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Fundstück

Augenprothese aus dem 3D-Drucker: Britische Klinik meldet Erfolg

Immer häufiger wird im Bereich der Prothetik mit 3D-Druck gearbeitet. Einen weiteren Vorstoß meldet jetzt eine britische Klinik. Das neue Verfahren soll schnell und unkompliziert für Ergebnisse sorgen, die möglichst echt aussehen.

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3D-Druck bietet im medizinischen Bereich zahlreiche Möglichkeiten. (Foto: Shutterstock/ Stock-Asso)

Schneller und unkomplizierter: Diese beiden Pluspunkte bringt die Herstellung von Augenprothesen aus dem 3D-Drucker mit sich. Ein Ingenieur aus Großbritannien ist nun der erste Mensch weltweit, dem so ein künstliches Auge ohne Alternativ-Prothesen eingesetzt wurde.

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Seit er 20 ist, trägt Steve Verze eine Kunstauge. So richtig wohlgefühlt habe sich der heute 40-Jährige damit aber nie: „Ich war immer unsicher damit“, so Verze in einer Pressemitteilung des Moorfields Eye Hospital. Die Londoner Klinik begleitete den Ingenieur jetzt bei der Erstellung und dem Einsetzen seiner neuen Prothese – die aus dem 3D-Drucker kommt.

3D-Druck bei der Prothesenherstellung: Schneller und weniger invasiv

Bislang bestehen künstliche Augen häufig aus speziellem Kunststoff; für die Herstellung muss zunächst ein Abdruck der Augenhöhle genommen werden. Vor allem bei Kindern sei das häufig unter Vollnarkose erfolgt, der Vorgang stellt einen schweren Eingriff dar, heißt es von der Augenklinik. Für die Erstellung des 3D-gedruckten Auges fällt er nun weg, stattdessen wird die Augenhöhle gescannt. Eine Software berechnet dann die genauen Maße der Prothese und erstellt ein dreidimensionales Modell.

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Und während bisher auf Basis des Abdrucks in einem sechswöchigen Prozess eine Prothese gefertigt, eingesetzt und per Hand bemalt wurde, halbiere das neue Verfahren die Produktionszeit. Der Druckprozess selbst dauert dabei etwa zweieinhalb Stunden, insgesamt dürfte die 3D-Druck-Option die Wartelisten für Augenprothesen zukünftig deutlich verkürzen.

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Augenprothese aus dem 3D-Drucker: Erstes Feedback fällt positiv aus

Mehrere Faktoren tragen außerdem dazu bei, dass das Kunstauge aus dem 3D-Drucker noch realistischer aussieht als seine Vorgänger-Modelle: Das genutzte Material ist lichtdurchlässiger, die Pupille wirke klarer definiert und weise mehr Tiefe auf.

Steve Verze war mit seinen bisherigen Augenprothesen nie wirklich zufrieden. Die Prothese aus dem 3D-Drucker bekommt hingegen positives Feedback. (Foto: Moorfields Biomedical Research Centre)

Steve Verze scheint von seiner neuen Prothese, die er seit Anfang November testet, begeistert: „Das neue Auge sieht fantastisch aus, und weil es auf 3D-Drucktechnik basiert, wird es immer besser und besser werden.“ Auch von der Londoner Klinik gibt es positives Feedback: „Wir sind begeistert von dem Potenzial dieser volldigitalen Augenprothese“, so der beratende Augenarzt und Professor für Augenheilkunde, Mandeep Sagoo. Eine geplante klinische Studie soll den Wert der neuen Technologie in der nächsten Zeit dann tatsächlich belegen.

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