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Autonomes Fahren: Riesenaugen für Autos sollen Fußgänger schützen

Bewegliche „Augen“ von autonomen Autos sollen Blickkontakt zu Fußgängern aufnehmen und so den Verkehr sicherer machen.

2 Min.
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Roboteraugen an Autos zeigen, was das Auto gerade wahrnimmt. Wer nicht „angesehen“ wird, bleibt lieber am Straßenrand stehen. (Screenshot: Universität Tokio/t3n.de)

Japanische Forscher:innen haben eine außergewöhnliche Maßnahme erprobt, um beim autonomen Fahren das Risiko für Fußgänger zu senken. Sie haben den Fahrzeugen animierte Glupschaugen verpasst, die Blickkontakt mit den Passant:innen aufnehmen. So können die Autos signalisieren, dass sie die Fußgänger:innen gesehen haben. Das Ergebnis ihrer Studie veröffentlichten die Wissenschaftler:innen auf der International Conference on Automotive User Interfaces.

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Autos machen große Augen

Die Studie geht der Frage nach, ob Autoaugen Verkehrsunfälle reduzieren können. Für die Experimente im virtuellen Raum hat das Team der Universität Tokio ein Auto mit überdimensionalen künstlichen Augäpfeln ausgestattet. 18 Teilnehmer:innen mussten vier Verkehrsszenarien durchspielen, jeweils mit und ohne Augenkontakt. Innerhalb von drei Sekunden sollten sie dabei entscheiden, ob sie eine Straße überqueren.

Blickkontakt erzeugt Sicherheit

Abgesehen von geschlechtsspezifischen Unterschieden – Männer neigten zu riskanterer Überquerung – gab es einen signifikanten Einfluss der Augen zu verzeichnen. Die Proband:innen bestätigten, das Überqueren fühle sich sicherer an, wenn ein Blickkontakt zum Wagen bestehe. Die Studie stellt fest, dass etwa das unsichere Überqueren von Männern zu 63 Prozent reduziert wurde. Doch auch das „Wegsehen“ des Autos hatte einen wichtigen Effekt.

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Augen zeigen an, was das Auto sieht

In einem Video hält die Gruppe noch ein anderes Szenario fest. Das autonome Fahrzeug, hier ein Golfcaddy, nimmt den Passanten tatsächlich nicht wahr, weil ein anderer gerade die Straße passiert. Der Blick des Autos zeigt jedoch dem Mann am Straßenrand, dass es sich auf die andere Person „konzentriert“. So erkennt er, dass er nicht wahrgenommen wird, und bleibt stehen. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Autoaugen tatsächlich Unfällen vorbeugen könnten.

Schönere Augen könnten noch mehr Wirkung erzielen

Die Teilnehmer:innen äußerten jedoch auch, dass sie die Roboteraugen gruselig fanden. Das Team geht daher davon aus, dass sich der positive Effekt durch ästhetisch ansprechendere und authentischere Augen noch erhöhen könnte. Die vermeintlichen Sehorgane könnten den Herstellern zudem neue Möglichkeiten eröffnen, ihren Marken im wahren Wortsinn „ein neues Gesicht zu geben“.

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Oliver

Ich glaube ich gehe in die Forschung. Ich werde jetzt schon für unsinniges Zeugs bezahlt, aber in der Forschung fällt es weniger auf.

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