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Bericht: Fast jeder zweite Tesla-Akku ohne Nickel und Kobalt

Der Anteil von Nickel und Kobalt in Tesla-Akkus wird immer geringer. Die komplette E-Auto-Branche versucht auf Lithium-Eisenphosphat-Akkus umzuziehen. Auch Lithium-Sulfur-Batterien sind in Erprobung.

2 Min. Lesezeit
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Tesla setzt LFP-Akkus derzeit im Model 3 mit Heckantrieb ein. (Foto: dpa)

Der Quartalsbericht von Tesla sorgt für gute Stimmung. Trotz globaler Lieferketten-Probleme und Produktionsstörungen in China hat das Unternehmen zu Jahresbeginn neue Rekorde bei Gewinn und Erlösen erreicht. Doch auch andere Bekanntmachungen lassen aufhorchen – dazu zählt, dass fast die Hälfte, der im ersten Quartal produzierten Fahrzeuge mit Lithium-Eisenphosphat-Akkus ausgestattet seien, die weder Nickel noch Kobalt enthielten. Tesla setzt die LFP-Akkus derzeit im Model 3 mit Heckantrieb sowie im Model Y mit Standardreichweite ein, wie aus Unternehmensangaben hervorgeht.

Statt Kobalt und Nickel: Tesla setzt auf LFP-Akkus

Elon Musk möchte Nickel und Kobalt in Tesla-Akkus weitestgehend vermeiden. (Foto: dpa)

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Das deutsche Tech-Magazin Golem schließt daraus bezugnehmend auf Electrek.co, dass diese beiden Modelle fast die Hälfte der Tesla-Produktion ausmachen müssen. CEO Elon Musk bekräftigte in der Vergangenheit immer wieder, den Anteil von Fahrzeugen mit LFP-Akku weiter steigern zu wollen. Er sprach auf dem Battery Day 2020 davon, dass zwei Drittel der Akkus von Tesla mit Lithium-Eisenphoshat grundsätzlich funktionieren würden. Nickel und Kobalt sollten nur noch bei bestimmten Modellen mit sehr hohem Bedarf an Energiedichte eingesetzt werden. Inzwischen geht er von 75 Prozent Anteil aus.

Der Trend zu Lithium-Eisenphosphat-Akkus ist branchenweit zu beobachten. Auch E-Auto-Hersteller wie BMW und Mercedes-Benz haben beispielsweise den Anteil an Kobalt in den Batterien ihrer Elektroautos über die vergangenen Jahre deutlich reduziert. Expertinnen und Experten sind sich sicher, dass Kobalt bald vollständig aus den Batterien der Autohersteller verschwunden sein dürfte. Auch Lithium-Sulfur-Batterien befinden sich in der Erprobung. Die Gründe dafür sind vielfältig. Rund 61 Prozent des Kobalts wird beispielsweise im Kongo geschürft, das als Krisenregion gilt. Dort gibt es kaum Umwelt- und Sicherheitsstandards.

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Neben der Nachhaltigkeit spielt auch der günstige Preis bei der Akku-Strategie eine Rolle. Die Akkuzellen sind deutlich billiger in der Herstellung, weil sie abgesehen vom Lithium keine seltenen Rohstoffe verwenden. Derzeit spüren Käuferinnen und Käufer das im Endpreis jedoch nicht. Ganz im Gegenteil hat Tesla zuletzt den Preis für das Einsteigermodell Model 3 sogar um 7.000 Euro angehoben. Grund seien die um 41 Prozent gestiegenen Rohstoffkosten. Sie würden mit knapp 30 Prozent den größten Teil der Akkukosten ausmachen. Sollten diese Kosten wieder sinken, könnten die Fahrzeuge günstiger werden.

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