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Apple Watches droht ein Einfuhrverbot: Kann ein Software-Update helfen?

Bei Apple arbeiten Entwickler:innen mit Hochdruck an einem Update für das Uhren-Betriebssystem watchOS. Sie wollen allerdings keine Sicherheitslücke der Apple Watch schließen, sondern etwas ganz anderes verhindern.

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In den USA nimmt Apple die Apple Watch Series 9 (rechts) und die Apple Watch Ultra 2 bald aus dem Angebot. (Foto: t3n)

Wenn es darum geht, eilig neue Software für ein Gadget herauszubringen, sind meistens Nutzer:innendaten in Gefahr. Bei den Apple-Watch-Modellen Series 9 und Ultra 2 (unser Test) liegt der Fall anders. Der Hersteller sieht sich mit einer Patentverletzung und einem möglichen Einfuhr- und damit auch Verkaufsstopp in den USA konfrontiert.

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Wie Bloomberg berichtet, arbeiten die Entwickler:innen des Unternehmens deswegen mit Hochdruck an der Anpassung von Algorithmen, die den Sauerstoffgehalt im Blut der Träger:innen errechnen und grafisch darstellen.

Apple nimmt Uhren vorsorglich aus dem Verkauf

Der Hintergrund: Die US-Behörde International Trade Commission (ITC) hatte laut Bericht bereits im Oktober entschieden, dass Apple gegen Patente des Medizingeräteherstellers Masimo verstößt und als Folge einen Importstopp erlassen, der es Apple unmöglich macht, die Uhren in den USA zu verkaufen.

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Der soll zum 26. Dezember greifen. Das Unternehmen will die betroffenen Apple Watches aber vorsorglich schon am 21. Dezember aus dem Onlineshop entfernen und ab Heiligabend auch nicht mehr in den Apple-Stores verkaufen. Das hatte Apple bereits 9 to 5 Mac angekündigt.

Hardware könnte zum Problem werden

Nicht betroffen ist die Apple Watch SE, die den entsprechenden Sensor zur Erhebung der Werte nicht an Bord hat. Hier könnte der Knackpunkt liegen, denn ob die Anpassung der Algorithmen ausreicht, ist unklar. Dem Bericht zufolge geht es um Hardwarepatente. Ein Problem, das sich schwerlich durch die Änderung der Software beheben lassen dürfte.

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Auch Masimo wird hier wohl nicht einlenken. Die ITC habe festgestellt, dass „Apple Masimos patentierte Pulsoximetrie-Technologie, die den Sauerstoffgehalt des Blutes misst, gestohlen hat“, heißt es in einem Statement des Herstellers. Das Expert:innenurteil solle respektiert werden, „um die Rechte am geistigen Eigentum und das Vertrauen der Öffentlichkeit in das Patentsystem der Vereinigen Staaten aufrechtzuerhalten“, heißt es weiter.

Ein weiterer Ausweg für Apple könnte ein Veto der US-Regierung sein. Die untersucht den Fall aktuell und hat noch bis zum ersten Weihnachtstag Zeit, ein Urteil zu fällen. Schon in der Vergangenheit hob die Regierung unter dem damaligen Präsidenten Obama ein Verbot auf. Damals ging es aber um einen Streit zwischen Apple und dem südkoreanischen Hersteller Samsung. Masimo hingegen ist wie Apple ein US-amerikanisches Unternehmen.

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Ein angeordneter Importstopp könnte Apple hart treffen. Bloomberg zufolge hat das Unternehmen mit den Uhren allein im Geschäftsjahr 2023 17 Milliarden Dollar umgesetzt. Der Wert basiert allerdings auf Schätzungen von Analyst:innen. Drittanbieter wie Walmart dürfen die Uhren laut Bericht aber weiterhin verkaufen.

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