und Pro. iFixit zufolge seien diese Module der Unified-Memory-Architecture sehr ähnlich, die Apple auch in seinen letzten iPad-Modellen verbaut.

Laut iFixit ist die Entscheidung, auf einen integrierten Speicher zu setzen, ein zweischneidiges Schwert. Das neue Design erhöhe zwar die Geschwindigkeit und Effizienz des Systems, aus Sicht der Reparierbarkeit sei die Entscheidung jedoch „etwas verheerend“. Abschließend erklären die Bastler, dass die Veränderungen, die Apple bei seinen Rechnern vorgenommen habe, zwar oberflächlich erscheinen. Sie seien aber das Resultat von „Jahren intensiver Arbeit“ mit „Andeutungen, dass in der Zukunft noch viel mehr kommen wird“. Es seien die Macbooks, die Apple seit Jahren verkaufen und nach eigenen Bedingungen herstellen wolle. Sie sind leise, schnell und interessant, so iFixit. Leider seien sie auch weniger zugänglich für Upgrades und Reparaturen und dürften in absehbarer Zukunft außerhalb des Apple-Netzwerks schwer zu reparieren sein.

Mehr zum Thema: Steve Jobs’ letzter Schachzug: Das müsst ihr über Apples M1-Chip wissen

Meistgelesen

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 70 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Luca Caracciolo (Chefredakteur t3n) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung