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Apple späht seine Nutzer aus – auch wenn sie das verboten haben

Wer sich neue Apps auf sein iPhone lädt, kann dem Daten-Tracking bei Apple aktiv widersprechen. Doch so streng geht es bei Apple selber wohl nicht zu. Eine Sicherheitsfirma enthüllt brisante Details.

Von Hannah Klaiber
1 Min. Lesezeit
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Apple trackt die Nutzerdaten trotz ATT. (Foto: Primakov/Shutterstock)

Mit der sogenannten ATT (App-Tracking-Transparency) hat Apple mit iOS 14.5 ein neues Feature eingeführt, das von iPhone-Nutzer:innen gerne in Anspruch genommen wird. Mit ATT können sie dem allseits beliebten App-Tracking der Dritt-Firmen aktiv widersprechen – und sich so mehr Privatsphäre sichern.

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Für viele App-Anbieter ist ATT eine Katastrophe. Denn wer lässt schon freiwillig App-Tracking zu? So entgehen Unternehmen wie Meta massenweise wertvolle Werbeeinnahmen. In den sauren App-Apfel beißen sie aus Mangel an Alternativen trotzdem.

Ausgerechnet Apple selbst trackt trotzdem

Doch scheinbar gelten Apples Privatsphäre-Richtlinien für alle – außer für Apple selbst. Das meinen jedenfalls die IT-Spezialist:innen der Softwarefirma Mysk.

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Die Expert:innen wollen herausgefunden haben, dass Apple parallel zur ATT ab iOS 14.6 eigene Tracking-Algorithmen in den App-Store integriert hat. Dafür untersuchten die IT-Fachleute die Daten von Apples eigenen Apps, darunter iBooks und Apple Music.

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Ihre Bilanz: Die Algorithmen verfolgen die Bewegungen der Nutzer:innen auch dann, wenn sie personalisierten Empfehlungen und der Übertragung von Analysedaten explizit widersprochen haben. Laut den Expert:innen von Mysk sieht sich Apple dabei beispielsweise ganz genau an, welche Apps die iPhone-Nutzer:innen betrachten, wie lange sie das tun und ob sie ihnen gefallen.

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Informationen für Apple in Echtzeit

Die Informationen bekommt Apple dann in Echtzeit via JSON-Datei. Darüber hinaus werden auch Daten zum Gerät, Suchanfragen und ID-Nummern übertragen.

„Die Masse an Details ist für ein Unternehmen wie Apple wirklich schockierend“, so einer der beiden verantwortlichen Sicherheitsexpert:innen gegenüber der Seite Gizmodo. Besonders intensiv erfolge das Tracking in den Apps Apple Music, Apple TV, iBooks, iTunes und Aktien.

In den Apple-Apps Health und Wallet konnten die Expert:innen dagegen kein Tracking feststellen.

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Für eine Firma, die sich die Privatsphäre seiner Kund:innen so auf die Fahnen geschrieben hat wie Apple, sind solche Vorwürfe schon ziemlich prekär. Bisher hat das Unternehmen noch nicht auf die Erkenntnisse von Mysk reagiert.

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3 Kommentare
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Dein t3n-Team

Me

Ist davon noch irgendjemand überrascht?

Antworten
Robert

Nö.
Aber wenigstens kann man Apple Systeme nicht hacken.. LOL

Antworten
Peti Nutz

Kein Problem. Ich nutze keine dieser Apps.

Antworten

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