Befragung zeigt: Ab diesem Datum verabschieden sich Mitarbeiter innerlich vom alten Jahr

Das Jahresende rückt näher und in deutschen Büros herrscht Hochbetrieb. To-do-Listen sollen möglichst abgearbeitet sein und so manche Abgaben stehen an – kurzum: Der Druck steigt. Nicht wenige Angestellte entscheiden sich deshalb dazu, die ein oder andere Aufgaben auf das nächste Jahr zu verschieben. Eine Befragung von Atlassian zeigt: Im letzten Monat des Jahres treffen große Hektik und hohe Erwartungen aufeinander.
Mehrheit hat unerledigte To-dos am Jahresende
In 60 Prozent der Unternehmen in Deutschland bleibt ein erheblicher Teil der Projekte gegen Jahresende unabgeschlossen. Die Gründe sind vielfältig: So sagen 29 Prozent, dass die Prioritäten sich geändert haben. 23 Prozent geben an, dass unvorhergesehene Herausforderungen aufgekommen sind. 14 Prozent meinen, dass die Ziele überambitioniert gewesen sind. Bei 13 Prozent verschärft die Urlaubszeit das Problem.
Zudem hat die Befragung einen Circle-Back-Day identifiziert: Ab dem 17. Dezember haben die meisten Deutschen sich innerlich vom Jahr in der Hoffnung verabschiedet, unvollendete Aufgaben im nächsten Jahr neu anzugreifen. 59 Prozent gehen nach dem Motto „Neues Jahr, gleiche Prioritäten“ vor. Doch was kurzfristige Entlastung bringt, führt häufig dazu, dass diese Aufgaben später nur noch mehr Stress hervorrufen.
„Mitarbeitende sollten den Jahreswechsel nutzen, um sich von unwichtigen Projekten zu trennen, sich auf Ergebnisse zu konzentrieren, die wirklich wichtig sind, und sich darauf vorbereiten, im neuen Jahr frisch und fokussiert zur Arbeit zurückzukehren“, so Molly Sands, Head of Teamwork Lab bei Atlassian. Das neue Jahr bietet nämlich nur selten den erhofften Schwung, um liegengebliebene Projekte parallel wieder ins Rollen zu bringen.
To-dos ins nächste Jahr legen, bringt keine Entlastung
Zwar sagen 17 Prozent der Befragten, dass sie im Januar mit frischem Elan zurückkommen, jedoch sind nur 22 Prozent zuversichtlich, dass sie verschobene To-dos schnell wieder aufnehmen können. Die Vorstellung, dass sich Aufgaben einfach ins nächste Jahr verschieben lassen, erweist sich daher oft als Irrtum. Tatsächlich planen 11 Prozent der Befragten im Januar sogar Überstunden ein, um offene Arbeit aus dem Vorjahr aufzuholen.